Mittwoch, 5. August 2015

Regenwasser sammeln zum Gießen

Regenwasser auffangen kann man
beispielsweise vom Kleingewächshausdach
(aufgenommen Kleingartenanlage Weihenstephan)
Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das ist nicht nur ein hilfreiches Rezept, vorbeugend Geld für Notlagen beiseite zu legen, es gilt auch für das Wasser, das man im Garten, Kleingewächshaus, Balkon- oder Terrassengarten bei Trockenheit zum Gießen benötigt.

Sammle in der Zeit, dann hast du in der Trockenheit

Regenwasser zu sammeln, damit man bei Bedarf genug zum Gießen hat, ist eine Maßnahme, wertvolles Trinkwasser aus der Leitung und Kosten zu sparen.

Sauberes Regenwasser ist für viele Pflanzen sowieso das beste Gießwasser - das wissen auch Kleingewächshausgärtner. Regenwasser kann pur oder als Verschnitt mit Leitungswasser verwendet werden. Gerade bei hartem Leitungswasser enthärtet eine Regenwasserbeimischung das Wasser und macht es verträglicher für kalkempfindliche Pflanzen (auch Zimmerpflanzen).

Regenwasser kann vom Gewächshaus- und/oder Wohnhausdach gesammelt werden, wobei Letzteres in der Regel im Privatbereich eine wesentlich größere Auffangfläche bietet.

Viele Gewächshausfirmen (-> Gewächshausherstellerverzeichnis) bieten Regenwassersammelrinnen für ihre Gewächshäuser an, die leicht an ein Fallrohr oder einen Schlauch angeschlossen werden können, der wiederum in ein Regenfass oder einen anderen Regenwasserspeicher geleitet wird.

Wesentlich ergiebiger als die Regenwassersammlung vom Gewächshäuschen im Garten ist das Sammeln von einem Wohnhausdach. Dafür gibt es spezielle Regenwassersammelanlagen mit Keller- oder Erdtank. Das gesammelte Wasser kann dann auch nicht nur zum Gießen, sondern auch als Brauchwasser (Toilettenspülung, Waschmaschine o. Ä.) genutzt werden.

Besonders nach längeren Trockenperioden befinden sich auf einer Dachfläche allerdings viel Staub und andere unerwünschte Ablagerungen aus der Luft. Damit das gesammelte Wasser möglichst wenig Verunreinigungen und Schadstoffe enthält, sollte mit dem Sammeln erst begonnen werden, wenn die Auffangflächen durch den ersten Regen abgewaschen und damit sauber sind. Hilfreich sind Regensammler mit automatischem Schmutzwasserablauf, die bei erstem leichten Nieselregen das Wasser abfließen lässt und nur bei stärkerem Regen (stromlos) auf Sammeln umschalten.

Auffangflächen und Regenrinnen sollten möglichst nicht aus Kupfer gefertigt sein, da Kupferteilchen durch Regenwasser herausgelöst werden können, was auf Dauer zu einer Anreicherung im Boden und als Folge zu Pflanzenschäden führen kann. Auch verzinkte Rohre können in dieser Hinsicht problematisch sein. Geeignetere Materialien sind Edelstahl, Kunststoff und Aluminium. Vorhandene Auffangflächen und Regenrinnen können nachträglich mit einer Schutzfarbe versiegelt werden.

Wie lange das gesammelte Wasser reicht und ob man damit auch eine längere Trockenzeit überbrücken kann, hängt vor allem vom Volumen der Sammelbehälter ab.

Kommentare:

  1. Interessant, wusste nicht, dass Kupferdachrinnen bedenklich sein können.

    lg kathrin

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  2. Ist natürlich eine Frage der Menge bzw. der Konzentration, ob Kupfer giftig wirkt. Aber saures Regenwasser löst beispielsweise mehr Kupfer aus Leitungen heraus als kalkhaltiges Leitungswasser es tun würde.

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  3. Hallo Eva,

    Wir haben auch ein solches Regenwasserverwertungssystem an unseren Hausdach. Gerade für den Garten ist dieses Wasser Gold wert, da somit auf natürliche Weise Wasser gespart werden kann. Für mich ist hier auch der Nachhaltigkeitsgedanke essenziell: Vielleicht haben wir hier in Österreich, Deutschland, etc. ausreichend Wasser zur Verfügung - in anderen Ländern sieht es aber weniger rosig aus.
    Aus diesem Grund achte ich darauf, sorgsam mit den Ressourcen der Natur umzugehen.

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  4. Sehr informative Seite ich leite das Regenwasser direkt von der Dachrinne in eine Wassertonne ab und benötige dadurch sehr selten Leitungswasser.

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