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Dienstag, 26. Februar 2019

Der Giersch muss weg (Buchvorstellung**)

Wer ist nicht schon an Giersch, Löwenzahn oder anderen im Garten weniger beliebten Kräuter verzweifelt und hat gedacht: Wenn doch nur das Gemüse auch so gut wachsen würde wie das Unkraut. Warum also nicht den Spieß umdrehen und aus solchen sich ausbreitenden Wildkräutern leckere Gerichte zubereiten. Schöne Beispiele zeigen Susanne Hansch und Elke Schwarzer in ihrem neuen Buch Der Giersch muss weg...*, das gerade im Verlag Eugen Ulmer erschienen ist.


Nicht jede Pflanze im Garten ist essbar und schmeckt. Es ist daher nicht zu empfehlen, Pflanzen nach Gutdünken abzuschneiden und eine Suppe daraus zu machen, um im Trend zu sein. Damit Sie wissen, was Sie tun, wann Sie es am besten und wie Sie es richtig tun, haben Susanne Hansch und Elke Schwarzer ihr Buch Der Giersch muss weg!: 28 Unkräuter bekämpfen oder einfach aufessen. 50 frische Wildkräuter-Rezepte* geschrieben. 28 wilde Kräuter, die sich gerne im Garten ausbreiten, werden darin in Text und Bild vorgestellt. Zu jedem gibt es interessante Informationen, Kennzeichen, an denen man die Pflanzenart erkennt, Erläuterungen, wie man sie entfernen oder am besten zum eigenen Vorteil nutzen kann. Zu jedem dieser "Unkräuter" gibt es ein bis zwei Rezepte, die sich sehr lecker anhören und auf den Bildern auch so aussehen, insgesamt sind es 50 Rezepte.
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Das Buch erfüllte in jeder Hinsicht meine Erwartungen. Es ist hübsch aufgemacht, der Umschlag sehr ansprechend, die Klappenbroschur verleiht ihm eine angenehme Griffigkeit und hebt die Wertigkeit. Tatsächlich findet man in den Klappen auch interessante Zusatzinformationen, beispielsweise mit welchen Pflanzen man die essbaren Unkrautpflanzen nicht verwechseln sollte und wie man sie von diesen unterscheidet.

Das Bild auf dem Cover ist ebenfalls sehr hübsch, hier hat mich aber etwas irritiert, dass die Blüten und die Blätter nicht von der gleichen Pflanze sind. Man erwartet Giersch. Die Blätter dürften auch vom Giersch sein, aber Giersch hat andere Blüten, er gehört wie die Möhre und Fenchel zur Familie der Doldenblütler. Ich bin mir nicht sicher, zu wem die weiß-gelben Körbchenblüten gehören und sowas kann mich den Schlaf kosten (Ist das Echte Kamille, Stinkende Hundskamille, Margerite oder was?). Aber das bin nur ich. Nachtrag vom Ulmer Verlag: Es sind Gänseblümchen. (Die Gänseblümchen vor meiner Terrasse haben gedrungenere Stiele, weshalb ich sie nicht als solche identifiziert habe :-)).

Mein Fazit zum Buch: Originelles Thema und witziger Titel, sehr ansprechend aufbereitet. Ich werde mit Sicherheit einige der Rezepte ausprobieren. Wirklich intensiv nutzen wird dieses Buch aber vor allem jemand mit einem größeren Garten und vielen verschiedenen Wildkräutern. Ansonsten ist es ein hübsches Coffeetable-Buch, ohne eines zu sein, denn das sind normalerweise teure, unhandliche Bildbände. Dieses hier liegt gut in der Hand, hat auch mehr Inhalt und passt gut in einen jungen/junggebliebenen GärtnerInnenhaushalt mit Aufgeschlossenheit für neue Ideen.

Der Giersch muss weg!:
28 Unkräuter bekämpfen oder einfach aufessen.
50 frische Wildkräuter-Rezepte
*
Susanne Hansch, Elke Schwarzer
Verlag Eugen Ulmer** (17. Januar 2019)
128 Seiten
Klappenbroschur
ISBN: 978-3-8186-0647-3






**Das Buch habe ich kostenfrei vom Verlag erhalten
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Dienstag, 22. Januar 2019

Gestalten und Gärtnern mit Pflanzen in Töpfen und Kübeln - für Blumenliebhaber, Nützlingsfreunde und Selbstversorger

Auf Balkon, Terrasse/Dachterrasse, im Eingangsbereich, zur Gestaltung besonderer Gartenbereiche und im Urban Gardening gärtnert man am besten in Töpfen, Kübeln, Blumenkästen, Spindeln, Ampeln, Pflanzkisten und anderen Pflanzbehältern. So bleibt man flexibel und kann trotzdem seine Gartenträume verwirklichen. Was man wissen sollte, damit gestalterisch und gärtnerisch auch alles nach Wunsch klappt, habe ich in ein Buch gepackt, das gerade beim Ulmer Verlag erschienen ist: Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*. Darin sind neben meinem Gartenbaufachwissen auch meine bald 40 Jahre Erfahrung als Hobbygärtnerin, die überwiegend in Kübeln und Kästen anbaut, enthalten.

 

Buchtipp für Blumenliebhaber genauso wie Selbstversorger: Gärtnern in Töpfen* - so klappt die Gestaltung und das Gärtnern

Vom Duftgarten auf dem Balkon, über den Kräutergarten neben der Outdoorküche auf der Terrasse bis hin zum Stauden- und Gehölzgarten in Kübeln auf einem Tiefgaragendach - mit Töpfen, Kübeln und anderen Pflanzbehältern kann man überall gärtnern, auch Anfänger! Auch Urban Gardening ist im Grunde ein Gärtnern in Töpfen, wenn man den Begriff "Töpfe" als Synonym für alle Arten von Pflanzgefäßen verwendet, also auch Pflanzkisten und Erdesäcke.

Die vielen Möglichkeiten des Gärtnerns in Pflanzgefäßen habe ich im Laufe von fast vier Jahrzehnten selbst ausprobiert. Schon während meines Studiums zur Gartenbau-Ingenieurin habe ich mit dem Gärtnern in Töpfen experimentiert - zuerst hauptsächlich mit Sommerblumen, mediterranen Kübelpflanzen, Kräutern und Tomaten, später mit ausgefallenen Obst- und Gemüsesorten und in den letzten Jahren zusätzlich mit winterharten Stauden und Gehölzen. Über viele meiner Erfahrungen habe ich in den letzten Jahren gebloggt. Nun sind mein Fachwissen und meine Erfahrungen in ein Gartenbuch geflossen.

In Gärtnern in Töpfen: Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*

  • stelle ich viele Möglichkeiten vor, die man mit einem Topfgarten hat, beispielsweise Blütenträume ausleben, ein Duftpflanzenparadies schaffen, Bienen, Schmetterlingen und Nützlingen helfen, einen Erntegarten auf kleinem Raum verwirklichen oder die künstlerische Leidenschaft austoben und anderes mehr,
  • gebe ich Gärtnerwissen zum richtigen Pflanzen, Bewässern, Düngen, Pflegen und Gesunderhalten von Sommerblumen, Stauden, Gehölzen, Kräutern, Gemüse und Obst in Töpfen und Kübeln weiter - natürlich umweltfreundlich,
  • zeige ich, wie man durch die vertikale Raumnutzung mehr Platz für Pflanzen schafft,
  • informiere über die verschiedenen Pflanzerden und Topfmaterialien,
  • erläutere die Frostfestigkeit der Pflanzgefäße,
  • liste Pflanzen für Bepflanzungen nach Jahreszeit sowie für Dauerbepflanzungen auf,
  • zeige, wie man einen persönlichen Gestaltungsstil entwickelt,
  • welche Wirkung man mit Solisten im Vergleich zum choreografierten Zusammenspiel von Pflanzen erzielt und vieles mehr.

Das Buch soll Anfängern den Einstieg ins Gärtnern in Töpfen (und anderen Pflanzbehältern) erleichtern, damit aus dem Funken eines ersten Interesses durch den Erfolg ein Feuer werden kann, und ich möchte fortgeschrittenere Hobbygärtner mit neuen Ideen zur Pflanzenauswahl und zur Gestaltung mit Pflanzen unterstützen.

Buchdaten im Überblick:

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8

Herzlichen Dank an den Ulmer Verlag in Stuttgart, der auch bei diesem Buch an mich und das Thema glaubte.


 
 
 

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Donnerstag, 2. August 2018

Feige 'Violetta' - neu in meinem Topfgarten

Seit dem Frühjahr 2018 teste ich die Feige 'Violetta' ("Bayernfeige") auf meiner Südterrasse. Der Feigenbaum steht in einem Terrakottakübel und gedeiht bisher prächtig. Die Alt-Früchte am Stamm reiften im Sommer und jede Menge neue wurden in der Krone gebildet. Ich konnte sie noch im gleichen Jahr ernten.

Feigenbaum im Kübel auf der Terrasse (Bayernfeige 'Violetta') mit der ersten reifen Feige am Stamm

Meine Terrasse liegt auf einem begrünten Tiefgaragendach vor einer Südwand - mit anderen Worten: Der Standort ist im Sommer heiß und trocken. Da dort alle wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Aubergine, Süßkartoffel und andere aber prächtig gedeihen, Rosmarin und Salbei direkt vor dem Fenster sogar ohne Schutz den Winter überleben, wollte ich gerne eine nicht zu empfindliche und nicht zu ausladende mediterrane Kübelpflanze zu meiner Topfpflanzen-"Squad" hinzufügen und diese auch draußen vor dem Fenster überwintern.

Gut geeignet schien mir die Feigensorte 'Violetta' auch Bayernfeige genannt. Sie soll bis -10°C und weniger frosthart sein, je nach Alter und ob mit oder ohne Schutz. Das müsste gerade so reichen. Und sollten kältere Nächte angesagt sein, würde ich Topf und Pflanze mit einem entsprechenden Schutz aus Vlies oder Noppenfolie versehen.

Was bisher geschah:

Als ich den Feigenbaum der Sorte 'Violetta' im Frühjahr von TOM-GARTEN* bekam, war er schon recht stattlich, hatte eine kleine Krone mit einigen großen Blättern und trug zwei Feigenfrüchte am Stamm. Ich pflanzte die Bayernfeige in den größten Terrakottakübel, den ich hatte, damit sie viel Erde als Wasser- und Nährstoffpuffer sowie als Wurzelschutz im Winter hat. Zudem sind Feigen eigentlich Tiefwurzler und das muss man im Topf vor allem am heißen Standort mit etwas mehr Substratvolumen ausgleichen.

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'Violetta' ist nun schon seit über drei Monaten da. Sie hat sich als sehr hungrig und durstig erwiesen, hat mein Gießen und Düngen aber mit vielen neuen Blättern und mit zahlreichen neu gebildeten Feigenfrüchten belohnt. Sie macht mich Gärtnerin also sehr froh und ich bin gespannt, ob ich die vielen neuen Früchte tatsächlich noch dieses Jahr (Termin laut Sortenbeschreibung von Tom-Garten ist Oktober-November) ernten kann.

Die vielen Feigenfrüchte wurden seit etwa Mai gebildet. 
Ab September färbten sich die neu gebildeten Früchte langsam rot. Im Oktober konnte ich die ersten ernten.
Geschmacklich fand ich die Früchte der 'Violetta' recht gut, aber nicht herausragend. Ich empfand sie als nicht so aromatisch und intensiv wie die Früchte, die ich beispielsweise als Kind auf den Balearen direkt vom Strauch gegessen habe - die Erinnerung ist allerdings schon sehr alt und hat sich vielleicht im Laufe der Jahre ein bisschen schöngefärbt.

Aufgeschnittene Feigenfrüchte - Sorte 'Violetta'
Feige 'Violetta': Austrieb Anfang April 2019 nach der ersten Überwinterung im Freien auf der Südterrasse


Nachtrag 2019: 
Der Feigenbaum 'Violetta' hat seinen ersten Winter draußen überstanden. Allerdings war der Winter mild und der Kübel stand direkt am Haus vor einer Südwand, jedoch ganz ohne Kronen- oder Kübel-Winterschutz. Die Feige hat im Winter alle Blätter abgeworfen und die noch unreifen Feigen fielen im Frühjahr ebenfalls ab.

Nach der Überwinterung im Freien entfaltete die Feige 'Violetta' 
im Frühjahr gesunde Blätter und Fruchtansätze.

Im Sommer nach der Überwinterung: Anfang Juni sind die ersten 
Früchte ausgewachsen und beginnen als nächstes mit der Färbung.

Buchtipp zum Gärtnern in Töpfen:
Gestaltungs, Bepflanzungs- und Pflegetipps für Pflanzen in Töpfen, Kübeln und Kisten auf Balkon, Terrasse, im Eingangsbereich und anderswo: Bepflanzungen nach Jahreszeit und/oder Dauerbepflanzungen - dekorative, duftende Pflanzen, Pflanzen für Schmetterlinge, Bienen und Nützlinge und/oder Arten/Sorten für Selbstversorgeranbau in Pflanzgefäßen.


Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Taschenbuch/Klappenbroschur, 128 S.,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8

 




 
 
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Samstag, 10. März 2018

Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten (Buchvorstellung**)

Inspirationen für die Gestaltung des eigenen Gartens kann man nie genug bekommen. Die Landschaftsgärtnerin und Autorin Martina Meidinger und die Fotojournalistin Evi Pelzer nehmen uns Leser mit ihrem Buch "Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten" an die Hand und zeigen uns 17 ausgewählte ländliche Gärten unterschiedlicher Gartenstile - von natürlich über romantisch und verspielt bis modern und elegant. Mein Fazit gleich vorab: Ein Buch, von dem man sich immer wieder gerne anregen lässt.


Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten - Buchcover mit Werbelink

Wie sehen die Gärten anderer zu verschiedenen Jahreszeiten aus? Was ist anderen (Hobby-)Gärtnern und Gartenbesitzern wichtig? Mit welchen Pflanzen, Gestaltungselementen und anderen Mitteln erreichen sie eine bestimmte Wirkung? Warum tun sie die Dinge so, wie sie sie tun? Was funktioniert nachhaltig und was nicht? Diese Fragen stellen sich viele und besuchen Gärten und ihre Besitzer an Tagen der Offenen Gartenpforten oder bei ähnlichen Aktionen.

Das Buch von Martina Meidinger und Evi Pelzer "Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten", erschienen im Callwey Verlag, öffnet für uns 17 Gartenpforten und stellt uns die Gärten vor. Dabei kommen auch deren Besitzer zu Wort - ihre Motive und Vorgehensweisen.

Der Aufbau des Buches orientiert sich am phänologischen Kalender, der das Jahr in zehn Phasen unterteilt. Jeder dieser Phasen ist beispielhaft ein Gartenporträt gewidmet. Die Bilder verdeutlichen, wie jede Jahreszeit ihren ganz eigenen Zauber haben kann. Und das Schöne: Die Gartenbesuche per Buch kann man jederzeit und so oft, wie man will, wiederholen!

Martina Meidinger ist Autorin und Redakteurin mit über 15 Jahren Erfahrung als selbstständige Gartengestalterin. Sie hält außerdem Vorträge und leitet Seminare rund um Garten und Pflanze.

Evi Pelzer ist freie Fotojournalistin und veröffentlicht Reportagen in renommierten Gartenmagazinen sowie in eigenen Gartenbüchern. Sie wurde mehrfach mit dem deutschen Gartenbuchpreis in der Kategorie Bester Bildband ausgezeichnet.

Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten*
Martina Meidinger und Evi Pelzer
Callwey Verlag**
1. Auflage 2017. 176 Seiten, 200 Farbfotos
25 x 28 cm, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7667-2253-9

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** Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag

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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Buchvorstellung "Das große Ulmer Biogarten-Buch"

Das große Ulmer Biogarten-Buch - Werbelink zu Amazon.de

Noch zehn Tage bis Weihnachten und ich Glückliche habe mein erstes Weihnachtsgeschenk schon bekommen: "Das große Ulmer Biogarten-Buch" von Brunhilde Bross-Burkhardt, gerade frisch im Ulmer Verlag** erschienen. Schon nach dem ersten Durchblättern kann ich sagen: Das Buch ist ansprechend und hat sowohl frisch gebackenen als auch erfahreneren Biogärtnern jede Menge zu bieten. Ein gelungenes Weihnachtsgeschenk!

Seit meinem Gartenbaustudium Anfang der 1980er Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Biogarten und dem ökologischen Anbau. Ich habe jede Menge eigene Erfahrung - wenn auch in den letzten Jahren vor allem in meinem Topfgarten auf der Terrasse - und natürlich alle wichtigen Bücher zum Thema gelesen. Natürlich liefert auch dieses Buch das Basiswissen für Einsteiger und Nachschlagemöglichkeiten für Fortgeschrittene. Was mir aber an diesem Biogartenbuch besonders gefallen hat, ist, dass darüber hinaus Aspekte unserer heutigen Zeit angesprochen werden, die nicht nur der Fachjournalistin und Autorin Dr. Bross-Burkhardt, sondern vielen Hobbygärtnern besonders wichtig sind:
  • Biogärtnern als Lebenshaltung, 
  • um Verbundenheit mit der Natur zu erleben und als 
  • Quelle für Lebensfreude,
  • Biogärtnern als Beitrag zum Naturschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt,
  • Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit (Sortenpflege),
  • Experimentierfreude.
Auch was die Nähe zum naturwissenschaftlich Begründbaren betrifft, fühle ich persönlich mich mit der Autorin ganz auf einer Linie.

Was das Buch sonst noch auszeichnet:
  • Nicht nur sind die Inhalte interessant, es ist auch schön bebildert, anschaulich illustriert und gut zu lesen.
  • Es ordnet den heutigen Bioanbau in eine Entwicklung ein und erläutert die Schnittstellen zu Permakultur sowie zu speziellen Bioanbauverfahren wie die der Biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.
  • Es gibt Beispiele für die Umsetzung in der Praxis - vom Urban Gardening bis zum großen Selbstversorgergarten.
  • Das Kapitel Biologischer Pflanzenschutz im Biogarten ist natürlich auch da 
  •  und so vieles mehr. 
 Am besten schauen Sie gleich selbst ins Buch - entweder beim Ulmer Verlag**, bei Amazon* oder im Buchgeschäft Ihrer Wahl. Für Online-Gucker: Einfach auf "Blick ins Buch" klicken. Der Ulmer Verlag hat im Vergleich zu Amazon die schönere Buchvorschau - und das sage ich nicht, weil dort auch die meisten meiner eigenen Gartenbücher* erschienen sind, sondern weil es wahr ist!

Das große Ulmer Biogarten-Buch*
Brunhilde Bross-Burkhardt
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2017
288 Seiten, 258 Farbfotos, 62 farbige Zeichnungen
ISBN: 3-8001-0868-2

Mein Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Gartenbuch für Hobbygärtner! Ich freue mich über die Bereicherung meiner Biogarten-Bibliothek.

** Danke an den Ulmer Verlag für das tolle Weihnachtsgeschenk
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Freitag, 25. August 2017

Schattenstauden: Die dunkle Seite Ihres Gartens (Buchvorstellung**)

Schattenplätze im Garten müssen keine tristen Orte sein, die man am liebsten vor den Augen anderer verbergen möchte. Katrin Lugerbauer zeigt in ihrem neuen Buch Schattenstauden: Die dunkle Seite Ihres Gartens*, das 2017 neu im Ulmer Verlag erschienen ist, wie man Plätze im Halb-, Voll- oder lichten Schatten mit den richtigen Pflanzengemeinschaften dauerhaft, pflegearm und sehr attraktiv bepflanzt.

Schattenstauden-Buchcover mit Werbelink zu Amazon.de


Ich habe viele Jahre lang Gärtner und Hobbygärtner beraten - im Fachhandel und in der Informationsstelle einer Versuchsanstalt an der FH Weihenstephan (heute Hochschule Weihenstephan Triesdorf) -, daher weiß ich, dass schattige Plätze vielen Menschen mit Garten oder Balkon Probleme bereiten - den einen, weil ihnen kaum Pflanzen einfallen, die man an einem beschatteten Standort mit wenig bis gar keiner Sonne pflanzen kann, den anderen, weil sie bereits Pflanzen alleine nach optischen Gesichtspunkten ausgewählt und gepflanzt haben und nun Hilfe brauchen, weil diese für den Standort ungeeigneten Pflanzen mickern, krank werden oder gleich eingehen. Sowohl Berater, als auch (Hobby-)Garten- und Balkongestalter dürfen sich freuen, denn Katrin Lugerbauer zeigt in ihrem neuen Buch anschaulich und verständlich, wie Schattenplätze schön und nachhaltig mit Stauden (und Gehölzen) gestaltet werden können.

Über das Buch
Mein Interesse an Schattenstauden: Die dunkle Seite Ihres Gartens* war vom raffinierten Titel und der unkonventionellen Einbandgestaltung geweckt. Als jemand, die Lesen als Gelegenheit nutzt, es sich auf der Couch seitlich liegend gemütlich zu machen, kommt mir das Flexcover entgegen, da die Bücher dadurch etwas leichter sind. Doch letztendlich kommt es bei jedem Buch auf den Inhalt an.

Lugerbauer setzt in Fortführung der standortgerechten Staudenverwendung nach William Robinson und Karl Foerster auf natürlich wirkende Pflanzengemeinschaften, deren Mitglieder miteinander und mit dem jeweiligen Standort gut zurechtkommen, so dass später auch nur wenig Pflegeaufwand anfällt.

Dabei kombiniert sie Blüten- und Blattschmuckpflanzen mit unterschiedlichem Wuchs, Farben und Formen zu einem harmonischen und relativ pflegeleichten Ganzen. Die überwiegend selbst gemachten Fotos ihrer eigenen Schattenbeete im Buch beweisen, wie gut und nachhaltig ihr das gelingt. Man wünscht sich so einen Platz im eigenen Garten, an dem man sich an heißen Sommertagen erfrischen kann.

Lugerbauers Erfolgsgeheimnis ist die genaue Beobachtung des Standorts verbunden mit dem Wissen über möglicherweise geeignete Pflanzen. Sehr einfühlsam geht sie im Buch
  • sowohl auf die unterschiedlichen Standorte von Halbschatten, lichtem Schatten und Vollschatten ein - die sich nicht nur durch den Faktor Licht voneinander und von sonnigen Standorten unterscheiden können, sondern auch hinsichtlich Boden (natürlicher Mulch durch Blattfall, Humus- und Säuregehalt des Bodens), Kleinklima (Temperatur im Tages- und Jahresverlauf, Luftfeuchtigkeit im Bestand und Ähnliches mehr),
  • als auch auf die Pflanzen, ihre Heimat und ihre Bedürfnisse - Beispiel: Eine Pflanze, die gewohnt ist, im Gebirge unter Schnee zu überwintern, packt den Kahlfrost, der in der Ebene auf eine Wärmeperiode folgen kann, eher nicht - oder nicht ohne Schutzmaßnahmen des Menschen.
Im Buch gibt es zahlreiche Pflanzenlisten für die verschiedenen Schattensituationen zum Nachschlagen, darüber hinaus Bepflanzungsbeispiele/Pflanzengesellschaften für die verschiedenen Standorte mit mehr oder weniger Schatten sowie Tipps für die Gestaltung und Pflege solcher Beete.

Zum Schluss führt Lugerbauer den Leser durch das Jahr der Schattenpflanzen - von den ersten Frühlingsboten, über die Hauptblütezeit, bis zur Herbstfärbung und den Winter. Und da die Beschäftigung mit Schattenstauden anscheinend zu einer Sammelleidenschaft führen kann, nennt sie in einem kleinen Special am Ende noch ein paar Pflanzenschätze für Sammler.

Mein Fazit: Ein interessantes Lese- und praktisches Nachschlagebuch für jeden, der sich mit Schattenstauden beschäftigen oder mehr oder weniger beschattete Standorte dauerhaft und nachhaltig mit Pflanzen gestalten möchte. Vor allem (zukünftigen) Beratern (beispielsweise in Gartencentern), (angehenden) Gartengestaltern, Gartenarchitekten uned Galabauern, die mit der standortgerechten Staudenverwendung an beschatteten Standorten noch nicht so vertraut sind, möchte ich es ans Herz legen. Sehr empfehlenswert!

Über die Autorin
Katrin Lugerbauer ist Geographie- und Deutschlehrerin, aber Natur und Gärten waren immer ein wichtiger Teil ihres Lebens. Seit Jahren gestaltet und betreut sie Staudenbeete an mehreren Standorten in Österreich, wobei es ihr die Schattenbeete besonders angetan haben. Ihre Freude an der Pflanzenvielfalt und ihre Erfahrungen in der Beetgestaltung teilt sie in Gartenbüchern, Fachmagazinen für Pflanzenliebhaber und in ihrem Blog hardy-geranium.blogspot.de.

Über den Verlag
Der Ulmer Verlag** ist seit 150 Jahren und in 5. Generation ein Fachverlag für Gartenbau und Landwirtschaft. Er ist Arbeitgeber für 150 Menschen, bietet derzeit 1.600 lieferbare Bücher (gedruckt und digital) zu Pflanze und Tier an und bringt 25 verschiedene Monats- und Wochen-Zeitschriften heraus. Unter den Büchern sind auch Schulbücher für Auszubildende und Lehrbücher für Studierende, unter den Fachzeitschriften sowohl solche für die gärtnerische und landwirtschaftliche Berufspraxis, als auch solche für Hobbygärtner und Heimtierhalter - wobei die einen gerne bei den anderen mitlesen und umgekehrt.

Schattenstauden: Die dunkle Seite Ihres Gartens*
von Katrin Lugerbauer
Ulmer Verlag**, Stuttgart 2017
168 S., 137 Farbfotos, 8 Zeichnungen,
Maße: 24,5 x 1,7 x 25 cm, Flexcover
ISBN 978-3-8001-0831-2

* Werbelink
** Ich habe vom Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten.


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Sonntag, 13. August 2017

Gemüse und Blumen aus eigenem Saatgut: Samen vermehren und erhalten (Buchvorstellung**)

Vor ein paar Wochen ist Gemüse und Blumen aus eigenem Saatgut: Samen vermehren und erhalten* von Heidi Lorey vom Ulmer Verlag herausgebracht worden. Ein schönes Buch für Einsteiger, die selbst Saatgut von ihren eigenen Pflanzen gewinnen möchten.

Saatgut selbst zu vermehren, macht Spaß, spart Geld und man kann sich damit aktiv daran beteiligen, alte oder regionale Sorten zu erhalten. Das, was man an Geld beim Sameneinkauf spart, kostet allerdings die Zeit, sich ein wenig Wissen anzueignen, sowie etwas Platz und zusätzlichen Aufwand, um das Erlernte umzusetzen. Was das Wissen betrifft, hilft Heidi Lorey mit ihrem Buch Gemüse und Blumen aus eigenem Saatgut: Samen vermehren und erhalten* dem Einsteiger bei seinen ersten Schritten.

Gemüse und Blumen aus eigenem Saatgut - Werbelink zu Amazon.de
Das Buch ist ein Klappenbroschur - d. h. der Umschlag fühlt sich kräftiger und wertiger an, als es bei einem normalen Taschenbuch der Fall ist, und ist vorne und hinten ausklappbar. Die Klappen kann man als Lesezeichen nutzen, sie stimmen mit Bildern auf das Thema ein und enthalten wertvolle Tipps - letzere in diesem Fall zu Verwandtschaftsverhältnissen von Pflanzen, zu Selbstbefruchtern und Fremdbefruchtern, zur Keimfähigkeit von Saatgut und sie enthalten auch einen Arbeitskalender für den samengewinnenden Hobbygärtner.

Das Buch ist reich bebildert und das Layout ist sehr ansprechend - es vermittelt strukturierten Zugang und Freude am Thema. Inhaltlich gliedert es sich in einen einleitenden Teil, der das nötige Basiswissen vermittelt, einen großen Mittelteil mit Anleitungen und Steckbriefen für viele Gemüse- und Blumenarten von A bis Z sowie einen abschließenden Serviceteil.

Die Autorin Heidi Lorey ist eine Frau vom Fach: Sie ist ausgebildete Zierpflanzengärtnerin, hat einen Abschluss als Gartenbau-Ingenieurin und einen Doktortitel, den sie sich im Bereich Pflanzenzüchtung erarbeitete. Heute ist sie als Gartenjournalistin, Buchautorin und Referentin tätig.

Mein Eindruck
Ich bin ein Fan von Klappenbroschur und auch das Layout ist ganz nach meinem Geschmack. Das Buch ist für Einsteiger verständlich geschrieben und lässt sich gut lesen. Sehr schön finde ich, dass es zu jeder Pflanze neben der Anleitung in Form von Texten und Bildern auch eine Übersichtstafel, den eigentlichen Steckbrief, gibt. Hier findet man die wichtigsten Informationen auf einen Blick, darunter die Zuordnung zu einer Schwierigkeitsstufe. Ich hätte mir im allgemeinen Teil lediglich noch ein paar Informationen über die verschiedenen Bestäuber und ihre Bedeutung (auch Käfer, Ameisen, Schwebfliegen, Tag- und Nachtfalter etc. sind Bestäuber), über die künstliche Bestäubung sowie Tipps zur Isolierung von Pflanzen, um ungewollte Bestäubung zu vermeiden, in der Hobbygärtnerpraxis gewünscht.

Mein Fazit
Ein schönes, ansprechendes Buch, das dem Hobbygärtner den Einstieg in die Saatgutvermehrung leicht macht.

Gemüse und Blumen aus eigenem Saatgut: Samen vermehren und erhalten*
Heidi Lorey
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart 2017
144 Seiten
ISBN-13: 978-3-8001-5857-7

** Ich habe das Buch vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen - nicht, um eine Rezension anzufertigen, sondern als Muster für ein schönes Buchprojekt, das wir vielleicht zusammen anpacken wollen.


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Samstag, 24. Juni 2017

Mein Bienengarten (Buchvorstellung**)

Vor Kurzem ist „Mein Bienengarten“ von Elke Schwarzer im Verlag Eugen Ulmer erschienen. Gartenbesitzer und andere Hobbygärtner, die etwas für Hummeln, Honig- und Wildbienen tun möchten, erhalten viele interessante und hilfreiche Informationen zur Lebensweise der verschiedenen Arten dieser Nützlinge und wie sie sie mit dem richtigen, bunten Bienenweideangebot jeweils unterstützen können. Ein sehr schönes Buch, inspirierend und zum Nachschlagen.

Hummeln, Honig- und Wildbienen haben es schwer dieser Tage: immer weniger Futterpflanzen und Verstecke in einer scheinbar perfektionierten, in Wirklichkeit aber eindimensionalen Landwirtschaft, wie sie leider von vielen konventionellen Landwirten praktiziert wird. Da gibt es oft keine vernetzte Vielfalt, kein Fördern der „Player“ eines lebendigen, funktionierenden Ökosystems. Da gibt es nur noch Nutzpflanzen und den unnötigen Rest, der weggespritzt werden kann oder auf den man zumindest keine Rücksicht nehmen muss. (Ein kleiner Gedankenflug: Als ich in den 1980er Jahren Gartenbau studierte, da glaubten viele in unserer kleinen Ökoclique, dass sich die wissenschaftliche Erkenntnis bald durchsetzen würde, dass unsere Natur deshalb stark ist, weil sie in viele Richtungen vernetzt und nicht eindimensional ist, und dass wir Menschen langfristig erfolgreicher sein werden, wenn wir mit der Natur und nicht gegen sie arbeiten, dass auch wir in Vernetzungen denken müssen. Doch solange die Kosten für Umweltschäden nicht von den Verursachern getragen werden müssen, werden sich die Eindimensionalen und ihre Vorstellungen von der Welt halten können und wir alle müssen dafür bezahlen.).

Jedes Bienchen hat seine Lieblingsblümchen
Ein sehr schönes Buch zum Thema, welche Bienen man mit welchen Pflanzen unterstützen kann, bekam ich heute per Post – eigentlich als eines von zwei Beispielbüchern für ein Buchformat, das eventuell für ein neues, gemeinsames Buchprojekt infrage kommt - aber ich bin vom Format und von beiden Büchern so begeistert, dass ich mich entschlossen habe, sie in meinem Gartenblog kurz vorzustellen, heute das Buch „Mein Bienengarten“.

Elke Schwarzer, die Autorin von „Mein Bienengarten“, ist Diplom-Biologin und kennt sich mit Pflanzen und Insekten in einem Naturgarten, zu dem sie auch ihren Reihenhausgarten gemacht hat, aus. In ihrem liebevoll ausgestatteten Buch porträtiert sie die nützlichen und schönen Brummer und Summer und ihre Lieblingspflanzen in Wort und Bild. Keine Angst, es geht nicht darum, ein paar Brennnesseln und den Giersch stehen zu lassen und schon sind alle Gartennutzer zufrieden. Die meisten der Hummel- und Bienenweidepflanzen sind ausgesprochen schöne Blühpflanzen für den Garten. Da macht schon das Durchblättern des reich bebilderten Ratgebers Spaß. Meine neidlose Bewunderung für die Autorin wuchs noch einmal, als ich sah, dass sie fast alle der wunderbaren Fotos selbst gemacht hatte.

Fazit: Ein Buch, das Lust auf das Gärtnern mit der Natur macht und viel Wissenswertes zu Hummeln, Honig- und Wildbienen sowie ihren bevorzugten Futterpflanzen in Porträts vermittelt. Mir gefällt nicht nur der Inhalt, sondern auch die Größe und die ganze Aufmachung - und ich liebe die Klappdeckel, die man wie Lesezeichen nutzen kann.

Mein Bienengarten*
Bunte Bienenweiden für Hummeln, Honig- und Wildbienen
Elke Schwarzer
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart 2017
128 Seiten
ISBN-13: 978-3-8001-0870-1

* Werbelink
** Das Buch wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt

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Sonntag, 1. Januar 2017

Mit der Kräuterfee durchs Jahr - Buchvorstellung**

Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte können die Ernährung bereichern, zur Gesundheitsvorsorge und Linderung von Krankheitssymptomen beitragen und/oder für die eigene Herstellung von Kosmetik verwendet werden. Elisabeth Maria Mayer gibt in ihrem neuen Buch „Mit der Kräuterfee durchs Jahr“, das dieser Tage im Leopold Stocker Verlag erschienen ist, einen Einblick in ihr persönliches Wildpflanzenjahr.

Mit der Kräuterfee durchs Jahr* vom Stocker Verlag**

Drei Dinge sind mir an dem Buch sofort sehr positiv aufgefallen. Erstens: Das Format ist mit 22 x 22 cm zwar ungewöhnlich, aber wegen des ansprechenden Hardcovereinbands wirkt das Buch hochwertig und gibt auch ein schönes Geschenk ab. Zweitens: Da gibt es gleich zu Anfang im Buch eine Tabelle mit Übersetzungen der typisch österreichischen Ausdrücke wie Palatschinken für Pfannkuchen oder Karfiol für Blumenkohl. Und drittens: Das Buch ist nach Jahreszeiten gegliedert - da weiß man gleich, wonach man zu welcher Jahreszeit Ausschau halten kann, um die interessanten Verarbeitungsideen anzuwenden.

Vom Sammeln der ersten zarten Blättchen im Vorfrühling bis zur Ernte von Früchten im Herbst stellt die Autorin über 100 ihrer liebsten Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte vor. Dabei geht sie weniger auf die Pflanzenbeschreibung ein als auf die mögliche Verwendung der Pflanzen sowie die ihr nachgesagten Wirkungen. Die Autorin verrät ihre besten Rezepte für den kulinarischen Genuss (beispielsweise Suppen, Strudel, Brote, Säfte und Konfitüren; interessant sind auch ihre Meinung und Zubereitungstipps zu Smoothies) sowie für Gesundheit (Salben, Tinkturen und Elixiere) und Kosmetik (Lippen-, Haar und Hautpflege).

Sehr positiv finde ich auch das ausführliche Inhaltsverzeichnis - beim Lesen freut man sich schon auf die Rezepte und sonstigen Informationen im Buch.

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit macht das Schmökern im Buch großen Spaß. Die zahlreichen Anregungen und Zubereitungstipps haben mir gut gefallen und machen Lust auf Ausprobieren.

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Noch praktischer für die Nutzung des Buches im Alltag wäre allerdings, wenn es zu jeder besprochenen Pflanze ein Bild und zusätzlich zu den textlichen Informationen eine Art Mini-Steckbrief gäbe mit Informationen, welcher Pflanzenteil zu welcher Jahreszeit wofür und wann genutzt werden kann - oder alternativ eine Übersichtstabelle für alle Pflanzen am Anfang oder Ende des Buches. Außerdem bin ich ein Freund von Stichwortverzeichnissen - das hat mir ein bisschen gefehlt.

Mein Fazit: ein schönes Buch voller Informationen, Tipps und Rezepten für Wildpflanzenverwender, die die Wildpflanzen allerdings schon ein wenig kennen sollten oder ein gutes Bestimmungsbuch haben.

Die Autorin

Elisabeth Maria Mayer ist Landschaftsökologin und Landschaftsplanerin und betreut den Traumgarten Tannberg in Oberösterreich. In diesem Refugium für Wildpflanzen, Kräuter und Tiere finden Kochworkshops, Gartenführungen und Gartentage statt. Im Leopold Stocker Verlag sind von ihr bereits „Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“, „Noch mehr Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“ und „Die besten Wildfruchtrezepte" erschienen.

Das Buch

Mit der Kräuterfee durchs Jahr*
Wildkräuter, Früchte, Blüten und Pilze für Genuss, Gesundheit und Kosmetik
Elisabeth Maria Mayer
Leopold Stocker Verlag**
191 Seiten, durchgehend farbig bebildert
ISBN 978-3-7020-1610-4



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Freitag, 16. September 2016

Chili und Paprika - Gemüse des Jahres 2015/2016

Chili, Paprika und ihre Verwandten zeigen im Spätsommer und Herbst ihre schön glänzenden Früchte in leuchtenden Farben. Es gibt sie in vielen Arten und Sorten - von mild und saftig, über würzig pikant bis fruchtig und höllisch scharf.


Chili und Paprika wurden vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) zum "Gemüse des Jahres 2015/2016" in Deutschland ernannt. Damit soll auf die besondere gemeinsame Kulturleistung aufmerksam gemacht werden. Aus den fünf wichtigsten Arten der Gattung Capsicum wurden nämlich Tausende ganz unterschiedliche Sorten entwickelt. Begonnen haben damit schon vor Tausenden von Jahren die Ureinwohner Mittel- und Südamerikas; seit Kolumbus die neue Welt "entdeckt" hat und die scharfen Früchte ihren Weg in fast alle Küchen gefunden haben, wird die Züchtung weltweit fortgesetzt.

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