Freitag, 10. August 2012

Wildblumen-Fotosafari im Chiemgau

Fotosafari: Chiemgau mit Alpen im Hintergrund

Vor ein paar Tagen war ich im Chiemgau - in der Nähe des Chiemsees (der Chiemsee liegt vor den Bergen im Hintergrund -> Chiemsee-Bilder) und im Bereich der Eggstätter Seenplatte - gerade mal 140 km von meinem üblichen Wildblumen-Fotosafari-Terrain entfernt - und dort wuchsen teilweise völlig andere Pflanzen am Wegesrand. Hier drei Beispiele - wie immer lasse ich mich gerne korrigieren, wenn ich falsch bestimmt habe.


Nachtkerze Oenothera biennis

Fotosafari: Nachtkerze Oenothera biennis

Die Nachtkerze ist eine eingebürgerte Pflanze (Neophyt) - sie hält sich nicht an Gartengrenzen ("Gartenflüchtling"), sondern verbreitet sich, wie sie mag - eigentlich kommt sie aus Amerika. Sie blüht von Juni bis September und das helle Gelb ihrer geöffneten Blüten leuchtet in der Abenddämmerung. Angeblich mag die Nachtkerze einen trockenen, mageren Boden - aber diese hier standen an einem feuchten Platz zusammen mit Blutweiderich halb im Straßengraben neben der Straße - und sie blüht angeblich erst spät nachmittags oder abends - aber diese hier habe ich Mittags bei bedecktem Himmel fotografiert.

Blutweiderich Lythrum salicaria

Fotosafari: Blutweiderich Lythrum salicaria

Der Blutweiderich ist den umgekehrten Weg gegangen wie die Nachtkerze. Der Blutweiderich war nämlich ursprünglich in Europa und Asien verbreitet - inzwischen aber wächst er als Neophyt auch in Nordamerika - dort freut man sich über ihn nicht und bekämpft ihn "biologisch" mit Rüsselkäfern (sagt Wikipedia). Der Blutweiderich mag es feucht und wächst an Ufern und überall da, wo es sumpfig ist. Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlinge (z. B. die Raupen vom Nachtpfauenauge) lieben die schönen lilafarbenen Blütenkerzen. Und ich auch - im Chiemgau sieht man sie von Juni bis September überall blühen.

Gemeiner Wasserdost Eupatorium cannabinum

Gemeiner Wasserdost - Eupatorium cannabinum

Auch diese Pflanze mag gerne feuchte Standorte - nämlich Ufer und feuchte Wälder. Ich fand den Wasserdost in der Nähe der Eggstätter Seenplatte. Der Wasserdost blüht von Juli bis August. Auch er ist eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge und Schwebfliegen (Schwebfliegen sind übrigens wichtige Nützlinge gegen Blattläuse).


Hinweis: Für die Richtigkeit der Namensangaben übernehme ich keine Haftung. Wer Pflanzen als Wildgemüse oder Wildkräuter sammelt, sollte ein guter Pflanzenkenner sein, denn bei einigen Pflanzen besteht Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen.


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