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Donnerstag, 27. April 2017

Knollenfenchel selbst anbauen und genießen

Knollenfenchel (Gemüsefenchel) ist ein wunderbares Gemüse, das bei uns oft noch nicht die Wertschätzung erfährt, die es eigentlich verdient: Weil die Pflanzen im Rohzustand nach Anis riechen, werden sie von manchen von vorneherein aus der Küche verbannt, allenfalls als Fenchelsamentee gegen Magen- und Darmprobleme erhält der Fenchel Gnade und verschafft Betroffenen Linderung. Dabei sind die weißen Knollen des Knollenfenchels leicht anzubauen und gebraten, gedünstet, gegrillt oder gebacken ein zartes, saftiges Gemüse, das vitamin- und mineralstoffreich und auch überaus bekömmlich ist.

Knollenfenchel braucht genügend Platz, Wärme, Wasser und Nährstoffe

Pflanzensteckbrief 
Fenchel Foeniculum vulgare gehört zur Familie der Doldenblütler. Die Gemüse-, Gewürz und Heilpflanze stammt ursprünglich aus dem mediterranen Raum und ist deshalb auch frostempfindlich. Die Pflanzen enthalten viel Vitamin C, sekundäre Pflanzenstoffe wie Karotin sowie Mineralstoffe.

Der Knollenfenchel Foeniculum vulgare var. azoricum ist eine Kulturform des wilden Fenchels und bildet im unteren Bereich eine Knolle aus – sie wird aus den fleischig verdickten Blattscheiden geformt, ist also eine Sprossknolle, keine Wurzelknolle. Tatsächlich wird der Gemüsefenchel zum Stielgemüse gezählt.

Fenchel ist eine Langtagspflanze, die bei der Frühjahrsaussaat mit der Kombination aus länger werdenden Tagen und Wärme in die Blütenbildung geht – was beim Knollenfenchel die Knollenbildung verhindert und daher unerwünscht ist (nur die Bienen freuen sich). Auch Trockenstress kann zu einer vorzeitigen Blütenbildung führen und die Knollenbildung verhindern.

Sorten

Die ursprünglichen Knollenfenchelsorten konnten erst ab Juli ausgesät werden, weil sie bei einer frühen Aussaat wegen der zunehmenden Tageslänge schossten, d. h., keine Knolle bildeten, sondern in die Blüte gingen.

Inzwischen gibt es für die frühe Aussaat tagneutrale Sorten von Knollenfenchel wie 'Zefa Fino', 'Fino', 'Finale'.

Im Anzuchtgewächshaus können frühe Sorten ab Ende Januar/Anfang Februar vorkultiviert werden zur Pflanzung ins Gewächshaus im März.

Die Vorkultur im Gewächshaus für die Pflanzung Ende Mai ins Freiland beginnt ab April.

Ab Ende Mai kann man im Freiland direkt ins Beet säen.

Sommer- und Herbst-Sorten wie die 'Rondo' F1-Hybride werden meist im Juni bis Mitte Juli vorgezogen (um Platz im Beet zu sparen). Die letzte Pflanzung sollte vor Mitte August erfolgen.

Anbau

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Fenchel wird im Allgemeinen im Gartenbeet angebaut, beispielsweise in Mischkultur mit anderen Gemüsepflanzen (Bild oben), in Hügelbeeten und in Hochbeet. Ich habe (vorgezogenen) Fenchel in Weihenstephan aber auch schon in gemischten Balkonkästen gedeihen sehen. Tagneutrale Sorten können ab März ins Gewächshaus und ab April bereits ins Frühbeet gepflanzt werden - zum Schutz gegen Nachtfröste und zur Ernteverfrühung werden sie mit ein bis zwei Lagen Vlies abgedeckt. Der letzte Fenchel im Jahr sollte vor Mitte August gepflanzt und vor den ersten Frösten abgeerntet werden.

Fenchel mag gerne humosen, durchlässigen Boden, der mit Kompost vorbereitet wurde, beziehungsweise entsprechendes Substrat. Er braucht warme, sonnige Lagen, sonst kann es Probleme mit Pilzkrankheiten oder Bakterienfäule geben. Um Fenchelpflanzen vor zu nassen Füßen zu schützen, kann man sie auch auf kleine Erdwälle pflanzen. Andererseits hat Knollenfenchel aber einen hohen Wasser- und Nährstoffbedarf.

Die Vorkultur an einem geschützten Ort spart Platz im Beet und die Pflanzen haben im Beet später einen Vorsprung gegenüber Unkraut. Gesät wird in Schalen mit Aussaaterde, der Samen wird angedrückt, leicht mit Erde bedeckt (doppelte Samendicke) und mit weicher Brause angegossen. Nach etwa 8 bis 21 Tagen (je nach Temperatur [optimal ca. 22 °C] und Sorte) erscheinen die Pflänzchen. Sobald sie mit den Fingern zu greifen sind, werden sie in Schalen mit Erdpresstöpfen oder in kleine Töpfe mit Pikiererde vereinzelt. Vor den Eisheiligen dürfen sie ins Gewächshaus oder Früchbeet, nach den Eisheiligen ins Freilandbeet gepflanzt werden - Endabstand im Beet etwa 30 x 25 cm.

Fenchelknollen-Lagerung 

Gelagert wird Fenchel am besten im Kühlschrank bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt und bei hoher relativer Luftfeuchte. Spät ausgesäten und spät geernteten Knollenfenchel kann man auch in einem kühlen Raum in einem Behälter mit feuchtem Sand einlagern oder im kalten Gewächshaus in Erde eingraben. Länger als 6 bis 8 Wochen sollte die Lagerzeit aber nicht dauern.

Pflanzengesundheit

Wie oben bereits erwähnt, sollte man Pilz- und Bakterienkrankheiten vorbeugen, indem man nasse Füße verhindert und jeder Pflanze einen Raum von etwa 25-30 cm zu allen Seiten bietet. Probleme machen manchmal Kaninchen (in gefährdeten Gebieten Kaninchenzaun oder Fernhaltemittel* ums Beet), Blattläuse oder Schnecken bereiten.
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Zubereitung

Schaut man im Internet nach "Fenchel Rezepte" findet man eine Vielzahl an Rezepten. Natürlich kann man Fenchel auch als Rohkost essen, aber ich persönlich mag ihn am liebsten in Olivenöl gebraten (Bestandteil vom italienischen Vorspeisenteller), gebacken auf einem Quiche oder gedünstet in Eintöpfen oder im Risotto.

Mein Lieblingsrezept:

Risotto aus Zwiebeln, Fenchel, Hähnchenfilet und Reis 


Einen Fenchel-Risotto habe ich in jungen Jahren mal in der Toskana gegessen, gekocht hatte es aber eine Deutsche. Vor ein paar Jahren habe ich mich daran erinnert und mit diesem Rezept komme ich dem Risotto in meiner Erinnerung recht nahe.

Zutaten:
Zwiebeln, Fenchel, Hähnchenfilet, Reis (ich nehme soßenfreundlichen Langkornreis, aber es geht auch Risottoreis oder Naturreis), Gemüsebrühwürfel, Butter, Salz und Pfeffer, eventuell ein wenig Zucker
(man kann das Fleisch auch weglassen, schmeckt ebenso vegetarisch zubereitet)
Zubereitung:
Die in grobe Stücke geschnittene Fenchelknolle, in Streifen geschnittenes Hähnchenfilet und die gehackte Zwiebel in einer großen Pfanne anbraten. Den Reis nebenbei in einem Topf ankochen und dann samt dem noch nicht verbrauchten Wasser in die Pfanne zum Fleisch und Gemüse geben, etwas zerbröselten Gemüsebrühwürfel darüber streuen, umrühren, Herd runterschalten, Deckel auf die Pfanne und alles ziehen lassen, bis der Reis gar ist (das kann man auch in einen Backofen verlegen, wenn man eine entsprechende Pfanne oder einen Brattopf hat). Etwas Butter und gehacktes Fenchelgrün dazu geben, mit Salz, Pfeffer und eventuell Zucker abschmecken. Fertig und "Guten Appetit".

(Bild vom Risotto wird bei Gelegenheit nachgeliefert)

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Welche Tipps zum Fenchelanbau oder welche Fenchelrezepte habt ihr/haben Sie?

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Sonntag, 1. Januar 2017

Mit der Kräuterfee durchs Jahr - Buchvorstellung**

Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte können die Ernährung bereichern, zur Gesundheitsvorsorge und Linderung von Krankheitssymptomen beitragen und/oder für die eigene Herstellung von Kosmetik verwendet werden. Elisabeth Maria Mayer gibt in ihrem neuen Buch „Mit der Kräuterfee durchs Jahr“, das dieser Tage im Leopold Stocker Verlag erschienen ist, einen Einblick in ihr persönliches Wildpflanzenjahr.

Mit der Kräuterfee durchs Jahr* vom Stocker Verlag**

Drei Dinge sind mir an dem Buch sofort sehr positiv aufgefallen. Erstens: Das Format ist mit 22 x 22 cm zwar ungewöhnlich, aber wegen des ansprechenden Hardcovereinbands wirkt das Buch hochwertig und gibt auch ein schönes Geschenk ab. Zweitens: Da gibt es gleich zu Anfang im Buch eine Tabelle mit Übersetzungen der typisch österreichischen Ausdrücke wie Palatschinken für Pfannkuchen oder Karfiol für Blumenkohl. Und drittens: Das Buch ist nach Jahreszeiten gegliedert - da weiß man gleich, wonach man zu welcher Jahreszeit Ausschau halten kann, um die interessanten Verarbeitungsideen anzuwenden.

Vom Sammeln der ersten zarten Blättchen im Vorfrühling bis zur Ernte von Früchten im Herbst stellt die Autorin über 100 ihrer liebsten Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte vor. Dabei geht sie weniger auf die Pflanzenbeschreibung ein als auf die mögliche Verwendung der Pflanzen sowie die ihr nachgesagten Wirkungen. Die Autorin verrät ihre besten Rezepte für den kulinarischen Genuss (beispielsweise Suppen, Strudel, Brote, Säfte und Konfitüren; interessant sind auch ihre Meinung und Zubereitungstipps zu Smoothies) sowie für Gesundheit (Salben, Tinkturen und Elixiere) und Kosmetik (Lippen-, Haar und Hautpflege).

Sehr positiv finde ich auch das ausführliche Inhaltsverzeichnis - beim Lesen freut man sich schon auf die Rezepte und sonstigen Informationen im Buch.

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit macht das Schmökern im Buch großen Spaß. Die zahlreichen Anregungen und Zubereitungstipps haben mir gut gefallen und machen Lust auf Ausprobieren.

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Noch praktischer für die Nutzung des Buches im Alltag wäre allerdings, wenn es zu jeder besprochenen Pflanze ein Bild und zusätzlich zu den textlichen Informationen eine Art Mini-Steckbrief gäbe mit Informationen, welcher Pflanzenteil zu welcher Jahreszeit wofür und wann genutzt werden kann - oder alternativ eine Übersichtstabelle für alle Pflanzen am Anfang oder Ende des Buches. Außerdem bin ich ein Freund von Stichwortverzeichnissen - das hat mir ein bisschen gefehlt.

Mein Fazit: ein schönes Buch voller Informationen, Tipps und Rezepten für Wildpflanzenverwender, die die Wildpflanzen allerdings schon ein wenig kennen sollten oder ein gutes Bestimmungsbuch haben.

Die Autorin

Elisabeth Maria Mayer ist Landschaftsökologin und Landschaftsplanerin und betreut den Traumgarten Tannberg in Oberösterreich. In diesem Refugium für Wildpflanzen, Kräuter und Tiere finden Kochworkshops, Gartenführungen und Gartentage statt. Im Leopold Stocker Verlag sind von ihr bereits „Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“, „Noch mehr Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“ und „Die besten Wildfruchtrezepte" erschienen.

Das Buch

Mit der Kräuterfee durchs Jahr*
Wildkräuter, Früchte, Blüten und Pilze für Genuss, Gesundheit und Kosmetik
Elisabeth Maria Mayer
Leopold Stocker Verlag**
191 Seiten, durchgehend farbig bebildert
ISBN 978-3-7020-1610-4



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Paprika & Chili erfolgreich anbauen*
(enthält neben praktischen Anleitungen und Tipps zum Anbau über 35 Porträts von fruchtigen Paprika- bis scharfen Chili-Sorten für Garten und Balkon)
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart 2017
broschiert, 128 Seiten









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erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau
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Montag, 27. Juni 2016

Sonnenschutz auf der Terrasse

Artikelkennzeichnung siehe unten Natürlich lieben die meisten Menschen die Sonne und
sehnen den Sommer herbei. Doch gerade auf der Terrasse wollen sie nicht in der prallen Sonne sitzen, das wäre auch sehr schädlich - die UV-Strahlung und zu viel Hitze sollten abgehalten werden. Im Folgenden finden Sie Möglichkeiten, einen Sonnenschutz auf der Terrasse einzurichten.


Auf der Terrasse trifft sich die ganze Familie, zum Spielen oder zum Essen. Zu viel Sonne und zu viel Hitze sollten dort nicht sein. Zum Glück gibt es genügend Möglichkeiten für den Sonnenschutz.

Der Sonnenschirm

Der Sonnenschirm ist ein treuer Begleiter, der Jahre lang hält. Jahr für Jahr wird er wieder aus dem Keller geholt und schützt vor der Sonne. Auch am Strand tut er gute Dienst und bei einem Picknick muss er unbedingt dabei sein. Er kann auch als Regenschutz genutzt werden und ein Sommer-Schauer kann dem Schirm gar nichts anhaben. Der Sonnenschirm hat eigentlich nur Vorteile, er ist schnell auf- und abgebaut und sehr flexibel. Er kann mit der Sonne mitwandern, spendet also überall Schatten. In der Farbe und der Form sind dem Geschmack keine Grenzen gesetzt, diese Schirme gibt es in vielerlei Farben oder Mustern und auch die Form ist nicht festgelegt. Der klassische Sonnenschirm ist aber rund und hat seinen Mast in der Mitte. Mehr und mehr tritt der Ampelschirm auf, er hat den Mast an der Seite und der eigentliche Schirm pendelt frei daneben. Das ist ein gewaltiger Vorteil, denn jetzt kann das Gestell ruhig in einer Ecke stehen und der Sonnenschirm pendelt frei über der Terrasse. So kann der Platz unter dem Schirm besser ausgenutzt werden, es stört kein Fuß und kein Mast.

Sonnensegel

Da kommen Urlaubsgefühle auf, denn Sonnensegel sehen wirklich toll aus und erinnern an Urlaube am Meer im Süden.

Sonnensegel sind meist Weiß gehalten, können aber auch in anderen Farben wirklich gut aussehen. Sie sind überwiegend aus Kunstfasern hergestellt und sind ganz leicht anzubringen. Überdachen Sie Ihre Terrasse, denn die Sonnensegel gibt es in jeder Größe und in jeder Form. Selbst Sonderanfertigung sind möglich, aber die Standard-Maße entsprechen meist schon den Vorstellungen. Außerdem nehmen sie auf der Terrasse keinen Platz weg, sie werden ja außerhalb befestigt. Natürlich halten Sonnensegel auch einer Wind-Bö stand, man muss nicht gleich beim kleinsten Windstoß das Segel einholen. Wird das Sonnensegel aufgehängt, muss man natürlich den Stand der Sonne berücksichtigen. Diese Überlegungen sind wichtig, denn wenn das Segel den ganzen Tag die Sonne abhalten soll, muss es anders ausgerichtet sein, als wenn es nur gegen Abend gebraucht wird. Verankern können Sie das Sonnensegel an Bodenmasten aus Holz oder an stabilen Wandhalterungen. Man muss darauf achten, dass das Sonnensegel ein Gefälle aufweist, damit sich bei Regen kein Wasser sammeln kann, sondern abläuft.

Die Markise

Die Markise ist ein Klassiker für die Überdachung der Terrasse. Sie ist einfach der ideale Sonnenschutz, ob sie nun elektrisch oder per Hand betätigt wird. Eine Markise ist in allen Größen zu erhalten und bei der Auswahl der Farben und Muster kann man der Phantasie freien Lauf lassen. Gelenkmarkisen, Kassettenmarkisen, Hülsenmarkisen und Vertikal-Markisen, Sie erhalten alles und alles schon zu einem kleinen Preis. Natürlich sind auch kleinere Modelle im Angebot, vielleicht soll die Markise ja auf dem Balkon angebracht werden. Markisen dienen aber nicht nur als Sonnenschutz, auch den Regen können sie abhalten. Achten Sie bereits bei der Stoffauswahl darauf und bestimmen Sie, was die Markise alles können muss.

Pergola

Auch eine Pergola oder ein Pavillon sind ein guter Sonnenschutz, oft werden sie mit Sonnensegeln bespannt und mit allerlei Rank-Pflanzen bestückt - mit Wein, Efeu oder Kletterrosen, ganz wie es den Wünschen des glücklichen Besitzers entspricht.

Außer den genannten Möglichkeiten gibt es auch unkonventionelle Arten, die Terrasse vor der Sonne zu schützen. Informieren Sie sich über die schönsten Varianten an „Sonnenschützern“ und holen Sie sich Inspirationen für Ihre Terrasse. Weitere Informationen über einen Sonnenschutz

* Sponsor-Posts sind informative Artikel unserer Werbepartner.

Dienstag, 24. Mai 2016

Was anziehen bei der Gartenarbeit?

Zieht Ihr bei der Gartenarbeit oder beim Holzhacken normale   Artikelkennzeichnung unten
Alltagskleidung, spezielle Berufskleidung oder ganz etwas anderes an?

Ich trage bei meiner Gartenarbeit, die sich leider nur auf mein Staudenbeet und den Topf- und Kübelgarten auf der Terrasse beschränkt, meist Klamotten, die sehr bequem und die nicht mehr ganz neu sind - denn bei der Gartenarbeit macht man sich doch leicht schmutzig oder bleibt mit dem Pullover an einem Rankgitter oder an Dornen hängen. Manche Flecken, die man sich bei der Gartenarbeit leicht holt, gehen auch kaum mehr raus, jedenfalls nicht bei den Waschtemperaturen für normale oder feinere Wäsche.

Also wühle ich, bekleidet mit alter Hose und Bluse, kopfüber im Beet und suche nach Schnecken oder Unkraut.

Wenn dann die Hausmeisterin um die Ecke kommt, beispielsweise um den Rasen zu mähen oder Sträucher zu schneiden, bin ich immer ein wenig neidisch, wie professionell sie in ihrem grünen Arbeitsoverall im Vergleich zu mir aussieht. Sollte ich mir vielleicht auch mal professionelle Kleidung für die Gartenarbeit zulegen? Noch schicker als den Arbeitsoverall aus dem Baumarkt finde ich allerdings professionelle Arbeitskleidung wie die Mix & Match Arbeitskleidung bei
Engelbert-Strauss.de.

Warum überhaupt Arbeitskleidung?


Da ich Garten- und Gartenbau-Fachzeitschriften lese und auch für sie schreibe, flattern mir gelegentlich als Beilage zu diesen farbenfrohe, ansprechende Kataloge für Berufsbekleidung ins Haus – und ich liebäugle schon eine ganze Weile damit, mir mal ein entsprechendes Outfit zuzulegen.

Für Profi-Teams oder Arbeitsgruppen hat einheitliche Arbeitskleidung natürlich den Vorteil, dass die Mitarbeiter nicht nur professionell wirken (Garten- und Landschaftsbauer), sondern auch als Ansprechpartner beispielsweise in der Baumschule zu erkennen sind. Doch Arbeitskleidung hat natürlich für alle den Vorteil, dass sie bequem und praktisch ist. Durch den fest gewirkten Stoff bietet sie Schutz vor Wind und Wetter, aber auch vor Verletzungen – man denke nur, wie leicht man sich verletzt, wenn man im T-Shirt unter einem großen Rosenstrauch oder um andere Pflanzen mit Dornen oder Stacheln herum Unkraut jäten muss. Und wer sich bei der Gartenarbeit oft hinkniet, wird sich freuen, dass die Kniepartie von Arbeitskleidung im nassen Gras nicht so schnell durchweicht oder sich mit der Zeit durchwetzt, wie es bei normalen Hosen oder Leggins schnell der Fall ist. Arbeitskleidung ist in der Regel auch besser waschbar, nämlich bei mindestens 60 Grad Celsius, und die Farbe verwäscht auch nicht so schnell wie bei normaler Kleidung.

Dazu kommt, dass Arbeitskleidung meist auch viele praktische Taschen hat, in denen man sein Smartphone und kleine Werkzeuge wie Messer oder Steckschildchen und Ähnliches unterbringen kann. Und diese Taschen sind meist verschließbar, sodass der Inhalt auch nicht herausfällt, wenn man mal eine Kopfüber-Position einnehmen muss. Manche Taschen sind dazu geeignet, Polster unterzubringen beispielsweise Knieschutzpolster. Und wem die Taschen in der Kleidung nicht reichen, der kann eine Zusatztasche an seinem Gürtel befestigen

Hier im Video zeigt Andreas Wörfel eine Zusatztasche sowie Kniepolster für eine Arbeitshose von Engelbert Strauss.


Was gibt es überhaupt für Arbeitskleidung?


Neben spezieller Kleidung (Hosen, Jacken, Westen, Overalls, Schürzen etc.) gibt es aber auch noch Sicherheitshandschuhe, Sicherheitsschuhe und vieles mehr.

Für meinen Bedarf reichen wahrscheinlich schon eine feste Arbeitshose, eine dornenfeste Jacke und Arbeitshandschuhe für das Rosenschneiden. Da ich inzwischen sehr feste Gartenclogs habe, die ich mit einer Unkrauthacke nicht kaputt bekommen würde (und da ich ja auch nicht soooo viel Hackarbeit leisten muss), komme ich mit diesen gut zurecht. Aber andere Gärtner, die beispielsweise öfter über nassen Rasen mit Gefälle gehen, Rasen mähen oder Holz hacken müssen, brauchen Schuhe, die die Standfestigkeit und die Trittsicherheit erhöhen und eventuell vorne auch noch den Zehenbereich von oben und von der Seite schützen.

Also zusammengefasst: Es gäbe genug Gründe, warum man sich Arbeitskleidung für die Gartenarbeit zulegen könnte. Mal sehen, vielleicht schenke ich sie mir zum Geburtstag.

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Dienstag, 5. Januar 2016

Gesundheitsförderer Chili, Paprika & Co.

Dass Chili, Paprika und Co. wegen des hohen Gehaltes an Vitamin C und anderen sekundären Pflanzenstoffen sehr gesund sind, ist allgemein bekannt, neue Studien weisen auch (wieder) auf eine lebensverlängernde sowie eine Wirkung gegen Krebs hin. Am besten genießt man Chili und seine Verwandten zusammen mit etwas Öl.

Paprika & Chili erfolgreich anbauen - Werbelink zu Amazon.deDer Stoff, der den Chilis und vielen seiner Verwandten die Schärfe gibt, heißt Capsaicin. Es hat in Laborversuchen eine antioxidative, entzündungshemmende und eine Wirkung gegen Krebs gezeigt.

Eine Studie mit einer halben Millionen erwachsener Chinesen ergab, dass die, die drei bis vier Mal pro Woche scharfe Speisen aßen, ein um 14 Prozent niedrigeres Sterberisiko hatten, also solche, die dies nicht taten.

David Popovich von der Massey Universität in Neuseeland unterstützt die Theorie, dass Capsaicin den programmierten Zelltod und damit eine Zellerneuerung auslöst. Wenn er in Laborexperimenten Capsaicin auf Krebszellen aufbringt, wird deren Zellwachstum reduziert.

 Je schärfer der Chili, desto mehr Capsaicin enthält er. Jedoch muss der schärfste Chili nicht auch der gesündeste sein. Viel mehr zeigen neue wissenschaftliche Untersuchungen, dass es auf die Zusammenwirkung von Capsaicin mit anderen bioaktiven Inhaltsstoffen ankommt, so José de Jesús Ornelas-Paz, ein Forscher vom Research Center for Food and Development in Mexiko.

Roter-Habanero-Chili im Topf
Roter Habanero-Chili im Topf angebaut

Durch das Mischen, Schneiden und Kochen werden die bioaktiven Inhaltsstoffe aus dem Fruchtgewebe herausgelöst und für den Menschen besonders gut verfügbar. Diese Wirkstoffe sind auch noch im Chilipulver u. Ä. enthalten.

Capsaicin ist ein fettlöslicher Stoff, weshalb man Chili am besten mit ein wenig Öl und nicht nur mit rohem Gemüse ohne Fett essen sollte. So wird die Aufnahme im Körper verbessert.

Popovich empfiehlt scharfe Soßen von rotem Habanero-Chilis mit Essig, wenig Salz und etwas Knoblauch. Man solle sich vor dem Zucker und Natrium in den Fertigsoßen in Acht nehmen. Paz empfiehlt die Verwendung verschiedenfarbiger Chili, weil jede Farbe andere Karotinoide mit sich bringt.

Bei so viel Gesundheitswirkung freut man sich schon auf den Anbau und die Ernte in der kommenden Gartensaison.

  Buchtipp


Paprika & Chili erfolgreich anbauen - Werbelink zu Amazon.de
Paprika & Chili erfolgreich anbauen*
Eva Schumann
Ulmer Verlag, Stuttgart 2017


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Quellen und weiterführende Informationen:

Sonntag, 20. Dezember 2015

Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen (Buchtipp)

Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen - Werbelink zu Amazon Eigentlich wollte ich vor Weihnachten gar nicht mehr bloggen, aber nun habe ich gerade "Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen", geschrieben von Karin Greiner, erschienen 2015 beim Ulmer Verlag, geschenkt bekommen und bin von dem Buch ganz begeistert. Deshalb stelle ich es doch noch kurz hier im Blog vor.

Das Buch ist innen wie außen sehr ansprechend und zum Thema passend aufgemacht und hat für meinen Geschmack auch genau den richtigen Umfang - es liegt gut in der Hand, ist dabei "gehaltvoll" und trotzdem gut zu handlen, auch das Verhältnis von Informationen und Tipps zu ansprechenden oder erläuternden Bildern passt einfach gut. Sehr praktisch finde ich auch, dass der Einband vorne und hinten ausklappbar ist und so als Lesezeichen genutzt werden kann.

Das erste Kapitel vermittelt Basiswissen zu Wildpflanzen, zum Sammeln, Aufbewahren und so weiter. Die weiteren Kapitel stellen die einzelnen Wildpflanzen mit Heilwirkung, wo sie wachsen, mit was man sie nicht verwechseln sollte sowie ihre Wirkung vor. Dabei sind die Pflanzen nach den Jahreszeiten geordnet, zu denen sie erscheinen bzw. gesammelt werden.

Zu jeder Pflanze gibt es viele Tipps und Rezepte für Tees, Tinkturen, Umschläge oder welche Anwendungen jeweils zu empfehlen sind.

Vorne im Einband sind "Tipps für den kleinen Notfall unterwegs" aufgelistet und es gibt eine "Naturkalender" genannte kleine Liste mit den Blütezeiten der wichtigsten wilden Heilkräuter im Überblick. Im rückwärtigen Einband findet man ein Verzeichnis der wichtigsten Beschwerden mit den entsprechenden Seiten im Buch, auf denen man Rezepte zur Linderung sichten kann.

Die Autorin Katrin Greiner ist übrigens Biologin, Autorin und Dozentin - letzteres bei der Gundermannschule und bei der Kräuterakademie-Heilkräuterschule. Seit 15 Jahren ist sie darüber hinaus Pflanzenexpertin beim Bayerischen Rundfunk.

Mein Fazit zu "Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen: Heilkräuter finden und verarbeiten im Jahreslauf": "Nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch was im Köpfchen." Ein schönes Geschenk!

Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen:
Heilkräuter finden und verarbeiten im Jahreslauf
*
Karin Greiner
Ulmer Verlag, Stuttgart 2015
ISBN: 978-3-8001-8333-3

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Montag, 25. Mai 2015

Erbsengrün/Erbsen-Grünkraut selbst anbauen

Erbsen-Grünkraut wenige Tage vor der
ersten Ernte
Wer auf kleinem Raum gärtnert – beispielsweise auf der Fensterbank, dem Balkon oder der Terrasse -, muss mit dem wenigen Platz haushalten. Erbsen- oder Zuckerschoten anzubauen, geht dann meist nicht. Aber wer etwas "erbsigen" Geschmack in den Salat bekommen möchte oder ein gedünstetes (Misch-)Blattgemüse mit "zuckerschotigem" Anteil im Wok oder Topf zubereiten möchte, kann sich mit Erbsen-Grünkraut behelfen.

Erbsen-Grünkraut, auch Erbsengrün oder junges Erbsenkraut genannt, lässt sich hervorragend auch auf sehr kleinem Platz anbauen und ernten. Und das in kürzester Zeit. Dazu werden vorgekeimte Erbsen ganz dicht in einer Schale oder einem ähnlichen flachen Behälter ausgesät. Die Pflanzen werden 2 bis 3 Wochen später als Jungpflanze geerntet und verwendet.

Das Erbsen-Grünkraut - die Keimblätter, der Spross, die Blätter und Ranken der jungen Erbsenpflanze - schmeckt zart süßlich und sehr lecker nach Erbsen. Es kann roh oder gekocht gegessen werden. Und das Gute: Erbsen-Grünkraut ist besonders reich an Vitamin A und C sowie an Folsäure.
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Erbsen-Grünkraut anbauen
So bin ich vorgegangen:
  1. Ich habe mir getrocknete Erbsen aus dem Lebensmittelhandel besorgt ("Erlesene Qualität von Müller’s Mühle")
Getrocknete Erbsen
  1. Eine kleine Schale voll getrockneter Erbsen habe ich ca. 40 Stunden lang im Zimmer in Wasser eingeweicht und dabei zwei Mal pro Tag das Wasser ausgetauscht.
Erbsen am Ende der Einweichphase
  1. Die Erbsen beginnen während dieser Quellzeit schon zu keimen und die meisten schieben eine Wurzel aus dem Samenkorn. 
  2. Als Aussaatgefäß eignet sich eine Tonschale, aber auch Aussaatkisten oder andere flache Behälter. Ich habe meine Schale mit Pflanzenerde in Bio-Qualität gefüllt und diese leicht angedrückt.
  3. Als nächstes habe ich die vorgequollenen, teilweise gekeimten Erbsen auf der Erde verteilt,
Aussaat in einer Schale
  1. dann die Samen mit Pflanzenerde abgedeckt und angegossen.
Die Aussaat wird leicht mit Erde abgedeckt.
  1. Die Schale wurde auf der Terrasse an einem warmen Platz aufgestellt und bei Bedarf gegossen. (Bei Anbau auf der Fensterbank in der lichtarmen Jahreszeit kann man nach dem Keimen Zusatzlicht geben.)
Erbsen-Grünkraut einige Tage vor der ersten Ernte
  1. Zweieinhalb Wochen nach der Aussaat des vorgequollenen Saatguts konnte ich das erste Erbsen-Grünkraut ernten - allerdings ist die Kulturdauer von der Temperatur/Wetter abhängig. Geerntet wird mit der Schere: Die Sprosse werden einfach oberirdisch abgeschnitten.
  2. Das so gewonnene Erntegut wird kurz unter kaltem Wasser abgespült und kann trockengetupft werden. 
Erbsen-Grünkraut erntefertig ca. 3 Wochen nach Aussaat

Um das Erbsen-Grünkraut auf einem Butterbrot zu essen oder um es über einen Salat oder ein anderes Gericht zu streuen, kann man es grob hacken. Soll es wie Spinat gedünstet werden, muss man es nicht unbedingt zerkleinern. Erbsen-Grünkraut passt - sowohl roh als auch gekocht – auch in asiatische Gerichte.

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Donnerstag, 31. Juli 2014

Blaue Bohnen werden beim Kochen grün

Stangenbohne 'Blauhilde', Tomate 'Maglia Rosa'
und eine Kapuzinerkresse teilen sich einen Kübel
Die Ernte aus dem eigenen (Topf-) Garten macht am meisten Spaß und schmeckt am besten. Mein Versuch mit Stangenbohne 'Blauhilde' im Kübel bescherte mir schon nach knapp elf Wochen Kulturzeit die ersten knackigen, lila-blaufarbenen Hülsen. Beim Kochen erlebte ich dann kein blaues, sondern ein grünes Wunder.

Am 19. Mai habe ich die Samen der Stangenbohne 'Blauhilde' in einen Kübel gesät. Auf meiner Südseitenterrasse keimten und wuchsen die Bohnenpflanzen sehr schnell, obwohl sie mit einer Tomatenpflanze und einer Kapuzinerkresse im selben Kübel um Nährstoffe und Wasser konkurrieren musste. Ab und zu musste ich sie von der Tomate abwickeln und den Weg zum Spalier zeigen. Heute, knapp elf Wochen später habe ich die ersten der lila-blauen Bohnen geerntet.

Die ersten blauen Bohnen
Für ein Bohnengericht hat die Erntemenge zwar noch nicht gereicht, aber zusammen mit ein paar überfälligen Champignons und Pasta wurde daraus ein sehr schmackhaftes und sättigendes Gericht. Die Bohnen waren zart und ohne Fasern.

Hitze macht blaue Bohnen grün

Bohnen enthalten viel Protein. Aber rohe Gartenbohnen sind wegen ihres enthaltenen Phaseolins gesundheitsschädlich, erst durch das Kochen werden sie zu einem wertvollen Gemüse. Übrigens färbten sich die blauen Bohnen beim Kochen grün. Das liegt daran, dass das für die lila-blaue Farbe zuständige Anthocyan auf der Außenfläche der Bohnen durch Hitze zerfällt, wodurch die Bohnenfrüchte dann grün werden.

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Rezept: Bohnen-Champignons-Gemüse auf Fettuccine

Rezept für 2 Personen

Zutaten
1 kleine bis mittelgroße Zwiebel (ersatzweise Porree oder Frühlingszwiebel)
2-3 Handvoll lange Bohnen
3-4 Handvoll Champignons
2-3 EL Olivenöl
2 TL Butter
400 ml Gemüsebrühe
1 EL lösliches Mehl (Instant-Mehl oder Wiener Griessler)
3 bis 6 EL Sahne oder D-Milch
einige Zweiglein Thymian
ein wenig Petersilie
Fettuccine oder andere Pasta für 2 Personen

Zubereitung
Gemüse:
Olivenöl erhitzen, feingehackte Zwiebel hineingeben, gewaschene und geschnittene Bohnen dazu. Unter Rühren braten lassen. Champignons blättrig schneiden und mitbraten. Nach ca. 15 Minuten mit der Brühe ablöschen, Thymianzweiglein dazugeben und dünsten lassen. Nach weiteren, etwa 20 Minuten Thymian entfernen, Butter hineingeben, Mehl darüber stäuben und umrühren, Herd ausstellen, etwas Sahne oder Dosenmilch hinzugeben, Petersilie dazu, umrühren.

Parallel zum Gemüse die Fettuccine nach Anleitung auf der Verpackung kochen und abseihen.

Die lila-blauen Bohnen sind nach dem Kochen grün.
Guten Appetit!

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Mehr über -> Gemüse vom Balkon

Freitag, 9. März 2012

Tomaten - Gesundheit und gute Stimmung aus dem Garten

Tomaten-Gesundheit-vgwort
Tomaten - Gesundheit und gute Stimmung aus dem Garten
Tomaten schmecken nicht nur lecker und erfrischend, sie enhalten viele wertvolle Bestandteile - Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und helfen dabei noch, etwas für die schlanke Linie zu tun.

Tomaten - Gesundheit aus Gemüse statt Pillen

Von den sekundären Pflanzenstoffen der Tomate wurde besonders das Carotinoid Lykopin als wirksames Antioxidanz und damit Wirkstoff gegen Zellalterung und Krebs bekannt. Und nicht nur als rohes, sondern auch als gekochtes Gemüse haben Tomaten Gesundheitspower, denn Lykopin wird durch Kochen noch besser für den menschlichen Organismus verwertbar. Andere Vitamine, wie Vitamin C sind dagegen hitzeempfindlich. Man genießt Tomaten aus gesundheitlicher Sicht daher am besten mal roh (als Salat oder Tomaten mit Mozarella, Kirschtomaten-Snack, in der Gazpacho, Dip bzw. Salsa etc.) und mal gekocht (gekochte Saucen, Suppen, Ketchup, Tomatensaft etc.).

Tomaten für die schlanke Figur

Tomaten sind erfrischend, denn sie bestehen zu ca. 95 % aus Wasser. Obwohl die letzten 5 % prallvoll mit wertvollen Inhaltsstoffen sind, sind Tomaten figurfreundlich, denn sie haben nur wenig Kalorien - genauer gesagt: ca. 17 kcal pro 100 g Frischfrucht. Wer regelmäßig Schokolade, Erdnussflips und Chips durch Cocktailtomaten u. ä. ersetzt, braucht den Gang zur Waage nicht zu scheuen.

Tomaten für die gute Stimmung danach

Tomaten enthalten Tyramin, B-Vitamine und Mineralstoffe - wahrscheinlich gelten sie daher schon lange als bewährtes Antikatermittel.

Tomaten - Gesundheit aus dem Garten

Zwar werden auch im Handel (im Sommer) viele verschiedene und auch sehr gute Sorten angeboten, doch wer Tomaten im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse selbst anbaut, der hat die größere Auswahl - zumindest wenn er seine Jungpflanzen selbst anzieht oder einen guten Jungpflanzenanbieter hat. Die Sortenvielfalt für Hobbygärtner ist inzwischen riesig - Tomaten gibt es in vielen Formen, Farben und Größen. Kriterien bei der Sortenwahl sollten nicht nur der persönliche Geschmack und die Pflanzengröße (ob hochwachsend für das Beet oder kleinbleibend für den Balkonkasten) sein. Wenn man Tomaten nicht regengeschützt anbauen kann (Gewächshaus, Tomatendach u. ä.), sollte man robuste Sorten wählen, um die Kraut- und Braunfäulekrankheit zu vermeiden. Ansonsten sind Tomaten mit ein paar kleinen Tricks auch für Hobbygärtner einfach anzubauen. Und die Belohnung sind frische, an der Pflanze gereifte Früchte aus dem eigenen Anbau - köstlich.

Mehr Wissenswertes über Tomaten: Gesundheitswirkung, Sorten, Anzucht, Pflege, Rezepte etc. in unserem Buchtipp:
Eva Schumann
Ulmer Verlag
ISBN: 978-3-8001-8269-6

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Dienstag, 30. August 2011

Kann man Tomatenfrüchte mit Braunfäule essen?

Tomatenfrüchte von Pflanzen mit Braunfäule
sind nicht zum Verzehr geeignet

Kraut- und Braunfäule - eine gefürchtete Krankheit an Tomaten


Da päppelt man als Hobbygärtner oder Selbstversorger wochen- oder monatelang an seinen Tomatenpflanzen herum, freut sich, wie sie wachsen und gedeihen, doch dann - nach einer Regenphase oder nach starker Taubildung - schlägt die tückische Kraut- und Braunfäulekrankheit zu: Es zeigen sich braune Flecken an den Stängeln, Blättern und Früchten der Tomatenpflanzen. Bald danach fangen sie dann an zu welken und sterben in kürzester Zeit ab.

Sind Tomaten von kranken Tomatenpflanzen (Braunfäule) essbar?


Manchmal sehen die Tomatenfrüchte teilweise noch ganz gut aus und es stellt sich die Frage, ob man die Früchte von befallenen Pflanzen verwerten kann, wenn man die braunen Stellen ausschneidet - beispielsweise für Suppen oder Soßen.

Die Antwort ist kurz und schmerzhaft: Leider nein, das ist nicht zu empfehlen!

Der Pilz Phytophthora infestans, der die Kraut- und Braunfäule-Krankheit verursacht, kann Giftstoffe (Mykotoxine) produzieren. Diese Pilzgifte sind hitzestabil und laut Deutscher Krebsgesellschaft krebserregend.

Durch das wasserhaltige Innere der Tomatenfrüchte muss man davon ausgehen, dass sich die Giftstoffe in der Frucht verteilen - braune Stellen auszuschneiden würde also gar nichts helfen. Aber selbst wenn eine Tomatenfrucht symptomfrei ist, kann man nicht sicher sein, dass sie toxinfrei ist.

Ein Verzehr von befallenen Tomaten bzw. Tomaten von befallenen Pflanzen - egal ob roh oder gekocht - ist also nicht empfehlenswert.

Befallene Früchte sollten auch nicht an Tiere verfüttert werden. (Und wegen der Gefahr der Neuinfektion im nächsten Jahr gehören Tomatenpflanzen und Tomatenfrüchte, die Kraut- und Braunfäule haben, auch nicht auf den Kompost, sondern werden besser in die Biotonne gegeben).

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen Kraut- und Braunfäule ist ein sonniger Standort mit Regenschutz. Mehr Tipps finden Sie hier:

Donnerstag, 4. August 2011

Feldsalat

Feldsalat - vorgezogen und dann im
Garten-Gewächshaus in kleinen Büscheln ausgepflanzt
Feldsalat - vgwortAnbau, Sorten,
Zubereitung, Rezepte ...


Feldsalat - Valerianella locusta
Familie der
Baldriangewächse

-> Feldsalat mit gebratenen Pilzen

Feldsalat war früher ein Wildkraut

Feldsalat ist eine in Europa heimische Pflanze, die früher als Wildkraut gesammelt wurde. Andere Namen für den Feldsalat sind Ackersalat, Rapunzel, Nüssl, Nisselsalat, Vogerlsalat etc.

Zwar wird Feldsalat seit Beginn des 20. Jahrhunderts kommerziell angebaut, doch richtig in Mode gekommen ist er erst in den letzten zehn bis zwanzig Jahren, was seinem mild nussigen Geschmack und dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein - Feldsalat enthält wertvolle Vitamine und Mineralstoffe - zu verdanken ist.

Feldsalat ist "umweltschonend"

Feldsalat ist einer der wenigen Salate, die auch bei uns im Winter frisch geerntet werden können. Bei Feldsalat entfallen daher lange Transportwege aus dem Süden, was Energie spart und frischeste Ware für den Verbraucher ermöglicht, wenn dieser Feldsalat auf dem Wochenmarkt oder beim heimischen Gärtner kauft. Den frischesten Feldsalat haben allerdings Hobbygärtner, die Feldsalat selbst anbauen und kurz vor dem Verzehr ernten.
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Feldsalat ist gesund

Ernährungsphysiologisch ist Feldsalat ein äußerst wertvolles Gemüse - besonders seine Gehalte an Vitamin A in der Vorstufe Betakarotin, Vitamin B6, Vitamin C, Kalium, Eisen und Folsäure sind herausragend. Vitamin A beispielsweise ist wichtig für die Augen, die Haut und die Schleimhäute. Vitamin C ist unter anderem wichtig für das Immunsystem. Das Karotinoid Lutein, das man mit dem Feldsalat zu sich nimmt, sowie das Betakarotin, die Vitamine A und E schützen die Zellen durch ihre antioxidativen Eigenschaften.

Feldsalat gehört zu den Baldriangewächsen und enthält Baldrianöl, welches eine magenberuhigende Wirkung hat und auch die Nerven stärkt.

Feldsalat-Gesundheitswirkungen im Überblick:

  • Magenberuhigend
  • Nerven stärkend
  • Aufbauend für Haut und Schleimhäute
  • Verbesserung der von Vitamin-A-Mangel hervorgerufenen Sehschwäche (Nachtblindheit)
  • Stärkung des Abwehrsystems
  • Herz und Kreislauf schützend
  • Die Blutbildung unterstützend
  • Schutzwirkung gegen freie Radikale
  • Zellschutz, Krebsschutz

Feldsalat ist gut für die schlanke Linie

100 g essbarer Anteil des Feldsalats enthalten nur 14 kcal. Bei einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 1.700 bis 2.500 kcal eines Erwachsenen kann man also jede Menge Feldsalat zu sich nehmen, ohne sich Sorgen um die Figur  machen zu müssen. Da sich Feldsalat gut mit anderen schlanken Zutaten kombinieren lässt, ist er sehr hilfreich für eine figurbewusste Ernährung. Lediglich bei der Salatsoße muss man dann eventuell noch aufpassen und auf die fette Sahne möglicherweise verzichten bzw. entsprechend dosieren.

Feldsalat - Zubereitung

Je frischer der Feldsalat ist, umso besser. Eventuelle Wurzelreste oder längere Stiele werden mit dem Messer abgeschnitten und gelbe bzw. kranke Blättchen entfernt. Anschließend wird der Feldsalat sorgfältig gewaschen, vor allem um eventuelle Sandkörnchen zu entfernen. Danach lässt man ihn gut abtropfen oder schleudert ihn in einem sauberen Handtuch oder in der Salatschleuder.

Feldsalat kann man beispielsweise anrichten/mischen mit
  • gebratenen Pilzen (Champignons, Austernpilze etc.),
  • anderen rohen Salatzutaten (Radieschen, Sprossen, Kräutern etc.),
  • gebratenen Gemüsen (gebratene Zucchinischeiben, Paprikastücke),
  • gebratenem oder gegrilltem Fleisch (Hähnchenfilet, Putenfilet, Schweinefilet),
  • Meeresfrüchten und/oder
  • Kombinationen aus den vorher genannten Zutaten.

Die Salatsoße/Vinaigrette richtet sich nach den sonstigen Zutaten, dem persönlichen Geschmack und danach, wie viele Kalorien man zu sich nehmen möchte - von der einfachen Zitronensaft-Öl-Vinaigrette, über eine verfeinerte Joghurt-Salatsoße bis zu einer würzigen Blauschimmel-Sahne-Salatsoße ist alles möglich.

Feldsalat - Rezept

Feldsalat mit gebratenen Pilzen (Champignons)

Zutaten für 4 Personen

ca. 300 g Feldsalat
1 großer Bund Radieschen
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
200 g braune Champignons
1 EL Balsamico-Essig
1 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Feldsalat, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Pilze waschen und putzen.
  2. Radieschen in Scheiben oder Stifte, Frühlingszwiebel in Röllchen schneiden.
  3. Feldsalat, Radieschen und Frühlingszwiebeln abtropfen lassen und auf große Salatteller verteilen.
  4. Pilze vorbereiten: Champignons feinblättrig aufschneiden/Austernpilze in mundgerechte Stücke reißen.
  5. Für die Vinaigrette Essig, Zitronensaft, Kräuter, Salz und Pfeffer sowie 2 EL Olivenöl in ein Schraubglas geben und gut durchschütteln.
  6. 1 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Pilze darin anbräunen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Vinaigrette über den Salat gießen, danach die warmen Pilze darüber verteilen.
Dazu passt Baguette.

Feldsalat anbauen im Garten und Gewächshaus

Feldsalat kann man im eigenen Garten beziehungsweise im Gewächshaus selbst anbauen. Es ist nicht nur ein wohlschmeckendes, gesundes Gemüse, sondern wirkt wegen seiner reichen Wurzelmasse auch noch als Bodenverbesserer - weshalb Feldsalat auch als Gründüngung ausgesät werden kann. Da Feldsalat einer ansonsten wenig im Garten genutzten Pflanzenfamilie - nämlich die der Baldriangewächse - angehört, ist er auch sehr gut geeignet, die Fruchtfolge abwechslungsreicher zu gestalten oder als Untersaat (z. B. für Tomaten) verwendet zu werden. Auch für die Mischkultur mit Radies und Porree/Lauch ist Feldsalat zu empfehlen.

Die meisten Feldsalatsorten sind bei uns winterhart. Ausgesät wird normalerweise von August bis September/Oktober (siehe auch -> Gartenkalender) solange die Temperaturen über 5 Grad Celsius liegen im Garten oder im Gewächshaus. Inzwischen gibt es aber auch Sorten, die für den ganzjährigen Anbau geeignet sind.

Vorteil Gewächshaus: Im Gewächshaus wächst der Feldsalat schneller und kann auch im Winter leichter geerntet werden.

Bei flächiger Aussaat (z. B. für die Gründüngung) werden 2 bis 2,5 g Saatgut pro Quadratmeter breitwürfig gesät (bzw. Menge nach Packungsangabe, da das Tausendkorngewicht auch sortenabhängig ist). Ansonsten wird eher in Reihen gesät (Reihenabstand 10 cm, Abstand der Samenkörner in der Reihe 1 cm) oder die Pflanzen zunächst vorgezogen und später in kleinen Büscheln gepflanzt bei Reihenabstand 10 cm und Abstand in der Reihe auch 10 cm. Vorteil der Reihensaat bzw. der Pflanzung, sind das vereinfachte Unkrautjäten (mittels Unkrauthacke und etwas Handarbeit) - bei der breitwürfigen Saat kann man keine Unkrauthacke benutzen, so dass das Jäten sehr zeitaufwändig und unerfreulich für den Rücken und die Knie werden kann. Das Vorziehen hat außerdem den Vorteil, dass die Anzucht platzsparend ist und andere Gemüse länger auf dem Beet oder im Gewächshaus stehen bleiben können.

Feldsalat - Sorten

Bei der Wahl der richtigen Gemüsesorten muss man immer auch auf die Eignung für eine bestimmte Jahreszeit achten. Feldsalatsorten für den Hausgarten sind beispielsweise:

  • 'Favor'
    für den ganzjährigen Anbau geeignet
  • 'Fit'
    eignet sich für die Aussaat August bis September sowie zur Überwinterung
  • 'Juwabel'
    für die Aussaat August bis September sowie zur Überwinterung

Buchtipp

Dieses Buch enthält Gärtnerwissen und ausführliche Anleitungen u. a. zu den Gemüsekulturen:

Das Kleingewächshaus*
Technik und Nutzung
Eva Schumann/Gerhard Milicka
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN 3-8001-8064-2

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Donnerstag, 16. Juni 2011

Chili, Paprika & Co.

Chili-Gartentipps-Gartenblog - vgwort
Chilis, Paprika & Co. lassen sich z. B.
durch Trocknung haltbar machen
Chili, Paprika und ihre Verwandten waren schon bei den altamerikanischen Indianern wichtige Nutzpflanzen. Kolumbus brachte die ersten Früchte im fünfzehnten Jahrhundert von seinen Entdeckungsreisen mit nach Europa, aber erst über viele Umwege fanden Paprika, Peperoni, Chili und Co. ihren Weg als Gemüse und Gewürz in die deutsche Küche und in die deutschen Gemüsegärten.

Chili, Paprika & Co. zaubern Aroma und Feuer auf den Tisch

Deutsche Gaumen fanden den Zugang zu den neuen Genüssen zunächst durch die osteuropäische und die mediterrane Küche - man denke an ungarisches Gulasch, gefüllte Paprikaschoten, eingelegte Peperoni. Später brachte uns die asiatische Küche mit ihren Currys, die als Bestandteil auch Chili enthalten, die aromatische Schärfe näher. Heute entdecken wir zunehmend die Küche der südlichen USA, Mexikos, der Karibik und der südamerikanischen Länder und kreieren nach deren Vorbild Salsas und Chili-Pepper-Gerichte. In den USA sind Chili-Pepper schon lange der Renner und die scharfen Soßen („Hot Sauces“) haben den Ketchup in seiner wirtschaftlichen Bedeutung längst überholt.

Der Anbau von Chili und Paprika ist einfach
und die Sortenauswahl riesig.
Chili, Paprika & Co. - für Garten, Terrasse und Balkon

Chili, Paprika und Co. lassen sich im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse und sogar im Zimmer kultivieren. Die leuchtenden Farben der Früchte im Kontrast zum satten Grün des Laubes kommen nicht nur im Beet, sondern auch im gemischt bepflanzten Balkonkasten oder in einem Terrakotta-Gefäß wunderbar zur Geltung. Die Auswahl an geeigneten Sorten ist riesig und der Anbau ist einfach. Wer keinen geeigneten, hellen Platz für die eigene Aussaat und Jungpflanzenanzucht hat, der kauft die Jungpflanzen eben Ende Mai/Anfang Juni beim Gärtner, im Gartencenter oder in der Pflanzenabteilung vom Baumarkt. Hoch wachsende Sorten eignen sich eher für das Beet oder eventuell für den Anbau in einem Kübel. Damit sie gerade wachsen und bei Wind nicht umknicken, sollte man ihnen eine Stütze geben. Niedrig wachsende Sorten passen wunderbar in Mischbepflanzungen in Balkonkästen oder als Einzelbepflanzung in Töpfe.

Chili, Paprika & Co. - Sorten

Das einzig Schwierige am Chili-Paprika-Anbau ist die Sortenwahl: Es gibt so viele attraktive und interessante Sorten an Gemüsepaprika, Tomatenpaprika, Peperoni und Chili, dass man sich kaum beschränken möchte. Hier nur ein paar Beispiele:

'Pantos' - rot reifende, fruchtig würzige Riesenpaprika (Gemüsepaprika)
'Goldflame' F1-Hybride - gelb reifende, blockige, dickfleischige Gemüsepaprika
'Pinokkio' F1-Hybride - orange reifende, möhrenförmige, milde Paprika
'Habanero'-Sorten - aromatische und sehr scharfe Chilis (Schärfegrad 10 bzw. 10+ bei 'Red Savina Habanero' auf einer Skala von 1 bis 10)
'Chocolate Bhut Jolokia' - braun abreifende, extrem scharfer Chilisorte (Schärfegras 10+, Verarbeitung nur mit Schutzhandschuhen)

Chili, Paprika & Co. - wahre Gesundheitsbomben

Chili, Paprika und ihre Verwandten sind prallvoll mit Gesundheit. Je reifer die Früchte sind - erkennbar an der intensiven Fruchtausfärbung - desto mehr Vitamin C enthalten sie. Sie enthalten außerdem auch Vorstufen von Vitamin A (Karotinoide) und andere sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Flavonoide). Letztere sollen eine Wirkung gegen Krebs haben!

Chili-Rezept: Salsa Verde mit Tomatillo

Salsa Verde passt zu Tacos, Burritos, Tortilla Chips sowie zu gebratenem und gegrilltem Fleisch, Fisch oder Gemüse. Der Geschmack und die Schärfe variieren je nach verwendeter Chilisorte. Fangen Sie lieber mit einer geringen Chilimenge an - notfalls legen sie noch nach.

Zutaten

500 g Tomatillo oder feste Tomaten
1 - 3 grüne Chilischoten ('Jalapeño' o. ä. mittelscharfe Chilis)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
frischer Koriander
100 bis 200 ml Wasser
1 TL Olivenöl
Salz, Zucker

Arbeitsschritte
  1. Die Tomatillo von ihren papierartigen Hüllen befreien, abspülen und grob würfeln
  2. Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden
  3. Knoblauch häuten
  4. Chilischoten waschen, längs halbieren (und bei sehr scharfen Sorten eventuell zwecks Entschärfung entkernen), in Stücke schneiden
  5. Koriander abspülen und die Blätter vom Zweig zupfen
  6. Tomatillo, Chili, Zwiebel, Knoblauch und Korianderblätter im Mixer nicht zu fein hacken. Die Hälfte herausnehmen und den Rest mit etwas Wasser fein pürieren. Öl hinzufügen und alles wieder zusammenmischen
  7. Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken (falls die Tomaten nicht genug Säure hatten, mit ein wenig Zitronen- oder Limonensaft nachhelfen)
  8. Kalt stellen und bald verzehren. Ist im Kühlschrank etwa zwei Tage haltbar
Tipp

Tomatillos (mexikanische grüne Tomaten) gibt es im Sommer in gut sortierten Gemüsefachgeschäften und Spezialmärkten. Ersatzweise kann man auch feste Tomaten nehmen, die gerade beginnen, sich von Grün nach Rot zu färben. In diesem Stadium enthalten sie noch mehr Säure und haben auch einen ähnlichen "Biss" wie Tomatillos.

Chili, Paprika & Co. und ihre Fans

Die Begeisterung für die würzig scharfen Früchte schlägt Wellen – es gibt regen Austausch im Internet sowie Paprika- und Chilifeste überall auf der Welt. Die Chiliheads – so nennen sich die Chilibegeisterten – haben Chili-Pepper zu ihrem Hobby gemacht. Sie tauschen Informationen, Samen und Rezepte, organisieren Treffen und Ausstellungen.

Genießen Sie mit und lassen Sie sich anstecken von unserer Passion für die appetitlichen Schoten. Und probieren Sie neue Rezepte aus - aber Achtung: Chili-Pepper brennen zweimal!

Chili, Paprika & Co. - Buchtipp

In dieses Büchlein habe ich viele Tipps und Informationen gepackt: Anbau im Garten/Balkon/Terrasse, Sorten, Pflanzen gesund erhalten, Küchenpraxis, viele Rezepte, Geschichtliches, Gesundheitliches und vieles mehr. Es ist ein ideales Mitbringsel oder ein Zwischendurch-Geschenk an sich selbst:

Buchtipp: Chili, Paprika und Co. - Werbelink zu Amazon.de  Chili, Paprika & Co.*
  feurig, lecker, gesund (Smart)
  Eva Schumann
  Ulmer Verlag
  ISBN 978-3-8001-6715-9










Nachtrag am 30.7.2017:
Inzwischen gibt es ein neueres Buch über Chili, Paprika & Co. von mir, das noch etwas ausführlicher und noch mehr uptodate ist. Es enthält neben praktischen Anleitungen und Tipps zum Anbau über 35 Sortenporträts - von fruchtigen Paprika- bis scharfen Chili-Sorten für Garten und Balkon:

Paprika & Chili erfolgreich anbauen*

Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart 2017
broschiert, 128 Seiten
ISBN-13: 978-3- 8186-0071-6









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