Mittwoch, 17. Dezember 2014

Mit 'Crimson Crush' wurde die angeblich erste wirklich braunfäuleresistente Tomatensorte gezüchtet

Die Kraut- und Braunfäule Phytophtora infestans ist die schlimmste Bedrohung für Tomaten im Hausgarten - jedenfalls für die, die im Freien ohne Regenschutz angebaut werden. Es gibt im Handel bisher zwar robuste Sorten, aber keine, die tatsächlich genetisch resistent sind.

Acht Jahre lang haben Simon Crawford, einer der führenden Züchter Großbritanniens, und der Doktorand James Stroud von der Bangor Universität geforscht und entwickelt, bis sie die Resistenzgene PH2 und PH3, die sie bei nur einer von vielen untersuchten Tomaten gefunden hatten, erfolgreich eingekreuzt hatten.

'Crimson Crush', die neue und angeblich erste tatsächlich braunfäuleresistente Tomatensorte, soll ab 8. Januar 2015 bei Sutton Seeds in Großbritannien als Steckling für den stolzen Preis von £7.99 (10,22 Euro) erhältlich sein.

Mehr über Kraut- und Braunfäule
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Sonntag, 2. November 2014

Huch: Meine dunkellaubige Süßkartoffel hat weiße Knollen!

Süßkartoffel Ipomoea batatas ´Sweet Caroline Purple´ im Kübel auf der Südterrasse - Erfahrungen und Ernte 2014.

Bei uns im Supermarkt sind die dicken, länglichen Knollen der Süßkartoffel zwar noch kritisch beäugte Exoten, aber weltweit gesehen ist die Batate Ipomoea batatas eine bedeutende Nutzpflanze. Von ihrer Heimat Mittelamerika aus eroberte sie den amerikanischen Kontinent, wurde in die Südsee, nach Afrika und Europa gebracht und auch anderswo auf der Welt eingeführt. Inzwischen ist die Volksrepublik China laut. Wikipedia der größte Anbauer weltweit.
Mit der Kartoffel hat die Süßkartoffel - von der botanischen Systematik her betrachtet - wenig gemeinsam, denn sie gehört zu den Windengewächsen, während die Kartoffel ein Nachtschattengewächs ist. Aus diesem Grunde können von der Batate nicht nur die unterirdischen Speicherwurzeln, die "Knollen", gegessen werden - z. B. in Scheiben geschnitten und gebraten -, sondern auch die Blätter. Bei Kartoffeln dagegen sind die Blätter wegen des enthaltenen Solanins giftig.

Meine Süßkartoffel Ipomoea batatas ´Sweet Caroline Purple´
Als ich herausfand, dass es bei den Süßkartoffeln auch solche mit dunklem Laub gibt und diese Sorten dann auch lavendel- bis violettfarbig blühen können, wollte ich unbedingt eine solche im Kübel auf meiner Terrasse anbauen. Zwar möchte ich keinen rein schwarzen Garten oder Topfgarten, aber dunkellaubige Pflanzen oder solche mit dunklen Blüten oder Früchten beleben eine Pflanzengesellschaft - nicht nur im Staudenbeet, sondern auch im Gemüsegarten, gemischten Balkonkasten oder Topfgarten.

Gefunden habe ich die Süßkartoffel Ipomoea batatas ´Sweet Caroline Purple´ dann als "Blattschmuckpflanze" bei Olerum - das ist der Verband Deutscher Garten-Center (olerum.de). Sie schien allen meinen Wünschen zu entsprechen. Anfang Mai 2014 habe ich eine Jungpflanze bestellt und sie innerhalb weniger Tage erhalten. Ich pflanzte die gesunde, kräftige Pflanze in einen großen Kübel mit Bioerde und einem Rankgitter im hinteren Topfteil und harrte der Dinge, die da kommen sollten.

Die Pflanze ist im Laufe des Sommers sehr gut gediehen. Sie bekam Wasser nach Bedarf und wurde von mir gelegentlich mit einem pflanzlichen, organischen Gemüsedünger gedüngt.

Die fleischigen Triebe sind zwar im Vergleich zu den Trieben von Stangenbohnen eher langsam gewachsen, aber die Pflanze wurde schnell dichter und üppiger. Sie ließ sich allerdings nur durch Aufbinden dazu bringen, an einem Gitter ein wenig in die Höhe zu wachsen. Das tief gelappte, dunkelgrüne bis auberginefarbige Laub war aber auch als Kübel-/Bodendecker sehr attraktiv.

Auf meiner trocken warmen Südseitenterrasse traten keinerlei Krankheiten oder Schädlinge auf. Auch Ende Oktober wirkte die Pflanze noch frisch und gesund. Blüten entwickelte sie leider nicht. 

Ist doch schön, wenn eine Pflanze nicht nur optisch was hermacht, sondern auch etwas zum Speisezettel beiträgt.
Geerntet habe ich am 1. November, weil ich zu neugierig geworden war, was da die Erde von unten leicht aufwölbte. Tatsächlich fand ich beim Graben einige Knollen. Und Überraschung: Die Knollen meiner Süßkartoffelpflanze sind nicht orange, rot und/oder braun wie die im Supermarkt oder die von den grünlaubigen Pflanzen, sondern durch und durch schneeweiß! Jetzt verstehe ich auch, warum einer der vielen Namen der Batate "Weiße Kartoffel" lautet. Allerdings gehört die Süßkartoffel Ipomoea batatas ´Sweet Caroline Purple´, so viel ich weiß, nicht zu den Sorten, die zur Nahrungsmittelproduktion angebaut wird.
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Grünlaubige Süßkartoffel*
  

Übrigens war die Erde in besagtem Kübel am Ende der Kultur in bestem Zustand, schön locker und ohne jede Ablagerungen, so dass man sie auch nächstes Jahr wieder verwenden kann. Wegen der lockernden Wirkung und weil keine andere unserer Nutzpflanzen zu den Windengewächsen gehört, passt die Süßkartoffel sehr gut zur Erweiterung der Fruchtfolge.

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Tischbeet mit Ablageboden*
 
Gelagert wird die Batatenknolle wie eine Kartoffel: kühl und dunkel. Ein bis zwei Knollen werde ich wohl braten, die anderen aber kühl lagern und später für das nächste Jahr vorziehen. Da möchte ich ausprobieren, wie sich die Süßkartoffel mit einer in die Höhe wachsenden Pflanze in einem Kübel verträgt - denn bei wenig Platz muss man auch die Vertikale ausnutzen.

Dünne Scheiben Süßkartoffel in der Pfanne angebraten und
mit Salz und Pfeffer gewürzt. Sehr lecker!
Nachtrag: Verwertung und Geschmack
Geschmeckt haben meine Süßkartoffeln sehr gut. Ich habe sie mit dem Kartoffelschäler geschält, in dünne Scheiben geschnitten und diese in Olivenöl in der Pfanne angebraten. Dann etwas Salz und Pfeffer drauf und schon war das Gericht fertig.

Geschmacklich habe ich kaum einen Unterschied zu einer guten, aromatischen Kartoffelsorte wahrgenommen. Meine "Chips" waren vielleicht ein klein wenig fester. Ich könnte mir vorstellen, dass etwas Rosmarin beim Braten gut dazu gepasst hätte, aber ich wollte beim ersten Probierversuch möglichst viel vom Eigengeschmack mitbekommen und schon das Olivenöl beeinträchtigt das Geschmackserlebnis - ich hatte nur kein neutrales Öl da.

Ich erhielt/fand weitere Tipps und Rezepte zur Verwertung:

  • japanisch: Süßkartoffel in Scheiben in Sesamöl anbraten , servieren mit Radieschenlaub
  • thailändisch: gebacken als Beilage zu Thai-Curry
  • amerikanisch (traditionelle Thanksgiving-Beilage): Süßkartoffel als süßes Pürree oder süßen Auflauf (mit braunem Zucker oder Ahornsirup und Butter, eventuell Nüssen oder Erbsen)
  • mexikanisch: Süßkartoffel mit Rinderhackfleisch, Zucchini, Paprikaschoten, Zwiebel, Erdnussbutter und Zimt
  • vegetarisch: pikanter, überbackener Gemüseauflauf mit Süßkartoffel, Lauch, Zucchini, Kurkumagewürz etc.
  • vegetarisch: Süßkartoffel-Gratin mit Walnüssen, Thymian, Sahne, Chili, Muskat und Käse
Wie aus unserer Speisekartoffel, die ursprünglich auch aus dem südlichen Amerika stammt, kann man auch aus der Süßkartoffeln viele interessante Gerichte zubereiten.

Mein Fazit: Durchaus empfehlenswert!

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Donnerstag, 28. August 2014

Gräser im Staudenbeet und im Topfgarten

Sie stehen für Eleganz, Leichtigkeit und Transparenz, für mich persönlich aber auch für Puscheligkeit, Weichzeichnung, manchmal für Aufhellung eines Bereichs oder Hintergrunds und im Falle von dunklen Gräsern für mehr Tiefe und Geheimnis. Ziergräser erweitern die Möglichkeiten der Beetgestaltung mit Stauden jedenfalls enorm - wobei sie selbst auch Stauden sind, d. h. sich jedes Jahr aus dem Wurzelstock heraus erneuern.
Gräser werden im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt.

Wunderschöne Staudenkombinationen mit (und ohne) Gräsern
kann man in den Weihenstephaner Gärten entdecken.
Man beachte auch die Wirkung von eingestreuten Pflanzen
mit fast schwarzem Laub oder sehr dunklen Blüten

In Büchern und im Sichtungsgarten Weihenstephan habe ich über die Jahrzehnte wunderschöne Staudenkombinationen mit Gräsern wie Chinaschilf (Miscanthus-Arten), Lampenputzergras (Pennisetum-Arten) und vielen anderen Ziergräsern bewundert, sodass ich sie trotz meines wenigen Platzes zuhause auch unbedingt ausprobieren wollte. Als ich 2012 ein kleines Staudenbeet mit "Prairieflair" auf dem Tiefgaragendach anlegte, bekamen auch ein paar Ziergräser einen Platz im Beet, andere in Kübeln. Hier nun einige meiner Erfahrungen mit Ziergräsern auf kleinem Raum nach zwei Jahren.

Das Staudenbeet liegt direkt vor der Südseite eines Wohnhauses. Die Erdauflage auf dem Dach beträgt nur wenige Zentimeter und zwischen Erde und Dach ist eine Trennschicht aus Kiesel und Schutzvlies. Alle Gräser wurden im Herbst 2012 gepflanzt. Schwach wachsende Gräser habe ich direkt in die Erde gesetzt, bei stärker wachsenden habe ich Schutzmaßnahmen ergriffen.

Regenbogenschwingel als fluffige Polster im Staudenbeet 
Im Frühjahr, wenn die Sommerstauden noch im Boden Kraft für den Austrieb sammeln, füllen schon mehrere Regenbogen-Schwingel Festuca amethystina zusammen mit Frauenmantel die Lücken zwischen den Frühlingsblühern im Staudenbeet und schützen den Boden so vor Verschlämmung, Austrocknung und Verunkrautung. Nach ein paar Jahren ging der Regenbogenschwingel jedoch ein - er wurde vermutlich im Sommer zunehmend von den anderen Stauden unterdrückt.



Regenbogenschwingel hübscht das Beet im Frühjahr auf
Im Sommer wurden die niedrigen Gräser in diesem Beet von Duftnessel Agastache, Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus', Prachtkerze Gaura lindheimeri überwuchert und waren dann wegen des Lichtmangels und der Wasser- und Nährstoffkonkurrenz nicht mehr sehr schön. Nach ein paar Jahren gingen sie dann ganz ein.

Chinaschilf im Staudenbeet 
Da ich sicher sein wollte, dass die Wurzeln nicht durch die Schutzauflage des Tiefgaragendaches dringen, habe ich einen Plastikcontainer mit vielen Ablauflöchern in den Boden eingelassen und darin drei Chinaschilf-Wurzelstöcke gepflanzt. Bestellt hatte ich eigentlich rotes Federborstengras, doch es kam ein grünblättriges - na gut, dachte ich, angeblich ist das grüne sowieso winterfester. Als es dann blühte, stellte es sich allerdings heraus, dass dieses Gras vom Online-Gartenversand gar kein Federborstengras, sondern wahrscheinlich ein Chinaschilf Miscanthus sinensis ist.
Von links nach rechts, soweit sichtbar: ein Busch aus drei Horsten Chinaschilf,
Duftnessel (violett), Purpursonnenhut (pink), Prachtkerzen (weiß), mehr Purpursonnenhut, Lampenputzergras im Kübel
Das Chinaschilf hat sich an dem sonnigen, relativ trockenen Platz auf der Tiefgarage sehr gut entwickelt. Es bildet einen luftigen Puffer zu einer riesigen Rose (nicht im Bild) und einen schönen Hintergrund für die Stauden im Beet, wenn man von der anderen Seite hinüber schaut.

Lampenputzergras im Kübel
Nur zu Beginn des ersten Jahres war im Kübel
mit dem Lampenputzergras noch Platz
für die einjährige Verbene als Gast

Schon im ersten Jahr bereitete mir das Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides 'Hameln', ein Federborstengras, viel Freude. Im Frühjahr hatte ich eine Balkonverbene dazugepflanzt und die beiden harmonierten lange sehr gut, bis das Gras zu stark wurde und der Verbene das Wasser nahm. Dafür bildete das Lampenputzergras im Spätsommer dann auch zahlreiche puschelige Lampenputzerkolben aus.

Ab dem zweiten Jahr durfte es den Kübel dann ganz alleine für sich haben und sich mit den Nachbarpflanzen außerhalb vom Kübel anfreunden.


Wildromantisch: Lampenputzergras und Purpursonnenhut 

Chinaschilf im Kübel
Das angeblich robuste Chinaschilf Miscanthus sinensis, das ich für einen Kübel bestellt hatte, sah seltsamerweise anders aus als das falsche Federborstengras für das Staudenbeet, das sich später auch als Chinaschilf entpuppte. Vermutlich war es eine andere Sorte und die zeigte sich weit weniger robust als erwartet. Ich hatte den Horst extra in einen Kübel gepflanzt (bzw. im Staudenbeet einen Plastikcontainer versenkt), weil ich ein aggressives (Wurzel-) Wachstum erwartet hatte und das Tiefgaragendach nicht gefährden wollte. Als das Chinaschilf dann im ersten Jahr recht langsam wuchs, setzte ich noch ein Stiefmütterchen und einen winzigen Efeu sowie später auch noch zwei Dahlienknollen dazu.

Ich hatte erwartet, dass das Chinaschilf die anderen mit zunehmendem Wachstum verdrängen würde. Aber es kam anders: Der Efeu entpuppte sich beim Kampf um den Raum im Kübel als absoluter Sieger, trotz Sonnenplatz(!), er überwucherte den ganzen Topf und das Chinaschilf siechte dahin. (Nachtrag: Efeu und Stiefmütterchen habe ich im Herbst rausgeworfen und das Chinaschilf durch einen zweiten Chinaschilf-Horst ergänzt. Aber auch zwei Jahre später ist der Kübelinhalt wenig beeindruckend: Im Vergleich zum Federborstengras im Kübel wirkt das Chinaschilf bei mir im Kübel eher schwächlich - möglicherweise steht es zu exponiert und/oder der Terracotta-Kübel trocknet zu schnell aus.

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Donnerstag, 31. Juli 2014

Blaue Bohnen werden beim Kochen grün

Stangenbohne 'Blauhilde', Tomate 'Maglia Rosa'
und eine Kapuzinerkresse teilen sich einen Kübel
Die Ernte aus dem eigenen (Topf-) Garten macht am meisten Spaß und schmeckt am besten. Mein Versuch mit Stangenbohne 'Blauhilde' im Kübel bescherte mir schon nach knapp elf Wochen Kulturzeit die ersten knackigen, lila-blaufarbenen Hülsen. Beim Kochen erlebte ich dann kein blaues, sondern ein grünes Wunder.

Am 19. Mai habe ich die Samen der Stangenbohne 'Blauhilde' in einen Kübel gesät. Auf meiner Südseitenterrasse keimten und wuchsen die Bohnenpflanzen sehr schnell, obwohl sie mit einer Tomatenpflanze und einer Kapuzinerkresse im selben Kübel um Nährstoffe und Wasser konkurrieren musste. Ab und zu musste ich sie von der Tomate abwickeln und den Weg zum Spalier zeigen. Heute, knapp elf Wochen später habe ich die ersten der lila-blauen Bohnen geerntet.

Die ersten blauen Bohnen
Für ein Bohnengericht hat die Erntemenge zwar noch nicht gereicht, aber zusammen mit ein paar überfälligen Champignons und Pasta wurde daraus ein sehr schmackhaftes und sättigendes Gericht. Die Bohnen waren zart und ohne Fasern.

Hitze macht blaue Bohnen grün

Bohnen enthalten viel Protein. Aber rohe Gartenbohnen sind wegen ihres enthaltenen Phaseolins gesundheitsschädlich, erst durch das Kochen werden sie zu einem wertvollen Gemüse. Übrigens färbten sich die blauen Bohnen beim Kochen grün. Das liegt daran, dass das für die lila-blaue Farbe zuständige Anthocyan auf der Außenfläche der Bohnen durch Hitze zerfällt, wodurch die Bohnenfrüchte dann grün werden.

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Rezept: Bohnen-Champignons-Gemüse auf Fettuccine

Rezept für 2 Personen

Zutaten
1 kleine bis mittelgroße Zwiebel (ersatzweise Porree oder Frühlingszwiebel)
2-3 Handvoll lange Bohnen
3-4 Handvoll Champignons
2-3 EL Olivenöl
2 TL Butter
400 ml Gemüsebrühe
1 EL lösliches Mehl (Instant-Mehl oder Wiener Griessler)
3 bis 6 EL Sahne oder D-Milch
einige Zweiglein Thymian
ein wenig Petersilie
Fettuccine oder andere Pasta für 2 Personen

Zubereitung
Gemüse:
Olivenöl erhitzen, feingehackte Zwiebel hineingeben, gewaschene und geschnittene Bohnen dazu. Unter Rühren braten lassen. Champignons blättrig schneiden und mitbraten. Nach ca. 15 Minuten mit der Brühe ablöschen, Thymianzweiglein dazugeben und dünsten lassen. Nach weiteren, etwa 20 Minuten Thymian entfernen, Butter hineingeben, Mehl darüber stäuben und umrühren, Herd ausstellen, etwas Sahne oder Dosenmilch hinzugeben, Petersilie dazu, umrühren.

Parallel zum Gemüse die Fettuccine nach Anleitung auf der Verpackung kochen und abseihen.

Die lila-blauen Bohnen sind nach dem Kochen grün.
Guten Appetit!

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Mehr über -> Gemüse vom Balkon

Dienstag, 22. Juli 2014

Umfrage unter Freizeitgärtnern - kurz und schmerzlos!

Eure Meinung ist gefragt: Es sind nur wenige Fragen und die Beantwortung dauert bloß ein paar Minuten. -> Direkt zur Umfrage!

Warum ich diese Befragung mache 
Ich habe manchmal den Eindruck, dass Gärtner und der Handel nicht genug über Hobbygärtner, Kleingärtner, Balkongärtner, Urban Gardener und alle anderen Freizeitgärtner, und was ihnen wichtig ist, wissen. Wenn ich gelegentlich Artikel in einer Gärtnerzeitschrift schreibe, bei denen es um die Sichtweise von Freizeitgärtnern geht, stütze ich mich auf meine persönlichen Eindrücke, die ich durch Fragen an mich und durch meine Vernetzung bei Facebook, Googe+ und Twitter gewinne. Mit dieser kleinen Befragung möchte ich überprüfen, ob mein Eindruck stimmt bzw. welche Prioritäten wir (denn ich bin ja selbst auch begeisterte Hobbygärtnerin) haben.

Beispielsweise habe ich den Eindruck, dass Freizeitgärtner in Blumen viel mehr als nur Deko sehen, dass viele von uns beispielsweise wollen, dass die Pflanzen, die wir auf den Balkon oder in den Garten pflanzen, auch für Bienen gut sind (unbelastet von Pestiziden und gute Nahrungslieferanten für Bienen, Hummeln und andere Nützlinge sind). Das Gegenteil - nämlich starke Pestizidbelastung - kam bei einer Greenpeace-Studie (u. a. in deutschen Baumärkten) kurz vor der Balkonsaison heraus. Dass es soweit kommen konnte, hatte, glaube ich, auch damit zu tun, dass dem Handel wohl nicht klar war, worauf Hobbygärtner Wert legen, und dass fälschlicherweise angenommen wurde, es käme uns nur auf ein perfektes Äußeres bei möglichst niedrigem Preis an.

Mit der Befragung möchte ich eine Statistik haben, an der ich mich ein wenig festhalten kann. Die Umfrage und die Ergebnisse könnten Beleg und Anlass für entsprechende Veröffentlichungen sein - vorausgesetzt, dass genügend mitmachen.

Hundertprozentig repräsentativ kann die Umfrage zwar nicht sein, weil (bisher?) nur Internetnutzer befragt werden und weil vor allem fortgeschrittenere und vernetzte Freizeitgärner mitmachen werden. Aber trotzdem sind interessante Ergebnisse möglich. Wenn mindestens 100 Freizeitgärtner teilnehmen, werde ich die Ergebnisse zumindest im eigenen Blog veröffentlichen.

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Nachtrag am 6.5.2015
Die Umfrage wurde gestern beendet.

Samstag, 19. Juli 2014

Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter im Praxistest

Schnurr, schnurr, schnurr - den Rasen mäht heute bei uns ein fleißiger Roboter. Er heißt NX5128 Royal Gardineer und ist ein vollautomatischer Rasenmäher-Roboter von Pearl. (Sponsored Post*)
Vor dem Rasenmäher-Test: Der Gartenhelfer wird etwas eifersüchtig beäugt.
Alle sind sich einig: Er macht optisch was her!
Kennen Sie das: Samstag morgens noch einmal umdrehen, während die Spülmaschine schon arbeitet? Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass schon etwas an Hausarbeit vorwärtsgeht, auch wenn man selbst noch nicht ganz soweit ist, an einem Auftrag arbeitet oder sich auf etwas anderes konzentrieren muss. Wie die Spülmaschine für den Abwasch und die Waschmaschine für das Wäschewaschen wäre auch ein Helfer für das Rasenmähen recht.

Willkommen, NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter!

Als das Paket mit dem Rasenmäher-Roboter morgens vor meiner Tür stand, bekam ich zuerst einen Schreck, wegen dessen Größe, aber der Rasenmäher-Roboter war einfach nur gut und sicher für die Reise verpackt. Tatsächlich lässt er sich sehr praktisch und auf kleinem Raum aufbewahren.
Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter nach dem Auspacken
Im Lieferumfang enthalten waren übereinstimmend mit der Bedienungsanleitung:
  • Rasenmäher-Roboter 
  • Ladestation 
  • Ladegerät 
  • Fernbedienung 
  • 100 m Begrenzungsdraht 
  • 100 "Absteckpfähle" (knapp 9 cm lange Kunststoffstäbchen) 
  • 4 "Pflöcke" (20 cm lange Metallschrauben) 
  • 2 Ersatzklingen 4 cm 
  • 2 Schlüssel 
  • 2 Batterien 
  • Bedienungsanleitung 
Zusätzlich fand ich in dem Tütchen mit den Schlüsseln noch 10 rote Plastikteilchen und einen kleinen Inbusschlüssel vor, mit denen ich aber nichts anzufangen wusste, weil sie in der Bedienungsanleitung nicht erwähnt sind. Handwerklich erfahrenere Menschen wüssten wahrscheinlich, was man damit zaubern kann.

Mein erster Eindruck vom NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter

Nach dem Auspacken begutachtete ich den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter von allen Seiten und drehte ihn auch auf den Kopf. Auf mich wirkte er vertrauenserweckend, ordentlich verarbeitet und robust. Die schwarze Farbe finde ich edel, weiß aber nicht, ob sich die bei großer Hitze eventuell nachteilig auswirkt.
Werkseitig ist der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter mit 3-cm-Klingen ausgestattet.
Werksseitig sind Klingen für einen 3 cm hohen Schnitt eingesetzt. Mir kam die tatsächliche Schnitthöhe allerdings etwas höher vor, was aber auch an den Unebenheiten in unserer Fläche liegen kann.

Mit seinen 19,5 kg ist der NX5128 Royal Gardineer für mich nicht ganz leicht herumzutragen - aber das muss man ja normalerweise auch nicht – denn, wenn er einmal sein Heim im Garten eingerichtet bekommen hat, räumt er sich sozusagen selbst auf.

Erst einmal die Gebrauchsanleitung lesen

Bevor ich ein neues Elektrogerät in Betrieb nehme, studiere ich gründlich die Gebrauchsanleitung. Hier wird mein erster guter Eindruck oft genug enttäuscht. Aber nicht so beim NX5128 Royal Gardineer! Ich fand die Bedienungsanleitung ansprechend gemacht, gut gegliedert und in verständlichem Deutsch geschrieben. Lieferumfang, Sicherheitshinweise, Produkthinweise, technische Daten, Wartung, Fehlersuche und so weiter - alles war dabei. Einige der Abbildungen hätten vielleicht etwas größer sein können, eventuell hätte man auch noch einen Punkt "Erste Inbetriebnahme" vor allem in Hinsicht auf die Einbindung der Fernbedienung sowie grundsätzlich etwas über manuelle und automatische Nutzung einfügen können. Aber als technische Redakteurin bin ich zugegebenermaßen ein wenig pingelig, was Gebrauchsanleitungen anbetrifft. Auf jeden Fall war ich mit der Anleitung in der Lage, den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter in Betrieb zu nehmen.

Den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter arbeitsbereit machen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Bevor man den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter das erste Mal arbeiten lassen kann, muss man zunächst einmalig selbst etwas tun:

Zum Aufladen seines Akkus fährt der Mäher, wenn er auf automatisch eingestellt ist, selbstständig zur Ladestation. Hier beginnt und endet auch der Begrenzungsdraht, der dem Mäher signalisiert, bis wohin er beim vollautomatischen Mähen arbeiten soll. Über den Begrenzungsdraht findet der Rasenmäher-Roboter auch zielsicher zurück zur Ladestation.
  1. Die Ladestation einrichten
    Das Heim des Rasenmäher-Roboters, die Ladestation, benötigt einen trockenen, regen- und hitzegeschützten Platz, angrenzend an den Rasen und auf dem Begrenzungsdraht. Sie wird mithilfe der 4 "Pflöcke" - eigentlich riesengroße Schrauben - am Boden befestigt. Von der Rasenfläche aus betrachtet, müssen die Ladekontakte der Ladestation nach links zeigen, damit der Rasenmäher-Roboter gut einparken kann. 
  2. Die zu mähende Fläche abstecken und vorbereiten
    Der Rasenmäher-Roboter muss wissen, wo er mähen darf und wo nicht - schließlich sollen die Blumenbeete nicht versehentlich auch gekürzt werden. Außerdem soll er nicht an jedes Hindernis rumpeln, sondern Abstand halten - auch wenn er einen Kollisionssensor hat, der ihn von höheren Hindernissen automatisch fernhält. Damit sich der Rasenmäher-Roboter auskennt, wird also die zu mähende Fläche mit einem Begrenzungsdraht umrandet. Den ummantelten Draht befestigt man, nachdem man ein Stückchen Ummantelung entfernt hat, an der einen Seite der Ladestation mittels einer Klemme, dann wird er um die Fläche geführt und endet auf der anderen Seite der Ladestation in einer zweiten Klemme. Den Draht kann man entweder leicht eingraben oder mithilfe der mitgelieferten "Absteckpfähle" - Kunststoffstäbchen mit Einkerbungen – dicht (!!!) an den Boden heften. Bei einem empfohlenen Stäbchenabstand von 50 cm ist da also erst einmal einiges zu tun. Übrigens soll der Begrenzungsdraht möglichst ohne scharfe Ecken, sondern lieber abgerundet verlegt werden und es sollte möglichst keine Winkel kleiner als rechtwinklig (unter 90°) geben.
    Vor dem Mäheinsatz sollten immer zuerst Steine, Zweige, Draht und Ähnliches vom Rasen entfernt und kontrolliert werden, ob der Begrenzungsdraht noch vorschriftsmäßig und bodentief verlegt ist. 
  3. Die Schnitthöhe einstellen
    Man kann die werkseitig befestigten 3-cm-Klingen gegen die mitgelieferten 4-cm-Klingen austauschen. Das ist im Allgemeinen nicht nötig. Ein höherer Schnitt ist vom Aspekt der Rasenpflege her dann empfehlenswert, wenn der Rasen einmal länger geworden ist, beispielsweise nach dem Winter oder nach dem Urlaub. Wenn man den Rasenmäher-Roboter jedoch frühzeitig und regelmäßig arbeiten lässt, muss man die Schnittlänge nicht verändern. 
  4. Das Ladegerät an die Ladestation und dann an die Steckdose anschließen
    Wer das Ladegerät des NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter in eine Steckdose in einem bewohnten Zimmer oder Arbeitszimmer an die Steckdose hängt, sollte wissen, dass es während des Ladens ein leises Rauschen von sich gibt. 
  5. Rasenmäher starten
    Zum Starten des Rasenmäher-Roboters nutzt man einen der mitgelieferten Schlüssel und löst zusätzlich über einen Knopf an der Rückseite die Arretierung. 
Ist der Rasenmäher-Akku fertig aufgeladen, kann der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter mit der Arbeit beginnen.

So funktioniert der Rasenmäher-Roboter

Der NX5128 Royal Gardineer wird von Pearl für Rasenflächen bis 1500 m2 empfohlen. Zwei rotierende Messer schneiden Gras und Unkraut ab. Der Rasenmäher-Roboter kann mit der Fernbedienung manuell ferngesteuert oder auf Auto-Mähen innerhalb der Begrenzung gestellt werden. Mit der Fernsteuerung kann man außerdem die Geschwindigkeit verändern, links und rechts steuern, das Mähen ab- oder anschalten, das Gerät über den Ein-/Ausschalter sofort stoppen. Auch am Rasenmäher-Roboter befindet sich ein Knopf zum sofortigen Ausschalten. Mit einer Batterieladung schafft der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter laut Bedienungsanleitung 600 m2, dann fährt er selbstständig zur Ladestation und tankt Energie für die nächste Runde nach.

Der Rasenschnitt bleibt liegen
Wenn man einen Rasenmäher-Roboter hat, wird der Rasen regelmäßig geschnitten. Der Grasschnitt ist also kurz und kann auf dem Rasen liegen bleiben. So bleibt das abgeschnittene Gras dem ökologischen Kreislauf im Garten erhalten - es wird zuerst zum Futter für Regenwürmer und Bodennützlinge und am Ende wieder zum Dünger für den Rasen selbst.

Sensor-Funktionen
Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter hat laut Bedienungsanleitung vier Sensor-Funktionen:
  • Hebesensor
    Er schaltet das Mähwerk ab, wenn er angehoben wird. Trotzdem sollte man das Gerät laut den Sicherheitshinweisen in der Bedienungsanleitung niemals bei laufendem Motor heben oder tragen. 
  • Neigungssensor
    Bei einer Flächenneigung von mehr als 30° soll sich das Gerät selbstständig abschalten. Für Steilhänge ist der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter nicht geeignet. 
  • Kollisionssensor
    Bei Berührung eines höheren Hindernisses ändert der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter die Richtung. 
  • Regensensor
    Beginnt es zu regnen, kehrt der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter zur Ladestation zurück. 
Technische Daten
Noch ein paar ausgewählte technische Daten zum Rasenmäher-Roboter aus der Bedienungsanleitung:
  • Spannungsversorgung Ladenetzteil: 80 bis 230 V AC / 50 Hz 
  • Ausgang: DC 24 bis 29.4V 
  • Maximale Motorleistung: 85 W Drehzahl: 4.000 U/min 
  • Maximale Neigung der Rasenfläche: 30° 
  • Maximale Bewegungsgeschwindigkeit: 42 cm/Sekunde 
  • Maximale Rasenhöhe: 9 cm 
  • Schnittbreite: 28 cm 

Positiv aufgefallen

Extrem positiv fällt der Preis auf: Im Vergleich zu anderen Roboter-Mähern, die ich bisher in Katalogen gesehen habe, ist der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter von Pearl äußerst günstig: Derzeit kostet er sogar nur 599,90 statt 799,90 Euro.

Positiv aufgefallen ist mir beim Testen das leise Arbeiten des NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter. Laut Pearl-Angaben hat der Rasenmäher-Roboter eine Lautstärke von 74 dBA, aber er kam mir viel leiser vor. Von der Lautstärke her ist dieser Rasenmäher im Vergleich zum Motormäher, der sonst bei uns zum Einsatz kommt, die reinste Wohltat.

Unser Rasen befindet sich teilweise auf einer Dachterrasse auf dem Tiefgaragendach. Teilweise ist der Rasen mit Betonsteinen unterlegt, damit die Feuerwehr das Tiefgaragendach im Notfall befahren kann. Von diesen Betonsteinen hat sich der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter überhaupt nicht stören lassen, sondern auch diese Flächen ganz normal gemäht. Auch Unkraut, mit dem wir reichlich gesegnet sind, säbelte er brav um und ließ sich davon bei seiner Arbeit nicht aufhalten.

Kleine Schwächen

Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter ließ sich zwar auch von dickem Löwenzahn nicht bremsen, aber sein Schnitt ist nicht so sauber wie bei einem Spitzen-Rasenmäher. Hier darf man nicht zu hohe Ansprüche stellen.

Nicht ganz ideal finde ich, dass man, um die Schnitthöhe zu verändern, die Klingen austauschen müsste. Allerdings: Wenn man das Gerät regelmäßig in Gebrauch hat, muss die Schnitthöhe nicht verstellt werden.

Ein bisschen schade fand ich, dass die großen Metallschrauben, mit denen die Ladestation am Boden befestigt werden kann, nicht ohne Schwierigkeiten durch die vorgebohrten Löcher passen. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

Was ich grundsätzlich nicht ganz einfach finde, ist, für einen Rasenmäher-Roboter eine trockene, vor Hitze geschützte Stelle am Rande der Mähfläche und auf dem Begrenzungsdraht zu finden, um dort seine Ladestation zu positionieren. Man benötigt fast einen zuverlässigen Regen- und Sonnenschutz zum Überstülpen, wobei auch seitliches Einlaufen von Wasser ausgeschlossen sein muss. Die Alternative wäre, Ladegerät und Ladestation vor jedem Regen wegzuräumen. Doch dazu muss man jedes Mal die Klemmen öffnen, mit denen der Begrenzungsdraht an der Ladestation befestigt ist, und die Schrauben lösen, mit denen die Ladestation am Boden verankert ist. Zu dieser Situation wären noch ein paar mehr Tipps in der Bedienungsanleitung hilfreich oder gleich ein Zusatzprodukt ("Überdachung") im Sortiment. Auf jeden Fall lässt sich das Problem lösen.

Test-Fazit: Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter ist ein attraktiver Gartenhelfer für nicht allzu hohe Ansprüche zu einem außerordentlich günstigen Preis

Schnurr, schnurr, schnurr - tönt nicht nur der fleißige NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter von Pearl, sondern das summe auch ich, wenn ich im Liegestuhl liege und ihm bei der Arbeit zuschaue.

Übrigens sollte man den Mäher nicht unbeaufsichtigt lassen, wenn Kinder oder Haustiere oder andere Personen im Garten sind. Und das Aufsitzen ist meinen Stofftieren auch nur bei ausgeschaltetem Motor gestattet!

*Sponsored Posts sind vom Werbepartner bezahlte Blogartikel.

PS: Hier finden Sie weitere Erfahrungen mit dem NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter in einem Blogartikel mit Video meiner Texterinnen-Kollegin und Bauerngartenfee, Petra A. Bauer.

Sonntag, 13. Juli 2014

Sommerfreuden im Garten und auf dem Balkon

Bodendeckerrose 'Lavender Dream'
- romantisch, aber bei mir hitzeempfindlich
Das diesjährige Frühjahr verging im Garten wie im Zeitraffer. Alles blühte viel früher als sonst, doch die Pracht verging durch die Hitze leider auch schneller.

Während der anschließenden kurzen Blühpause im Staudenbeet übernahmen die Rosen kurzerhand das Kommando. Doch auch ihre Schönheit verblühte bei manchen Sorten wegen der Hitze schnell.

Seit Ende Juni/Anfang Juli melden sich aber auch die mehrjährigen Blumen verstärkt zurück und die Gemüse und Kräuter im Topfgarten entwickeln sich auch vielversprechend.

Hier ein paar Eindrücke von meinem Staudenbeet auf dem Tiefgaragendach und dem Topfgarten mit Schmetterlingsflieder, Rosen, Stauden, Gemüse und Kräutern auf und neben der Terrasse.


Wiedersehensfreude im Staudenbeet

Trotz Schneckenangriff im Frühjahr hat sich dieser Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus'
prächtig entwickelt und begrüsst seine neuen und alten Beetnachbarn
Stauden sind Pflanzen, die jedes Jahr wieder aus unterirdischen Pflanzenteilen neu austreiben. An einem für die jeweilige Art guten Standort und mit der richtigen Pflege werden sie von Jahr zu Jahr schöner. Im Frühjahr hatten einige meiner Stauden leider Besuch von Nacktschnecken und es war ein bisschen spannend, wie das Beet auf dem Tiefgaragendach vor einer Südseiten-Hauswand in diesem Sommer aussehen würde. Doch einer der drei Purpursonnenhüte Echinacea purpurea 'Magnus' erholte sich sehr gut und die anderen beiden kämpfen auch erfolgreich und werden es bis zum Herbst vermutlich geschafft haben. Und dank Gräsern, Frauenmantel, Ziersalbei und ein paar im Herbst neu gepflanzten Stauden wie Duftnessel Agastache Hybride 'Ayala', Prachtkerze Gaura, Kugellauch Allium sphaerocephalon, Taglilien und einigen Staudenarten mehr ist das Beet schön dicht bedeckt mit fröhlichen Blüten, die täglich von vielen Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Schwebfliegen besucht werden. Mehr zu ->> Stauden im Garten (und Kübeln)

Wiedersehensfreude auch im Kübel- und Topfgarten

Ganz in Weiß und im Kübel: Weißer niedriger
Purpursonnenhut Echincacea purpurea 'Baby Swan'
und weiße Prachtscharte Liatris
Stauden gedeihen auch im Kübel. Vor zwei Jahren habe ich beispielsweise einen weißen Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Baby Swan' zusammen mit der Prachtscharte Liatris spicata in einen Kübel gepflanzt und sie wurden seitdem von Jahr zu Jahr kräftiger und dichter.

Bewährt hat sich bei mir auch das Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides 'Hameln' im Kübel.














Die Dahlien 'Arabian Night' haben den milden Winter
im Balkonkasten draußen überlebt!
Sogar die Dahlien der Sorte 'Arabian Night' vom Vorjahr sind wieder da - obwohl ich vergessen hatte, sie aus dem Balkonkasten zu nehmen und im Keller zu überwintern, wie man es normalerweise macht. Dank des milden Winters haben sie draußen überlebt und setzen nun wieder edle Akzente auf der Terrasse.

Ähnlich erging es mir auch schon mit dem Goldmohn im Balkonkasten und einem Zauberglöckchen Calibrachoa im Topf. Bei beiden hatte ich nicht erwartet, dass sie den Winter überstehen, und ließ das verblühte Gestrüpp nur als Winterversteck für Nützlinge stehen. Aber beide entwickelten sich im Frühjahr zu kleinen Augenweiden.
 ->> Überwinternde Pflanzen auf Balkonien und Terrassien.



Buddleja davidii 'Black Knight' blüht dieses Jahr
sehr reich und hat dementsprechend viele Besucher
wie Schmetterlinge und Bienen.
Besonders reichblühend zeigt sich dieses Jahr auch der Schmetterlingsflieder Buddleja davidii 'Black Knight'. Auch er wächst in einem Kübel und kommt damit auch im zweiten Sommer nach der Pflanzung gut zurecht. Er hat allerdings schon eine Höhe von etwa 2,50 m erreicht.




















Gaumenfreuden dank Salat und Kräutern im Topf

Salat kann man problemlos auch im Topf oder Balkonkasten anbauen
Im Topfgarten auf der Terrasse ernte ich mehr oder weniger das ganze Jahr hindurch Kräuter. Im Winter reduziert sich das hauptsächlich auf Thymian, aber jetzt ist natürlich Wachstums- und Erntezeit für Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und anderen. Neu bei mir dieses Jahr: Salat im Topf! Die Erntemengen sind nicht groß, aber dafür schmeckt der Salat aus der eigenen Ernte umso besser.

Vorfreude auf Tomaten, Bohnen, Chili und Süßkartoffeln

Dieses Jahr teste ich eine neue Tomatensorte auf ihre Eignung für den Anbau im Kübel: 'Maglia Rose'. Sie hörte bei ca. 90 cm mit dem Wachsen auf und bildet längliche kleine Früchte. Ich freue mich schon auf die Ernte.
Buschtomate 'Maglia Rosa' - noch sind die Früchte grün.
Ich bin gespannt, wie sie schmecken, wenn sie reif sind.

Die Tomate teilt sich den Kübel mit Stangenbohnen 'Blauhilde'. Die beiden kämpfen unerwartet stark um Nährstoffe und Wasser und ich muss mit dem Gießen und Düngen ziemlich hinterher sein. Das kann aber auch an der torffreien Blumenerde liegen - möglicherweise war sie weniger aufgedüngt oder verbraucht bei ihrer Zersetzung selbst mehr Nährstoffe, als ich es bisher gewohnt war. Es bleibt nichts anderes übrig, als genau zu schauen und nachzuliefern, was die Pflanzen benötigen.








Süßkartoffel Ipomea batatas 'Sweet Caroline Purple'
Etwas anders als erwartet, entwickelt sich auch die Süßkartoffel. Ich hatte gehofft, sie klettert frühzeitig am Spalier hoch, das ich ihr hinten in den Kübel gesteckt habe und entzückt uns mit rosa Blüten, doch sie wächst bisher nur sehr langsam in die Länge und scheint lieber am Boden kriechen zu wollen. Blüten zeigen sich bisher auch noch nicht.












Von ganz alleine kommt seit Jahren die Kapuzinerkresse wieder - zum Glück, denn ich mag sowohl ihre Blätter als auch die essbaren Blüten sehr gerne im Salat.
Sie gehört dazu: Kapuzinerkresse - blüht bis zum ersten Frost und liefert bis dahin essbare Blüten und Blätter.
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Freitag, 23. Mai 2014

Mehr Platz für den Topfgarten


Ein Regal sorgt für mehr Platz für den Topfgarten und
hat den Vorteil, dass man die Wand nicht anbohren muss.
Mit einem selbststehenden Topfregal schafft man mehr Platz zum Säen und Pflanzen auf kleinstem Raum, ohne Löcher in eine Wand bohren zu müssen.

Egal, ob auf auf der Terrasse oder dem Balkon: Platz für Pflanzen hat man doch nie genug. Eine Möglichkeit, Platz zu gewinnen, ohne die Wand durch Bohren o. ä. Maßnahmen beschädigen zu müssen, ist das Aufstellen eines Regals. Dieses hier im Bild ist aus Metall und ich habe es schon seit etwa 15 Jahren im Einsatz, ohne dass seine Standfestigkeit irgendwie gelitten hat.

Das "Explodierte" da oben rechts im Topfregal ist übrigens mein geliebter Thymian, er passt mit seinem würzigen Aroma zu vielen Gerichten, z. B. in Rezepte mit Tomaten oder auch in Käsesoße. Direkt unter dem Thymian steht ein pinkrotes Zauberglöckchen Calibrachoa mit gelbem Schlund, das unerwarteterweise den vergangenen Winter in diesem Topf draußen überlebt hat - auch wenn es zuerst überhaupt nicht so aussah: Nach einem Regenguss trieb es wieder durch und entwickelt nach und nach mehr Blätter und Blüten.

Ansonsten habe ich in diesem Regal noch eine orangegelbe Zinnie (die leider schon wenige Tage nach dem Kauf Zicken macht), eine pinkfarbene Verbene, dahinter in zweiter Reihe Aussaaten von Schnittsalat, außerdem pikierten Lavendel, Basilikum, Schnittlauch und - unten, nicht sichtbar - eine ausgesäte Blumenmischung untergebracht.

Vorne rechts blüht übrigens leuchtend goldgelb der Goldmohn/Kalifornische Mohn Eschscholzia californica in einem Balkonkasten, der hinter dem Tischchen steht. Auch er hat den Winter draußen überlebt und sich nach dem Gießen von einem "Verreckerl" zu diesem Blickfang entwickelt. Dahinter rechts sonnen sich gelbe Hornveilchen, die sich selbst ausgesät haben und die gerne von Hummeln besucht werden.

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Wie man sieht, kann es sich lohnen, nicht alles schon im Herbst wegzuwerfen, was zu dem Zeitpunkt nicht mehr ganz taufrisch aussieht. Manches wird wieder schön oder - wie im Falle des Goldmohns und des Thymians - schöner noch als im vergangenen Jahr.

Mehr vom -> Topfgarten

PS: Wer sich über die Kugeln im Topfregal wundert. Das sind die drei über ein winziges Solarpanel betriebenen Solarlampen vom letzten Jahr - die habe ich allerdings drinnen überwintert. Sie waren den ganzen Winter auf der Fensterbank innen im Einsatz und funktionieren nach wie vor einwandfrei.

Montag, 19. Mai 2014

Säen und pflanzen auf kleinem Raum

Etwa Mitte Mai, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist, wird bei mir gesät, gepflanzt und umgetopft - je nach Wettervorhersage auch schon mal etwas früher oder später.

Mitte Mai wird gesät,gepflanzt und umgetopft. Übrigens verwende ich nach Möglichkeit
torffreie Blumenerde.

Mein Platz zum Gärtnern ist auf ein schmales Beet und die Terrasse beschränkt, deshalb muss er gut genutzt werden.

Im Beet gibt es vor allem Stauden, auf der Terrasse Kräuter, Gemüse und ein paar Blumen - alle in Töpfen und Kübeln. Damit der Platz besser genutzt wird, werden die kleineren Töpfe meines Topfgartens in einem Regal aufgestellt.

Die Stauden im Beet habe ich schon vergangenes Jahr ergänzt - danke nochmals an Fiona, die schöne Blumenbilder wachsen lässt, für Gaura und Taglilien -, weshalb ich dort nur eine Lücke füllen musste (weil die Schnecken einen Purpursonnenhut Echinacea völlig niedergefressen hatten). Als Lückenbüßer habe ich mich für einen Lavendel entschieden.

Wesentlich mehr gab es auf der Terrasse zu tun.

Ich versuche, jedes Jahr neben altem Bekannten auch Neues auszuprobieren. Letztes Jahr waren es Aubergine, Lavendel, verschiedene Chilisorten, eine Bodendeckerrose, Gräser und verschiedene Stauden in Töpfen und Kübeln.

Dieses Jahr sind meine neuen Mitbewohner auf der Terrasse eine dunkellaubige Süßkartoffel Ipomoea batatas ´Sweet Caroline Purple´, eine mir neue Buschtomate 'Maglia Rosa' und die Chilisorte 'Brazilian Starfish' (Habanero- und Jalapeno-Chili dürfen bei mir trotzdem nicht fehlen).

Links: Süßkartoffel Ipomea batatas 'Sweet Caroline Purple', rechts: verschiedene Chilisorten


Im Kübel Buschtomate 'Maglia Rosa' und Stangenbohne
'Blauhilde', dahinter Rosmarin, Gräser und Stauden im Kübel
Die Stangenbohne 'Blauhilde' ist zwar nicht neu, sondern eine altbekannte und bewährte Sorte, aber dieses Mal habe ich sie in den gleichen Topf wie die Buschtomate gesät. Ich habe einfach keinen Platz für einen weiteren Kübel und muss das nun mit Gießen und Düngen (organischer Dünger) ausgleichen.

Sowohl die dunkellaubige Süßkartoffeln als auch die schwarzen Bohnenfrüchte der 'Blauhilde' sollen meinem gemischten Topfgarten - wie schon im Vorjahr die Aubergine mit dunklen Blattadern und schwarzen Früchten - etwas mehr "Geheimnis" verleihen.

Auch Pflücksalat und eine Duftblumenmischung sind nicht grundsätzlich neu, für mich neu ist allerdings die Verwendung eines Saatteppichs, den man in den Topf legt, leicht mit Erde bedeckt und dann angießt. Das Experiment war allerdings nicht ganz freiwillig - es gab einfach kein normales Saatgut mehr. Die Handhabung des Saatteppichs ist sehr einfach, denn die Samen sind schon im richtigen Abstand in einer Art Zellstoff verteilt. Ich bin gespannt, wie gut das das Ergebnis sein wird.

Der Lavendel vom letzten Jahr ist leider über den Winter vertrocknet, hat sich aber ausgesät und ich habe ihn nun pikiert und bin sehr gespannt, ob er seiner Elternpflanze ähneln wird, denn ich mochte diese Sorte sehr, die leider ohne Namen war, und habe sie noch nirgendwo sonst gesehen. Schnittlauch, Basilikum brauchten auch neue Töpfe und frische Erde und wurden umgetopft.

Ein paar Farbtupfer mussten auch sein. Ich mag die Kombination von dunklem Orange mit Pink, diese Farbtupfer liefern heuer eine sehr schöne orangefarbene Zinnie und eine pinkfarbene Verbene (letztere hat mir auch letztes Jahr schon viel Freude bereitet).

Für die nächsten beiden Tage ist Sommerwetter angesagt. Für die Anwachsphase ist das eher zu heiß und sonnig, denn meine Südseitenterrasse wird dann schnell zum Backofen. Da sehe ich die erste Bewährungsprobe auf uns - meine Pflanzen und mich, die Pflanzenpflegerin - zukommen. Drückt uns die Daumen!

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Gärtner Pötschke - wo Qualität und Freude sich verbinden

Donnerstag, 15. Mai 2014

Rhododendren - Leuchtfeuer im Garten

Rhododendren hellen Standorte auf
Mai und Juni sind die Monate der Rhododendronblüte, zumindest die der großblumigen Hybridsorten - viele Wildarten blühen schon früher im Gartenjahr.

Rhododendren begeistern ihre Fans mit ihren auffälligen Blüten in vielen wundervollen Farben - und das nicht nur an sonnigen, sondern auch an halbschattigen bis schattigen Plätzen. An Rhododendren besonders geschätzt wird neben ihrem Blütenreichtum, dass sie nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter ihr glänzend grünes Blätterkleid tragen.

Viele Rhododendren gedeihen wunderbar auf
Lichtungen oder in einem lockeren Baumbestand.
Doch groß und üppig mit gesundem Laub werden Rhododendren nur, wenn ihnen Boden und Standort behagen.

Die meisten Rhododendren vertragen keinen Kalk, sondern bevorzugen einen lockeren, humosen, mehr oder weniger sauren Boden. In Gegenden mit kalkhaltigem Boden und hartem Leitungswasser muss man für solche Arten und Sorten also den Boden austauschen, mit Regenwasser gießen und/oder sauerwirkenden Dünger verwenden.

Die beste Beratung zu Rhododendronsorten für den gewünschten Platz im Garten erhält man in einer Baumschule, z. B. in einer, die dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) angehört. Ausgebildete Baumschulgärtner kennen die Standortansprüche der einzelnen Sorten an Boden und Licht.

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