Freitag, 19. Juli 2019

Kann man Tomatenfrüchte mit Braunfäule essen?

Wenn Tomatenpflanzen von der Kraut- und Braunfäule, einer Pilzkrankheit, befallen werden, werden Stängel, Laub und Tomatenfrüchte braun - in unterschiedlicher Reihenfolge. Kann man die Tomaten trotz brauner Flecken zu Soße verarbeiten? Was ist, wenn man die braunen Stellen ausschneidet? Was ist, wenn nur das Laub braun ist, die Früchte aber noch gut ausschauen?

Kraut- und Braunfäule - eine gefürchtete Krankheit an Tomaten

Tomaten von Pflanzen mit Kraut- und Braunfäule
sind nicht zum Verzehr zu empfehlen

Da päppelt man als Hobbygärtner oder Selbstversorger wochen- oder monatelang an seinen Tomatenpflanzen herum, freut sich, wie sie wachsen und gedeihen, doch dann - nach einer Regenphase oder nach starker Taubildung - schlägt plötzlich die tückische Kraut- und Braunfäulekrankheit zu: Es zeigen sich braune Flecken an den Stängeln, Blättern und Früchten der Tomatenpflanzen. Bald danach fangen sie dann an zu welken und sterben in kürzester Zeit ab.

Sind Tomaten von kranken Tomatenpflanzen (Braunfäule) essbar?


Manchmal sehen die Tomatenfrüchte teilweise noch ganz gut aus und es stellt sich die Frage, ob man die Früchte von befallenen Pflanzen verwerten kann, wenn man die braunen Stellen ausschneidet - beispielsweise für Suppen oder Soßen.

Die Antwort ist kurz und schmerzhaft: Leider nein, das ist nicht zu empfehlen!

Der Pilz Phytophthora infestans, der die Kraut- und Braunfäule-Krankheit verursacht, kann Giftstoffe (Mykotoxine) produzieren. Diese Pilzgifte sind hitzestabil und laut Deutscher Krebsgesellschaft krebserregend.

Durch das wasserhaltige Innere der Tomatenfrüchte muss man davon ausgehen, dass sich die Giftstoffe in der Frucht verteilen - braune Stellen auszuschneiden würde also gar nichts helfen. Und selbst wenn eine Tomatenfrucht an einer stark befallenen Pflanze symptomfrei ist, kann man nicht sicher sein, dass sie toxinfrei ist.

Ein Verzehr von befallenen Tomaten oder auch noch gut aussehende Tomaten von befallenen Pflanzen - egal ob roh oder gekocht - ist also nicht empfehlenswert.

Früchte von befallenen Pflanzen sollten auch nicht an Tiere verfüttert werden. Und wegen der Gefahr der Neuinfektion im nächsten Jahr gehören Tomatenpflanzen und Tomatenfrüchte, die Kraut- und Braunfäule haben, auch nicht auf den Kompost, sondern werden besser in die Biotonne gegeben.

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen Kraut- und Braunfäule ist ein sonniger Standort, an dem die Luft zirkulieren kann, mit Regenschutz. Mehr Tipps zur Verhinderung der Kraut- und Braunfäulekrankheit finden Sie hier:

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Kommentare:

  1. Vielen Dank fürs Freischalten meines Kommentares und für das Anmelden als regelmäßige Leserin meines Blogs. Wie Du siehst, bin ich auch nicht immer so schnell wie ich möchte, was die Betreuung meines Blogs betrifft. Ich habe daher vollstes Verständnis.

    lg kathrin

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  2. Ja, die Braunfäule hat mir letztes Jahr meine ganze Dachterassenernte zerstört. Hat mir richtig weh getan, die armen Pflänzchen zu entsorgen. Ich hoffe, dieses Jahr gelingt es mir besser.

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  3. Der viele Regen dieses Jahr macht es den Tomaten im Freiland leider schwierig.

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  4. Ganz vielen Dank für die Infos! Mein Bauchgefühl sagte mir an sich schon, dass Früchte von Pflanzen, die so unappetitlich aussehen auch tunlichst nicht gegessen werden sollten, aber ein wenig Hoffnung war da.
    Ich habe - trotzdem ich im norddeutschen Freiland gärtnere - früher Tomaten geerntet als die meisten, selbst angezogen im Februar. Leider nur einzelne. Jetzt hängen die Pflanzen voll mit kiloweise Tomaten und sterben ab. Was für ein Jammer!

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  5. Ich finde das auch logisch, denn alles was "verdorben" aussieht, auch madige Äpfel, sind nun mal nicht zum Verzehr geeeignet. Das mögen Menschen in absoluten Notlagen wie Kriegen so gehandhabt haben, normal und gut für uns ist das sicher nicht.

    Liebe Grüße
    Sara

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