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Sonntag, 8. März 2026

Winterportulak – leckeres Winter- und Frühjahrsgemüse

Winterportulak kurz vor der Ernte
Winterportulak sieht nicht nur appetitlich aus, er schmeckt auch hervorragend als Salat oder Gemüse. Man kann ihn im Kübel oder im Beet anbauen und sogar im Winter bis Frühjahr ernten.

Winterportulak (Claytonia perfoliata, Synonym: Montia perfoliata), auch Gewöhnliches Tellerkraut, Postelein oder Kubaspinat genannt, stammt von der Westseite Nordamerikas und gehört zur Familie der Quellkrautgewächse. Bei uns ist die Pflanzenart ein Neophyt, der bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts in Europa kultiviert wird. Dennoch: Laut Bundesamt für Naturschutz wird Winterportulak als „potenziell invasive Art (Bebachtungsliste)“ eingestuft (Quelle: BfN-Schriften 731 2025). Man sollte ihn also nach Möglichkeit nicht ausbüxen lassen.

Hinweis: Winterportulak ist nicht mit Sommerportulak (Portulaca oleracea) verwandt, welcher zur Familie der Portulakgewächse gehört!

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Winterportulak ist einjährig, aber winterhart – man kann ihn also im späten Herbst aussäen und im zeitigen Frühjahr ernten. Man kann ihn roh wie Salat zubereiten, als Gemüse (beispielsweise wie Spinat) verarbeiten, Quarkdips zufügen oder als leckere, frische Garnitur verwenden.

Winterportulak nach einer Reihe frostiger Nächte
Winterportulak im lichten Schatten in einem Kübel, etwas mitgenommen nach einer der Frostnächte Ende Februar 2026.

Je nach Wetterverlauf in den Vormonaten kann man Winterportulak vom Vorjahr noch im März ernten. Der Winter-Portulak im Bild oben wurde im Herbst in den Kübel gesät und konnte Anfang März geerntet werden (in milderen Wintern auch früher).


Nach ein paar milderen Tagen und Nächten wirkt der überwinterte Winterportulak sichtlich gestärkt.

Winterportulak anbauen, ernten und lagern
Winterportulak mag feuchten, aber durchlässigen Boden. Er wird von September bis März im Freien, im Frühbeetkasten oder im ungeheizten Gewächshaus ausgesät. Der Samen keimt erst, wenn er Temperaturen unter 12 °C ausgesetzt war.

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Ernten kann man je nach Aussaattermin und Wetterverlauf schon wenige Wochen nach der Ernte bei frostfreiem Wetter. Wenn man nicht zu tief abschneidet, kann man mehrmals ernten. Will man vermeiden, dass sich der Winterportulak im Garten oder in der Natur ausbreitet, schneidet man ihn vor der Blüte ganz ab!

Winterportulak als Garnitur auf einer warmen Pasta-Speise
Ein paar junge Blätter Winterportulak als Garnitur, hier auf einem Pastagericht, geben der Speise einen kleinen Frischekick. Vom Geschmack her erinnert mich ungekochter Winterportulak an Feldsalat, er ist von der Konsistenz her ein wenig "fleischiger".

In einem Glasbehälter mit Deckel* oder in einer Schüssel mit einem feuchten Tuch abgedeckt bleibt er im Kühlschrank bei etwa 4 °C ein paar Tage frisch.

Gesundheitswert des Winterportulaks
Winterportulak enthält Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen. Nitratanreicherung ist bei ihm weniger ein Problem (trotzdem sollte man nicht überdüngen), dafür aber Oxalsäure und Oxalat, weswegen man nicht zu große Mengen rohen Winterportulak auf einmal zu sich nehmen sollte.

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Samstag, 21. Dezember 2019

Meine Ode an den Feldsalat: Wissen, Anbau, Zubereitung

Von den Blattsalaten ist mir der Feldsalat einer der liebsten. Er schmeckt, ist heimisch, gesund, kann in vielen Gegenden im Beet, Gewächshaus oder Frühbeet sogar über den Winter angebaut werden. Hier ein paar Fakten zur Pflanze, ihrem Anbau und Zubereitung. (zuletzt bearbeitet am 15.8.2025)

Feldsalat - vorgezogen und dann im
Garten-Gewächshaus in kleinen Büscheln ausgepflanzt
Feldsalat - Valerianella locusta
Familie der
Baldriangewächse

-> Feldsalat mit gebratenen Pilzen

Feldsalat war früher ein Wildkraut

Feldsalat ist eine in Europa heimische Pflanze, die früher als Wildkraut gesammelt wurde. Andere Namen für den Feldsalat sind Ackersalat, Rapunzel, Nüssl, Nisselsalat, Vogerlsalat etc.

Zwar wird Feldsalat seit Beginn des 20. Jahrhunderts kommerziell angebaut, doch richtig in Mode gekommen ist er in den letzten Jahrzehnten, was seinem mild nussigen Geschmack und dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein - Feldsalat enthält wertvolle Vitamine und Mineralstoffe - zu verdanken ist.

Feldsalatsamen kann man im Gartenfachgeschäft, Gartencenter und Baumarkt kaufen - so auch bei Amazon.de*

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Feldsalat ist "umweltschonend"

Feldsalat ist einer der wenigen Salate, die auch bei uns in Deutschland im Winter frisch geerntet werden können. Bei Feldsalat entfallen daher lange Transportwege aus dem Süden, was Energie spart und frischeste Ware für VerbraucherInnen ermöglicht, wenn diese den Feldsalat auf dem Wochenmarkt oder beim heimischen Gartenbaubetrieb kauft. Den frischesten Feldsalat haben allerdings HobbygärtnerInnen, die Feldsalat selbst im Gartenbeet, Gewächshaus oder im Pflanzgefäß auf dem Balkon anbauen und erst kurz vor dem Verzehr ernten.

Feldsalat ist gesund

Ernährungsphysiologisch ist Feldsalat ein äußerst wertvolles Gemüse - besonders seine Gehalte an Vitamin A in der Vorstufe Betakarotin, Vitamin B6, Vitamin C, Kalium, Eisen und Folsäure sind herausragend. Vitamin A beispielsweise ist wichtig für die Augen, die Haut und die Schleimhäute. Vitamin C ist unter anderem wichtig für das Immunsystem. Das Karotinoid Lutein, das man mit dem Feldsalat zu sich nimmt, sowie das Betakarotin, die Vitamine A und E schützen die Zellen durch ihre antioxidativen Eigenschaften.

Feldsalat gehört zu den Baldriangewächsen und enthält Baldrianöl, welches eine magenberuhigende Wirkung haben und auch die Nerven stärken soll.

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Feldsalat-Gesundheitswirkungen im Überblick:
  • Magenberuhigend
  • Nervenstärkend
  • Aufbauend für Haut und Schleimhäute
  • Verbesserung der von Vitamin-A-Mangel hervorgerufenen Sehschwäche (Nachtblindheit)
  • Stärkung des Abwehrsystems
  • Herz und Kreislauf schützend
  • Die Blutbildung unterstützend
  • Schutzwirkung gegen freie Radikale
  • Zellschutz, Krebsschutz

Feldsalat ist gut für die schlanke Linie

100 g essbarer Anteil des Feldsalats enthalten nur 14 kcal. Bei einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 1.700 bis 2.500 kcal eines Erwachsenen kann man also jede Menge Feldsalat zu sich nehmen, ohne sich Sorgen um die Figur machen zu müssen. Da sich Feldsalat gut mit anderen schlanken Zutaten kombinieren lässt, ist er sehr hilfreich für eine figurbewusste Ernährung. Lediglich bei der Salatsoße muss man dann eventuell noch aufpassen und auf die fette Sahne möglicherweise verzichten bzw. entsprechend dosieren.

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Feldsalat - Zubereitung

Je frischer der Feldsalat ist, umso besser. Eventuelle Wurzelreste oder längere Stiele werden mit dem Messer abgeschnitten und gelbe bzw. kranke Blättchen entfernt. Anschließend wird der Feldsalat sorgfältig gewaschen, vor allem um eventuelle Sandkörnchen zu entfernen. Danach lässt man ihn gut abtropfen oder schleudert ihn in einem sauberen Handtuch oder in der Salatschleuder.

Feldsalat kann man beispielsweise anrichten/mischen mit
  • gebratenen Pilzen (Champignons, Austernpilze etc.),
  • rohen Salatzutaten (Radieschen, Sprossen, Möhrenstreifen, Kräutern etc.),
  • gebratenem oder gegrilltem Gemüse (Zucchinischeiben, Paprikastücke),
  • gebratenem oder gegrilltem Fleisch (Hähnchen, Puten, Schwein, Lamm),
  • mit Meeresfrüchten und/oder
  • Kombinationen aus den vorher genannten Zutaten.

Die Salatsoße/Vinaigrette richtet sich nach den sonstigen Zutaten, dem persönlichen Geschmack und danach, wie viele Kalorien man zu sich nehmen möchte - von der einfachen Zitronensaft-Öl-Vinaigrette, über ein verfeinertea Joghurt-Salatdressing, einer asiatischen Salatsoße bis zu einer würzigen Blauschimmel-Sahne-Kombination ist alles möglich. Zu empfehlen ist, die Soße in einer gesonderten Schüssel vorzubereiten und erst kurz vor dem Verzehr über den Salat zu geben, damit er knackig bleibt.

Feldsalat - Rezept

Feldsalat mit gebratenen Pilzen (Champignons)

Zutaten für 4 Personen

ca. 300 g Feldsalat
1 großer Bund Radieschen
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
200 g braune Champignons
1 EL Balsamico-Essig °
1 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

° ohne Zusatzstoffe für Clean Eating

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Rezept-Zubereitung
  1. Feldsalat, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Pilze waschen und putzen.
  2. Radieschen in Scheiben oder Stifte, Frühlingszwiebel in Röllchen schneiden.
  3. Feldsalat, Radieschen und Frühlingszwiebeln abtropfen lassen und auf große Salatteller verteilen.
  4. Pilze vorbereiten: Champignons mit einem Pinsel reinigen, den Stiel einkürzen und je nach Vorliebe ganz lassen, optional die Haut vom Hut abziehen und/oder feinblättrig aufschneiden. Austernpilze werden in mundgerechte Stücke gezupft.
  5. Für die Vinaigrette Essig, Zitronensaft, Kräuter und eventuell Senf nach Geschmack, Salz und Pfeffer sowie 2 EL Olivenöl in ein Schraubglas geben und gut durchschütteln.
  6. 1 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Pilze darin leicht bräunen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Vinaigrette kurz vor dem Anrichten über den Salat gießen und die warmen Pilze darüber verteilen.
Dazu passt Baguette.

Feldsalat anbauen im Garten und Gewächshaus

Feldsalat kann man im eigenen Garten beziehungsweise im Gewächshaus selbst anbauen. Es ist nicht nur ein wohlschmeckendes, gesundes Gemüse, sondern wirkt wegen seiner reichen Wurzelmasse auch noch als Bodenverbesserer - weshalb Feldsalat auch als Gründüngung ausgesät werden kann (praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe). Da Feldsalat einer ansonsten wenig im Garten genutzten Pflanzenfamilie - nämlich die der Baldriangewächse - angehört, ist er auch sehr gut geeignet, die Fruchtfolge abwechslungsreicher zu gestalten oder als Untersaat (z. B. für Tomaten) verwendet zu werden. Auch für die Mischkultur mit Radies und Porree/Lauch ist Feldsalat zu empfehlen.

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Die meisten Feldsalatsorten sind bei uns winterhart, lediglich breitblättrige Sorten aus milden Gegenden wie der "Holländische Breitblättrige" sind nicht für die Überwinterung in kühlen Lagen Bayerna zu empfehlen.

Ausgesät wird der Feldsalat im Garten, Frühbeet oder im Gewächshaus üblicherweise im August für die Herbsternte und ab Mitte September bis Anfang Oktober für die Ernte im nächsten Jahr (siehe auch -> Gartenkalender), solange die Temperaturen über 5 Grad Celsius liegen. Inzwischen gibt es aber auch Sorten, die für den ganzjährigen Anbau geeignet sind.

Vorteil Gewächshaus: Im Gewächshaus und Frühbeet wächst der Feldsalat schneller und kann auch im Winter leichter geerntet werden.

Bei flächiger Aussaat (beispielsweise für die Gründüngung) werden 2 bis 2,5 g Saatgut pro Quadratmeter breitwürfig gesät (bzw. Menge nach Packungsangabe, da das Tausendkorngewicht auch sortenabhängig ist). Ansonsten wird eher in Reihen gesät (Reihenabstand 10 cm, Abstand der Samenkörner in der Reihe 1 cm) oder die Pflanzen werden zunächst vorgezogen und später in kleinen Büscheln gepflanzt bei einem Reihenabstand von 10 cm und Abstand in der Reihe ebenfalls 10 cm.

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Vorteil der Reihensaat bzw. der Pflanzung in Büscheln (Tuffs), ist das vereinfachte Unkrautjäten (mittels Unkrauthacke und etwas Handarbeit). Bei der breitwürfigen Saat kann man keine Unkrauthacke benutzen, so dass das Jäten sehr zeitaufwändig und unerfreulich für den Rücken und die Knie werden kann. Das Vorziehen hat außerdem den Vorteil, dass die Jungpflanzenanzucht platzsparend ist und andere Gemüse ind der Zeit auf dem Beet oder im Gewächshaus stehen bleiben können.

Feldsalat - Sorten

Bei der Wahl der richtigen Gemüsesorten muss man immer auch auf die Eignung für eine bestimmte Jahreszeit achten. Feldsalatsorten für den Hausgarten sind beispielsweise:

  • 'Favor'
    für den ganzjährigen Anbau geeignet
  • 'Fit'
    eignet sich für die Aussaat August bis September sowie zur Überwinterung
  • 'Juwabel'
    für die Aussaat August bis September sowie zur Überwinterung

Buchtipps

Dieses Buch enthält Technik- und Gärtnerwissen für alle Nutzungsarten eines Gewächshauses sowie praktische Anleitungen zur Anzucht, zu Pflanzensammlungen und zu den Gemüsekulturen im Gewächshaus:

Das Kleingewächshaus*
Technik und Nutzung
Eva Schumann/Gerhard Milicka
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2019
ISBN 3-8186-0822-9




Das folgende Buch ist ein praktischer Arbeitskalender für den Gemüseanbau im Gewächshaus und Frühbeet.

Gewächshaus und Frühbeet: Monat für Monat:*
säen – pflanzen – pflegen –ernten. Der beste Zeitpunkt für jeden Handgriff!
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer
ISBN: 3-8186-1415-6




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