Dienstag, 22. Dezember 2020

Geschenke für Hobbygärtner, Pflanzenliebhaber und Naturgartenfreunde

Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber sind so einfach zu beschenken: Sie mögen Gummistiefel, Gartenzwerge und Gießkannen. Ach wirklich? Ein bisschen mehr sollte man schon über die zu beschenkende Person wissen: Hat sie einen Garten oder einen Balkon, baut sie vor allem Gemüse und Kräuter an oder schwelgt sie am liebsten in Blumen? Sammelt sie eine bestimmte Pflanzengruppe? Hat sie einen Wunsch für den Garten, den Balkon oder das Zimmer, der über das normale Alltagsbudget hinausgeht und sich mit einem Zuschuss verwirklichen lässt? Hier ein paar handverlesene Geschenkideen für Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen – die passen zu Weihnachten, zum Geburtstag und zu anderen Anlässen.

Noch wenige Tage bis WEIHNACHTEN! Die Zeit drängt, sich ein paar Gedanken über die passenden Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde (und eventuell sich selbst) zu machen - falls man etwas schenken möchte.

Kein Hobbygärtner gleicht dem anderen, keine Gärtnerin der anderen. Weder interessieren sich alle, die das Gärtnern, Gartengestaltung oder Pflanzen mögen, für die gleichen Dinge, noch benötigen sie die gleichen Werkzeuge und noch weniger haben sie den gleichen Geschmack, Also kann man nicht jeden oder jede mit dem gleichen Geschenk glücklich machen. Ein Gärtner, der steinigen Boden urbar machen muss, freut sich vielleicht über einen hochwertigen Spezial-Spaten*, ein Terrassenbesitzer mit Spaß am Selbermachen über einen Stapel Paletten, aus denen er Regale* für seine Kräuter sowie Gartenmöbel zimmern kann. Balkon- und Zimmerpflanzengärtner können mit beidem in der Regel nicht so viel anfangen und sind trotzdem auch nicht alle gleich: Während die einen von einem schicken Wurmkomposter* für den Balkon träumen, andere ein ausgefallenes Übertöpfeset auf dem Wunschzettel haben, wieder andere Wachstumslampen* benötigen, damit auch in Zimmerecken ohne ausreichend Tageslicht endlich Pflanzen aufgestellt werden können, wollen manche Indoor-Urban-Gardener gleich ein ganzes Growzelt/Anzuchtbox* für ihre Experimente in der Wohnung.

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(Wurmkomposter bei Amazon.de)


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(Growzelt/Schrank für die Pflanzenanzucht bei Amazon.de)
 


Am einfachsten sind (Hobby-)Gärtner- und Gärtnerinnen zu beschenken, deren Interessen und Wünsche man kennt. Im Idealfall hat die zu beschenkende Person irgendwann im Laufe des Jahres genau gesagt, was er/sie sich wünscht. Im Zweifelsfall schenkt man einen Gutschein*, eventuell mit Katalogen zur Auswahl oder mit dem Angebot eines gemeinsamen Messebesuches, bei dem man sich zu einer bestimmten Anschaffung für den Garten, den Balkon, die Terrasse oder den Zimmergarten zusammen schlau machen (und eventuell auch gleich ordern) kann.

Große Anschaffungen für Garten, Balkon, Terrasse und Zimmergarten

Große Anschaffungen, die über viele Jahre bleiben, sollte man mit dem/der Beschenkten gemeinsam aussuchen, vor allem, wenn es für unterschiedliche Nutzungsarten unterschiedliche technische Anforderungen und Ausführungen gibt und/oder wenn sie das Erscheinungsbild des Gartens stark verändern, wie es beispielsweise ein Gartenhaus oder ein Gewächshaus tun. Manche große Anschaffung und Nutzungsart erfordert sogar eine Genehmigung – manche nur vom Vermieter oder der Hauseigentümergemeinschaft, andere vom Bauamt (Gärtenhäuser und Gewächshäuser beispielsweise abhängig von der Nutzungsart, Standort, Größe etc. - je nach Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes).

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(Gartenhaus Gartenhaus GmbH/Alpholz bei Amazon.de)
 

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(Gewächshaus Palram bei Amazon.de)




Ähnliches gilt auch für die Anschaffung eines Profi-Grills oder einer Outdoorküche, weil hier jeder Koch und jede Köchin eigene Vorstellungen hat.

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(Outdoorküche Toskana-Stil bei Amazon.de)
 

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(Outdoorküche Gasgrill Metall modern bei Amazon.de)
 


Selbst ein Hochbeet verändert das Erscheinungsbild eines Gartens - jedenfalls eines, das auf dem Boden aufsitzt und hoch genug ist, um im Bauch davon mehrere Schichten kompostierbares Material unterzubringen.

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(Hochbeet mit Dach bei Amazon.de)



Apropos Hochbeet-Anschaffung: Es gibt viele verschiedene Arten von Hochbeeten. Hier ein Lesetipp: Hochbeete - worauf kommt es an? (Gartensaison-Gartentipps-Blog)

Gartenmöbel, Sitzauflagen, Hängematten, Sonnenschirme & Co.

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Auch bei Gartenmöbeln, Sonnenschirmen und sogar bei „Kleinigkeiten“ wie Sitzauflagen und Kissen sollte man die Wünsche der beschenkten Person gut kennen oder die gewünschten Objekte mit dieser zusammen aussuchen, denn auch sie verändern das Gesamtbild, hängen sehr vom persönlichen Geschmack ab, aber sollen doch im besten Fall über mehrere Jahre die ganze Gartensaison hindurch Freude bereiten. Gut ausgesucht, kann man mit ein paar schönen Kissen und einem neuen Sonnenschirm einer ältere Sitzgarnitur auf dem Balkon oder der Terrasse zu neuem Glanz verhelfen.

Apropos: Sonnenschirm oder Markise? Als Mieter oder auch als Wohnungseigentümer in einem Mehrparteienhaus benötigt man für eine Markise oder eine Überdachung die Genehmigung des Vermieters beziehungsweise der Eigentümer-Versammlung.

Meine Werbepartner für Gartenmöbel, Textiles & Co.

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Geschenke für Naturliebhaber und solche, die es werden wollen

Vogelhäuser, Vogelfütterung und Nistkästen helfen unseren Gartenvögeln, die dank des Insektensterbens zu wenig zum Fressen und oft keine Plätze zum Nisten finden. Ein schönes Vogelhaus ist aber auch ein Hingucker im Garten – schenken Sie ein Fernglas, Vogelfutter und Bücher über Vogelarten und Vogelfütterung dazu und schon hat jemand ein neues Hobby und kann auch Kindern etwas über die Vogelwelt erzählen.

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(Vogelhaus mit Ständer bei Amazon.de)


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(Vivara Naturschutzprodukte)


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(Gartentasche mit Gartenwerkzeugen und Gießkanne für Kinder)


Gärtnern in geschützten Räumen

Wintergartenbesitzer freuen sich über mediterrane Kübelpflanzen wie Dattelpalme, Zitrus und Feige, die man wahlweise im Sommer rausstellen oder im Wintergarten stehen lassen, Zimmergärtner über Zimmerpflanzen, Übertöpfe, eine ausgefallene Gießkanne oder einen Feuchtigkeitssprüher, Wachstumslampen für Kräuter, Gemüse oder Zimmerpflanzen oder gar eine Growbox für das Zimmer.

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(Wachstumslampe bei Amazon)



Praktische Geschenke

Viele GartenbesitzerInnen wünschen sich gutes Werkzeug und das ist oft teuer (was sich dann aber meist durch die Langlebigkeit bei guter Pflege bezahlt macht).

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(Spezial-Spaten bei Amazon.de)


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(Rasenmähroboter bei Amazon.de)



Hinweis: Rasenroboter sollte man nur tagsüber und unter Aufsicht betreiben, damit keine Igel oder andere kleine Tiere verletzt oder getötet werden können.


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(Solarbewässerungssystem bei Amazon.de)


Gartenbücher

Gartenbücher sind immer ein schönes Geschenk – sowohl für Menschen, die sich gerne mit Gartengestaltung befassen, als auch für solche, die neue Pflanzen und/oder Anbaumethoden kennenlernen möchten.

Eher "Highend" sind gebundene Bücher, die sich mit Gartenarchitektur, Gartengestaltung oder mit Nischenthemen beschäftigen und viel Bildmaterial enthalten. Im besten Fall sind sie nicht nur sehr schön, sondern informativ und inspirierend, sodass man sie immer wieder gerne zur Hand nimmt.

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(Gebundenes Gartenbuch bei Amazon.de)



Die meisten Bücher zu gartenbaulichen Themen liegen preislich im Mittelfeld. Je nach Anlass und was man ausgeben möchte, sind sie für sich alleine ein schönes Geschenk oder sie sind eine hilfreiche Ergänzung zu einer größeren Anschaffung.

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(Gebundenes Gartenbuch bei Amazon.de)


Günstiger als gebundene Gartenbücher sind Taschenbücher. Sie eignen sich gut als Zusatzgeschenk, beispielsweise zu einer bestimmten Pflanze, oder als Mitbringsel. Es gibt sie zu allen allgemeinen und Spezialthemen rund um Gartenkultur, Anbau und Pflanzen.

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(Taschenbuch bei Amazon.de)



Unterhaltungslektüre für Gärtner und Pflanzenliebhaber

Für Hobbygärtner, die spannende Lektüre schätzen und/oder Humor haben, habe ich eine Liste mit Gartenkrimis erstellt.


Viel Freude beim Aussuchen und Beschenken, wünsche ich!

* Werbelinks – sie führen zu meinen Werbepartnern. Dort können Sie sich unverbindlich informieren. Falls Sie dort etwas kaufen, erhalte ich eine kleine Provision.

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Dienstag, 3. November 2020

Sind Flechten an Bäumen und Sträuchern schädlich?

Gerade im Spätwinter, wenn die Bäume und Sträucher ohne Laub sind, sieht man, dass Flechten die Zweige überziehen. Schadet das den Bäumen und Sträuchern?

Flechten sind symbiotische Verbindungen von Pilzen mit Algen oder Bakterien. Sie können Pflanzenteile überziehen, zapfen sie aber nicht an, denn alles, was sie brauchen, stellen sie selbst mit Fotosynthese her oder nehmen es über ihre Oberfläche auf (beispielsweise Regenwasser).

Flechten (hier an einer Kirsche) sind gerade jetzt im Spätwinter gut zu sehen
Die Flechten selbst schaden also nicht. Aber manche treten da recht stark auf, wo es feucht und lange schattig ist – und diese Konstellation kann bei manchen Pflanzen das Auftreten mancher Pilzkrankheiten wahrscheinlicher machen – also nicht die Flechten, sondern das Kleinklima kann ungünstig sein.

Sind Obstgehölze wie Johannisbeeren oder Steinobst mit Flechten befallen, schadet ihnen das in der Regel nicht, aber man sollte sich das Gehölz trotzdem mal daraufhin anschauen, ob man es etwas auslichten sollte, ob es einen Verjüngungsschnitt vertragen könnte o. ä. Maßnahmen, damit es besser durchlüftet (Schutz vor Pilzkrankheiten) wird und lange tragfähig bleibt.

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Die Bedeutung der Flechten

Die ältesten Hinweise auf Flechten stammen von vor 600 Millionen Jahren (mehr dazu bei Wikipedia)! Die Flechten selbst können auch sehr alt werden, in Einzelfällen bis zu 4.500 Jahren. Nicht alle Flechten wachsen auf der Baumrinde, manche wachsen auf der Erde (sieht man oft im Gewächshaus) oder auf Gestein, andere wachsen als Epiphyten an den Bäumen.

Im hohen Norden sind Flechten in den Wintermonaten die Hauptnahrung der Rentiere. Sie finden sie noch unter dem Schnee. Andere Tiere, die sich von Flechten ernähren sind beispielsweise Elche, Schnecken, Milben und  die Raupen des Flechtenbärchens. In Notzeiten haben auch Menschen schon auf Flechten zurückgegriffen. Manche Flechten werden darüber hinaus bis heute in der Homöopathie genutzt.

Flechten sind Zeigerorganismen. Da sie empfindlich auf Luft- oder Regenverschmutzung reagieren, zeigt das Vorhandensein bestimmter Flechten an, in welchem Bereich genau der Schwefelgehalt der Luft liegt. Ist der SO2 höher als 170 µg/m3 treten gar keine Flechten mehr auf.

Man kann also gewissermaßen beruhigt sein, wenn man Flechten im Garten hat. Sie sind grundsätzlich ein gutes Zeichen.


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Samstag, 31. Oktober 2020

Mykorrhiza: Mit Bodenlebewesen wachsen Pflanzen besser

Ein Praxisversuch am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTA) mit Gaben von ericoiden Mykorrhiza-Pilzen in Bodenhilfsstoffen zeigt einmal mehr die positive Auswirkung, die Bodenlebewesen auf das Pflanzenwachstum haben können.. Die ersten Erkenntnisse dürften nicht nur Baumschulen, sondern auch einige Hobbygärtner interessieren. (aktualisiert, Kennzeichnung als unbezahlte Werbung wegen Markennennung: nicht bezahlt, nicht bestellt, abgebildete Produkte selbst gekauft)

Wie Pflanzen wachsen und was wir ernten können, hängt nicht nur von den Wasser- und Nährstoffgaben ab, sondern auch vom Vorhandensein und von der Arbeit der Bodenorganismen im Beet oder im Topf.

Zum Bodenleben gehören größere Tiere wie Wühlmaus, Regenwurm, Engerling und Milbe genauso wie winzige Bodenorganismen wie Bakterien und Pilze. Tiere und Organismen mit von Menschen direkt erkennbaren positiven Auswirkungen werden auch Bodennützlinge genannt, dazu zählen beispielsweise Regenwürmer, die den Boden krümelig machen, und Pilzarten, die nicht nur für eine stabile Krümelstruktur sorgen (Gerald Dunst in seinem Buch Humusaufbau*) symbiotisch mit den Pflanzenwurzeln zusammenarbeiten. Allerdings ist dieses Schwarz-Weiß-Denken nicht mehr zeitgemäß, denn auch so genannte Schädlinge und Schadorganismen haben eine Funktion im Ökosystem und sei es als Futter für die Nützlinge.

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Harald Schneller, zuständig für den Biologischen Pflanzenschutz am LTA, und Dr. Mareile Zinker, Referatsleiterin Pflanzenschutz - Ackerbau und Gartenbau, berichten im "Informationssystem für die integrierte Pflanzenproduktion" (ISIP) über ihre Ergebnisse des bis jetzt dreijährigen Praxisversuches zum Einsatz von ericoiden Mykorrhiza-Bodenhilfsstoffen bei Kultur-Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum). Der Versuch ist insgesamt auf sechs Jahre angelegt, doch es gibt bereits vielversprechende Zwischenergebnisse.

Ericoide Mykorrhiza
Mykorrhiza nennt man die Symbiose des Feinwurzelsystems von Pflanzen mit Mykorrhizapilzen. Die Mykorrhizapilze führen der Pflanze Nährstoffe und Wasser zu und sie bekommen im Gegenzug von der Pflanze Stoffe, welche diese mithilfe des Lichts in den grünen Pflanzenteilen (Photosynthese) zusammengebaut hat. Die Symbiose kann auch zu einer Verbesserung der Trockenheitsverträglichkeit, zum Schutz vor bodenbürtigen Krankheiten und sogar vor oberirdischen Schädlingen führen.

Je nach Boden, Klima, Bewuchs und anderen Bedingungen setzt sich das Bodenleben ganz unterschiedlich zusammen. Pflanzen mit ericoider Mykorrhiza leben auf nährstoffarmen, vor allem stickstoffarmen Böden (Heide, Moor, Höhenlagen oberhalb der Baumgrenze und andere). Es sind Heidekrautgewächse, Krähenbeerengewächse sowie Australheidegewächse.

Vaccinium corymbosum 7041
Heidelbeere (Vaccinium corymbosum)
(Bildquelle: R. A. Nonnenmacher/Wikimedia,
Creative Commons CC BY-SA 4.0)


Ihre Pilzpartner gehören zu den Ständerpilzen (Basidiomycota) wie Serendipita spp. und den Schlauchpilzen (Ascomycota) wie Rhizoscyphus ericae aggr. (Wurzelbecherlinge) sowie Oidiodendron maius, Meliniomyces bicolor und M. variabilis (siehe auch Mykorrhiza - Pilz-Wurzel-Symbiosen).

Schneller und Zunker testeten die Bodenhilfsstoffe INOQ Rhodazo und MycoZoom-Ericoid und verglichen die behandelten Pflanzen mit unbehandelten. Sie beobachteten in ihrem Versuch in den Kulturheidelbeer-Varianten mit Mykorrhiza-Pilzen neben
  • einer besseren Nährstoff- und Wasseraufnahme,
  • einem besseren Wachstum mit mehr Neutrieben,
  • einem stärkeren Wurzelwachstum und
  • weniger Ausfällen
  • auch eine Neutralisierung der vorhandenen Karbonsäure, welche auf Heidegewächse sonst wachstumshemmend wirken kann.


 Nach drei Jahren beurteilen Schneller und Zunker ihre Ergebnisse als vielversprechend. Sie sehen das Einsatzgebiet der Bodenhilfsstoffe mit Mykorrhizapilzen vor allem bei Jungpflanzen in der Baumschule.

In den nächsten drei Jahren soll nicht nur der Versuch mit den Kulturheidelbeeren weitergeführt, sondern auch Versuche mit Mykorrhiza-Hilfsstoffen an Himbeeren und Edelrosen durchgeführt werden.

Mykorrhiza für den Anbau im Garten bzw. Topfgarten

Mykorrhizapilze gibt es auch für den Hobbygartenbau. So enthalten manche Dünger Mykorrhizapilze. Wenn diese Mykorrhizapilze mit den Wurzeln zusammenarbeiten, verbessern sie deren Wasser- und Nähraufnahme und erhöhen damit Wachstum und Ertrag.

Verschiedene Dünger für den Hobbygarten sind mit Mikroorganismen für den Boden angereichert, mit Mykorrhizapilzen beispielsweise der vegane Dünger "Aries" sowie der organische "Azet Gartendünger" von Neudorff. Beide enthalten den Pilz Glomus intraradices (= Rhizophagus irregularis) einen sogenannten Arbuscular Mycorrhizal Fungus (AMF). AMF gehen eine Symbiose mit den Pflanzenwurzeln ein und erweitern über ihre eigene Verzweigung (Hyphennetz) das Wurzelsystem der Pflanzen, wodurch diese ihr Substrat und was darin ist wesentlich effizienter nutzen. Als „Gegenleistung“ erhalten die Mykorrhizapilze einen Teil der Assimilate – das sind die energiereichen Stoffe, die die Pflanzen mithilfe des Sonnenlichts aufbauen.

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Effektive Mikroorganismen

"Effective Microorganisms" und "EM", auf Deutsch: "Effektive Mikroorganismen", sind registrierte Marken der EM Research Organization, Inc. (EMRO) mit Sitz in Uruma in Okinawa, Japan. Effektive Mikroorganismen (EM) sind Mischungen von Mikroorganismen aus der Lebensmittelindustrie. In der Mischung sind verschiedene Purpurbakterien, Milchsäurebakterien, Strahlenbakterien, Hefepilze und Schimmelpilze enthalten. Eine ertragssteigernde Wirkung wurde in den meisten wissenschaftlichen Studien mit Effektiven Mikroorganismen nicht bestätigt, das bessere Gedeihen der Pflanze mit den getesteten EM-Produkten war überwiegend auf die in ihrem Substrat enthaltenen Nährstoffe und nicht auf die Aktivität der enthaltenen Mikroorganismen zurückzuführen. Die EM-Beimpfung von Komposten fördert aber laut einer Studie die Vermehrungsrate von Erdwürmern. (Quelle: Wikipedia)

* Werbelink (Buchabbildungen und mit * gekennzeichnete Links)

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Sonntag, 18. Oktober 2020

Was machen Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen im Winter?

Im Gartenkalender findet man zwar auch für Dezember, Januar, Februar und Anfang März Anregungen zu Gartenarbeiten, aber es gibt doch Zeiten, in denen man draußen gar nichts tun kann - nämlich, wenn es stürmt und schneit.

Wenn es stürmt und schneit, ist draußen Winterpause.
In solchen Zeiten sortiert man die Pflanzenfotos und Garten-Videoschnipsel, wenn man welche während des Gartenjahres gemacht hat, schwelgt in Erinnerungen und schreibt vielleicht einen Rückblick auf das vergangene Gartenjahr oder schneidet aus Bildern und/Videoschnippseln ein Gartenvideo.

Die Zeit kann man auch nutzen, seine Gartenausbeute, die man vielleicht in der geschäftigen Herbstzeit nur provisorisch eingefroren hat, zu verarbeiten - beispielsweise Obst zu Marmelade, Kompott oder Fruchtwein, scharfe Schoten zu Grillsoßen oder Tomaten zu Tomatensoßen, die man bei Bedarf für Spaghetti, gefüllte Paprikaschoten oder Anderes nur aus der Vorratskammer holen muss.

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Natürlich werden unwirtliche Tage auch für die Planung des nächsten Gartenjahres genutzt: Soll an der Struktur des Gartens etwas geändert werden, vielleicht ein Sichtschutz für die Terrasse gepflanzt werden? Welches Gemüse soll wohin gesät oder gepflanzt werden? Was muss wann an Samen und Pflanzen gekauft und/oder aus vorhandenen Samen oder aus Ablegern vorgezogen werden (Wo gibt es samenfeste Sorten)?

Im Januar werden die Saatgutbestände geprüft, eventuell Keimfähigkeitsprüfungen durchgeführt und Sorten für die nächste Saison bestellt.

Vielleicht macht man auch schon die ein oder andere Keimfähigkeitsprüfung. Und wenn die Tulpen, Narzissen und andere Blumenzwiebelpflanzen in den Vorjahren immer weniger wurden, notiert man sich, dass man ans Düngen mit Kompost o. A. denken will (siehe Woran liegt es, wenn Blumenzwiebeln immer weniger blühen?).

Anregungen holt man sich auch aus Gartenbüchern, die man vielleicht im letzten Jahr geschenkt bekommen hat, aber für die man noch nicht die gebührende Zeit hatte. GartenbloggerInnen wie ich schreiben in dieser Zeit auch gerne Rezensionen zu neu erschienenen Garten- und Pflanzenbüchern

Wer wie ich das Glück hat, eine Südseitenterrasse oder einen sonnigen Balkon zu haben, kann an klaren Tagen die Mittagsstunden zum Sonnenbaden nutzen und dabei Kataloge durchblättern oder einfach mit einem Buch entspannen - das geht natürlich nicht im Bikini, aber mit Wolldecke auch bei Minusgraden! Sonnenlicht ist ein Stimmungsaufheller und wichtig für die Vitamin-D-Synthese. Wer außer Haus arbeitet, nutzt die Mittagspause für einen Spaziergang.

Mit frischer Luft und Sonne, wann immer es geht, übersteht man den Winter.
Irgendwann sind die Gartenbücher und Gartenkrimis gelesen, die Kataloge durchgeblättert, die Gartenblogs von anderen HobbygärtnerInnen auf der Suche nach neuen Ideen durchgestöbert und die nächste Saison durchgeplant - soweit man sich nicht lieber Raum für Spontaneität lässt. Aber der Frühling ist immer noch nicht da. Was tun?

Rukola wächst auch
auf der Fensterbank
In solchen Zeiten kann man sich seinen Zimmerpflanzen widmen oder vitaminreiche Keimlinge, Grünkraut wie Erbsengrün und Ähnliches auf der Fensterbank ziehen.




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Wer ein warmes Kleingewächshaus hat, kann dort schon im Januar mit der Jungpflanzenanzucht für den Garten beginnen, ins unbeheizte Gewächshaus kann man dann ab Ende Februar auch schon Gemüse, beispielsweise Kohlrabi und Salat, pflanzen.

Ab Ende Februar können erste Gemüse ins Gewächshaus gepflanzt werden.


Sobald der Schnee geschmolzen ist, wird geschaut, wie der Garten über den Winter gekommen ist. Die Wühlmaushügel hat man teilweise schon im Schnee gesehen. Bei vielem anderen muss man sich aber überraschen lassen, denn manche Stauden geben ihr erstes alljährliches Lebenszeichen erst sehr spät.

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Man kann in dieser Zeit zwar schon einiges im Garten tun - beispielsweise an frostfreien Tagen Obstgehölze schneiden, aber den Boden im Gemüsegarten sollte man erst bearbeiten und bepflanzen, wenn er einigermaßen abgetrocknet ist. Wann das genau ist, hängt von der Lage und vom Boden ab. Bei uns liegen alleine zwischen Nord- und Südseite des Hauses zwei Wochen Unterschied.

Wenn die Frühlingsblüher da sind, ist der schlimmste Winter überstanden. In der Regel. Denn manchmal kommt es anders ...
Aber wenn dann die Spätwinter- und Frühlingsblüher wie Krokus, Schneeglöckchen und Winterlinge durchbrechen, haben wir den Winter überstanden und können endlich wieder säen, pflanzen und pflegen.

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Und wie vertreiben sich andere HobbygärtnerInnen ihre Zeit, wenn draußen nichts mehr geht? Schreibt es/schreiben Sie es in die Kommentare.