Flechten sind symbiotische Verbindungen von Pilzen mit Algen oder Bakterien. Sie können Pflanzenteile überziehen, zapfen sie aber nicht an, denn alles, was sie brauchen, stellen sie selbst mit Fotosynthese her oder nehmen es über ihre Oberfläche auf (beispielsweise Regenwasser).
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| Flechten (hier an einer Kirsche) sind gerade jetzt im Spätwinter gut zu sehen |
Die Flechten selbst schaden also nicht. Aber manche treten da
recht stark auf, wo es feucht und lange schattig ist – und diese Konstellation
kann bei manchen Pflanzen das Auftreten mancher Pilzkrankheiten
wahrscheinlicher machen – also weniger die Flechten, sondern das Kleinklima kann ungünstig sein.
Sind Obstgehölze wie Johannisbeeren* oder Steinobst* mit
Flechten befallen, schadet ihnen das in der Regel nicht, aber man sollte sich das
Gehölz trotzdem mal daraufhin anschauen, ob man es etwas auslichten sollte, ob
es einen Verjüngungsschnitt vertragen könnte o. ä. Maßnahmen, damit es besser
durchlüftet wird (das schützt vor Pilzkrankheiten wie beispielsweise Monilia-Spitzendürre) und lange tragfähig bleibt. Wenn man den Eindruck hat, dass die Flechten überhand nehmen und beispielsweise die Knospenbildung behindern, kann man sie vorsichtig abschaben oder mit einer Bürste entfernten.
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Die Bedeutung der Flechten
Die ältesten Hinweise auf Flechten stammen von vor 600 Millionen Jahren (mehr dazu bei Wikipedia)! Die Flechten selbst können auch sehr alt werden, in Einzelfällen bis zu 4.500 Jahren. Nicht alle Flechten wachsen auf der Baumrinde, manche wachsen auf der Erde (sieht man oft im Gewächshaus) oder auf Gestein, andere wachsen als Epiphyten an den Bäumen.
Im hohen Norden sind Flechten in den Wintermonaten die Hauptnahrung der Rentiere. Sie finden sie noch unter dem Schnee. Andere Tiere, die sich von Flechten ernähren sind beispielsweise Elche, Schnecken, Milben und die Raupen des Flechtenbärchens. In Notzeiten haben auch Menschen schon auf Flechten zurückgegriffen. Manche Flechten werden darüber hinaus bis heute in der Homöopathie genutzt.
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Flechten sind Zeigerorganismen. Da sie empfindlich auf Luft- oder Regenverschmutzung reagieren, zeigt das Vorhandensein bestimmter Flechten an, in welchem Bereich genau der Schwefelgehalt der Luft liegt. Ist der SO2 höher als 170 µg/m3 treten gar keine Flechten mehr auf.
Man kann also gewissermaßen beruhigt sein, wenn man Flechten im Garten hat. Sie sind grundsätzlich ein gutes Zeichen.
Buchtipp
Wer die Flechten im Garten, Park oder im Wald genauer kennenlernen möchte, kann dies beispielsweise mit einem Buch über die Flechten Mitteleuropas*.
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Die ältesten Hinweise auf Flechten stammen von vor 600 Millionen Jahren (mehr dazu bei Wikipedia)! Die Flechten selbst können auch sehr alt werden, in Einzelfällen bis zu 4.500 Jahren. Nicht alle Flechten wachsen auf der Baumrinde, manche wachsen auf der Erde (sieht man oft im Gewächshaus) oder auf Gestein, andere wachsen als Epiphyten an den Bäumen.
Im hohen Norden sind Flechten in den Wintermonaten die Hauptnahrung der Rentiere. Sie finden sie noch unter dem Schnee. Andere Tiere, die sich von Flechten ernähren sind beispielsweise Elche, Schnecken, Milben und die Raupen des Flechtenbärchens. In Notzeiten haben auch Menschen schon auf Flechten zurückgegriffen. Manche Flechten werden darüber hinaus bis heute in der Homöopathie genutzt.
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7 comments:
Sehr liebevoll ausgearbeiteter Blog!
Tolle Bilder, tolle Texte! Sowas liest man doch gerne.
Mach weiter so!
Die v.g.Informationen waren für mich sehr hilfreich!
Die Information war sehr hilfreich für mich !
Danke für die hilfreiche Information
Starker Flechtenbefall schränkt die Rückknospung ein und schränkt die Vitalität somit doch ein.
Vielen Dank. Dann kann der Strauch ja stehen bleiben:)
Danke für die Info. Die einzige, die ich zu meiner Frage im Netz gefunden habe.
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