Mittwoch, 26. April 2017

Exotisches Fruchtgemüse selbst anbauen

Selbstversorger, Urban Gardener und (Hobby)Gärtner experimentieren gerne, deshalb möchte ich drei besondere Fruchtgemüse vorstellen, deren Anbau sich lohnt: die Birnenmelone Pepino, die Horngurke Kiwano und die Grüne Tomate Mexikos Tomatillo. Alle drei sind exotische Früchte, denn sie haben ihre Heimat in wärmeren Gefilden auf fremden Kontinenten und eignen sich für den Anbau im Kleingewächshaus sowie an geschützten, warmen Plätzen im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse.

Ich kenne diese exotischen Fruchtgemüsearten schon aus meiner Zeit in Weihenstephan, wo sie in der Kleingartenanlage und in Gewächshäusern des Instituts für Gemüsebau getestet und für gut befunden wurden: gut geeignet zum Anbauen und gut geeignet für die Küche und den Gaumen.

Birnenmelone, Pepino Solanum muricatum

Diese Pepinos wachsen in den Mund.
(fotografiert in Weihenstephan unter einem Dachvorsprung)
Die Experten erkennen es schon am botanischen Gattungsnamen Solanum: Die Pepino ist ein Nachtschattengewächs (Familie Solanaceae). Die aus Südamerika stammende Pflanze hat schönes dunkelgrünes Laub und auffällige Früchte, die in einer Blumenampel am besten zur Geltung kommen. Doch genauso kann man sie im Gewächshaus ein- bis dreitriebig an Schnüren nach oben leiten.

Die reifen Früchte duften und schmecken ähnlich wie Melonen – man kann sie Salaten, Obstsalaten oder Desserts beigeben oder einfach aus der Schale löffeln.

Von der Birnenmelone kann man Samen oder Jungpflanzen kaufen*.
Mehr zum Anbau der Birnenmelone bei www.gartensaison.de/garten/pepino.htm.

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Horngurke Cucumis metuliferus

Die Horngurke im Kleingewächshaus (fotografiert in Weihenstephan)

Die Horngurke ist ein einjähriges Kürbisgewächs mit dekorativen, "gehörnten“ Früchten, die auch noch vitaminreich sind. Sie sind auch unter der Handelsmarke Kiwano bekannt.

Ab Mitte April beginnt man mit der Pflanzenanzucht aus Samen* an einem geschützten, warmen, hellen Platz – nach den Eisheiligen werden sie in ein Gewächshaus oder an einen warmen, geschützten Platz im Freien gepflanzt.

An der einjährigen Kletterpflanzen gibt es männliche und weibliche Blüten. Sicherheitshalber pflanzt man mehrere Pflanzen zusammen, damit man am Ende genügend befruchtete weibliche Blüten und damit Horngurken-Früchte hat.
Mehr zum Anbau der Horngurke bei www.gartensaison.de/garten/neue-pflanzen.htm

Mit diesen exotischen Früchte als Tischdekoration wird jeder gedeckte Tisch zu einem Erlebnis. Sie sind lange haltbar, Geschmacklich liegen sie zwischen Zitrone und Banane und passen in Salate, Obstsalat oder Desserts.



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Tomatillo Physalis ixocarpa 

Die Tomatillo wird auch die Grüne Tomate Mexikos genannt. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen, wie auch Kartoffeln, die Gemüsearten Tomaten, Auberginen und Paprika. Besonders eng ist sie mit der Kapstachelbeere Physalis peruviana und der als Schnittblume beliebte Lampionblume Physalis alkekengi verwandt – wie man sieht gehören sie nicht nur zur gleichen Familie, sondern sogar zur gleichen Gattung (genannt Blasenkirschen, Physalis).

Die Tomatillo-Früchte wachsen in einem kleinen Lampion geschützt heran. 
Wie die Kapstachelbeere und die Lampionblume ist die Tomatillo-Frucht von einer laternenförmigen Hülle umschlossen, die die Pflanze aus dem Blütenkelch bildet. Die Früchte schmecken säuerlich würzig und passen gut in geschmortes Mischgemüse mit Tomaten, Zucchini und Paprika. Sie sind auch Bestandteil verschiedener mexikanischer Soßen (Salsas).

Tomatillopflanzen sind einjährig. Sie werden bis zu 2 m hoch und brauchen wie die Stabtomaten eine Stütze, sonst können sie bei Wind brechen.

Man kann Tomatillos als Samen oder als Jungpflanzen kaufen*. Ausgesät für die eigene Jungpflanzenanzucht werden sie spätestens im April, dazu benötigt man einen hellen, warmen Platz. Man kann sie im Mai nach den Eisheiligen in ein Beet oder auch in einem großen Kübel pflanzen – wichtig ist eine ausreichende Düngung und Bewässerung, sonst wird das Ernteergebnis mager.

Mehr zum Anbau und der Pflege von Tomatillos bei www.gartensaison.de/garten/tomatillo.htm.

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