Sonntag, 25. Juni 2017

Und plötzlich war Sommer

Staffelstabübergabe der Frühlingspflanzen an die Sommerstauden, -Kräuter und -Gemüse in meinem Garten beziehungsweise Topfgarten.

Anfang April endete mein kleiner Bericht über das Frühlingserwachen im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse mit der Blüte der Engelstränen-Narzissen, den ersten lilienblütigen Tulpen und der Blüte der Vogelkirsche. Der weitere April, Mai und der Juni waren von der Fliederblüte, von Rosen, noch mehr Blumenzwiebelpflanzen, vom Treiben und Blühen der Kräuter und Gemüse geprägt.

Im Staudenbeet und sonstigem Garten

Wie jedes Jahr hellte der schöne Flieder Syringa vulgaris 'Andenken an Ludwig Spaeth' die halbschattige Gartenecke schräg gegenüber meiner Terrasse auf (siehe auch Pflanzen für den Schatten).
Der Flieder Syringa vulgaris 'Andenken an Ludwig Spaeth' hat in unserem Gemeinschaftsgarten heftige Licht- und Wasserkonkurrenz durch Bäume.

Die Blüte der späteren Tulpensorten wie die der lilienblütigen Tulpen zog sich dieses Jahr herrlich lange hin – die ersten öffneten sich bereits Anfang April, die letzten Anfang Mai! Die lange Blütezeit lag einerseits am Wetter und andererseits daran, dass ich jeweils einige Blumenzwiebeln nachgepflanzt habe, weil die Zwiebeln über die Jahre weniger geworden zu sein schienen – ich pflanzte die neuen erst sehr spät im Herbst und sie standen dann auch erst Anfang Mai in voller Blüte.

Die lilienblütigen Tulpen 'Ballerina' (orange) und 'Purple Dream' leuchteten wie jedes Jahr um die Wette.
Und als die lilienblütigen Tulpen sich langsam verabschiedeten, entfalteten sich zeitgleich die Kugeln des Purpur-Kugellauchs Allium aflatunense 'Purple Sensation'. So hatte ich es ursprünglich geplant, aber in diesem Jahr hat es das erste Mal tatsächlich geklappt. Dass das Planen so schwierig ist, liegt vor allem an der Unvorhersehbarkeit des Wetters – die Wärme- und Kältephasen des Frühjahrs wechseln von Jahr zu Jahr.

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Purpur-Kugellauch Allium 'Purple Sensation': Die attraktiven Blütenkugeln werden auch von Hummeln und Bienen sehr geschätzt (siehe auch Mein Bienengarten).
 Während die letzten Tulpen und danach auch der Zierlauch verblühten, hat sich das Staudenbeet zu einem grünen Dschungel entwickelt. Nach dem jährlichen Bangen angesichts der Kargheit im Spätwinter, ob sich alle Stauden wieder zeigen würden, wurde endlich Gewissheit, dass bis auf das Patagonische Eisenkraut alles den Winter überstanden hat. Die bei den Schnecken beliebten Jungtriebe vom Purpursonnenhut und von der Duftnessel habe ich mit einem ungiftigen Schneckenkorn ausreichend schützen können.

Die nächsten Blüher im Beet sind die Taglilien (Frauenmantel zähle ich in diesem Fall nicht mit, obwohl dessen grünliche Blüten die Farben der anderen, die sich darüber neigen, besonders schön leuchten lassen.)

Die Taglilien Hemerocallis 'Tang' sind Prachtexemplare – hier vor Chinaschilf.
Auch der Kugelköpfige Lauch Allium sphaerocephalon färbt inzwischen seine kleinen, purpurfarbenen Blütenkugeln, die Steppenkerze lässt ihre ersten weißen Blüten über das Beet flattern und sogar die erste Blüte des Purpursonnenhutes hat sich bereits geöffnet. Doch da deren Hauptblüte erst noch kommt, werden sie erst im nächsten Bericht in Bildern gezeigt.

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Im Topfgarten 

Nicht nur die Stauden im Beet, sondern auch die Stauden im Kübel sind wieder gut über den Winter gekommen und ihr Laub und die Blütenknospen sind gesund und stark und werden bald aufblühen. Weniger gut erging es dem Schmetterlingsflieder im Kübel, der nach dem Winter lange wie tot aussah, dann ein paar Notknospen ausbildete, die aber dann ebenfalls vertrockneten, so dass ich die Hoffnung aufgegeben und schon einen Ersatz bestellt hatte. Inzwischen hat der alte aber doch drei Triebe ausgebildet, so dass ich ihm noch eine Chance gebe – mal sehen, wie sich das im Laufe des Sommers weiterentwickelt. Mehr dazu im nächsten Bericht.

Die Bodendeckerrose 'Lavender Dream' im Kübel ist ebenfalls wieder über den Winter gekommen, wirkt aber schwächer als in den Vorjahren. Auch ist der Eisenmangel noch stärker geworden (siehe auch Eisenmangel an Rosen). Ihr würde es im lichten Schatten besser gehen als in der Knallsonne vor unserer Südseitenwand.

Die Bodendeckerrose 'Lavender Dream' verblüht an meinem vollsonnigen Standort leider viel zu schnell.
Richtig gut geht es meinen Kräutern und den Gemüsearten auf der Südseitenterrasse: Salbei und Rosmarin standen im Winter direkt draußen vor dem Fenster – das war ihnen offensichtlich warm genug und sie dankten es mit reicher Blüte. Schnittlauch und Thymian stehen unverändert im Topfregal und blühten ebenfalls.

Den Salbei habe ich im letzten Jahr ausgesät (Dreschflegel Ökosaatgut) und draußen überwintert.
Ein Überraschungsgast in meinem Topfgarten war die Knoblauchsrauke (ebenfalls Öko-Saatgut). Ich hatte sie letztes Jahr im Sommer ausgesät und vergessen. Sie ist erst im Frühjahr gekeimt und wertet seitdem regelmäßig meinen Salat auf.

Meine Gemüsearten im Kübel und auch eine bunte Kräutermischung, ein Werbegeschenk, habe ich dieses Jahr aus Zeitmangel erst nach den Eisheiligen am 17.5.2017 (!!!) gesät. Ich hatte Glück, dass das Wetter mitspielte: Schon wenige Wochen später wachsen mir die Stangenbohnenpflanzen über den Kopf, die ersten Kräuter der Kräutermischung habe ich bereits geerntet und an den Zucchinipflanzen sind die ersten Früchte zu erkennen. Die Chilis entwickeln sich naturgemäß nicht ganz so schnell, doch wenn Spätsommer und Herbst schön werden, sollte es sogar bei ihnen noch mit einer Ernte klappen.

Fünf Wochen nach der Aussaat war die erste winzige gelbe Zucchinifrucht zu sehen.
Meine jährliche Tomatenpflanze habe ich dieses Jahr zugekauft. Aus Platzmangel habe ich mich für die Zwergtomatensorte 'Primabell' entschieden – sie passt in einen mittelgroßen Tontopf oder man kann sie in einen gemischten Balkonkasten pflanzen. Sie hatte bereits bei der Lieferung erste Blüten und inzwischen schon viele kleine Tomaten.

Die samenfeste Minitomate 'Primabell' macht bisher einen sehr widerstandsfähigen und ertragswilligen Eindruck.
Ich bin gespannt, wie sich die kleine Tomate weiterentwickelt, denn anlässlich der aktuellen Hitzewelle gieße ich oft mit der Schlauchbrause und kann das Benetzen der Blätter mit Wasser dann nicht vermeiden (was eigentlich eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme gegen Kraut- und Braunfäule ist).

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Mein Fazit:
Das Frühjahr war dieses Jahr angenehm und hat die Frühlingsblüher endlich mal in Ruhe blühen lassen, statt sie wie in manchen Jahren zuvor mit Hitze- und Trockenstress vor sich herzutreiben. Dafür ist der Sommer bei uns in Oberbayern inzwischen von optimalem Wachstumswetter auf trockene Hitze umgeschwenkt. Wir warten hier sehnsüchtig auf Regen, während in anderen Landesteilen Unwetter die Gärten verwüsten. Von wegen, vom Klimawandel sei doch gar nichts zu merken, wie an manchen Stammtischen und von manchem Populisten gerne behauptet wird.

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Samstag, 24. Juni 2017

Mein Bienengarten (Buchvorstellung**)

Vor Kurzem ist „Mein Bienengarten“ von Elke Schwarzer im Verlag Eugen Ulmer erschienen. Gartenbesitzer und andere Hobbygärtner, die etwas für Hummeln, Honig- und Wildbienen tun möchten, erhalten viele interessante und hilfreiche Informationen zur Lebensweise der verschiedenen Arten dieser Nützlinge und wie sie sie mit dem richtigen, bunten Bienenweideangebot jeweils unterstützen können. Ein sehr schönes Buch, inspirierend und zum Nachschlagen.

Hummeln, Honig- und Wildbienen haben es schwer dieser Tage: immer weniger Futterpflanzen und Verstecke in einer scheinbar perfektionierten, in Wirklichkeit aber eindimensionalen Landwirtschaft, wie sie leider von vielen konventionellen Landwirten praktiziert wird. Da gibt es oft keine vernetzte Vielfalt, kein Fördern der „Player“ eines lebendigen, funktionierenden Ökosystems. Da gibt es nur noch Nutzpflanzen und den unnötigen Rest, der weggespritzt werden kann oder auf den man zumindest keine Rücksicht nehmen muss. (Ein kleiner Gedankenflug: Als ich in den 1980er Jahren Gartenbau studierte, da glaubten viele in unserer kleinen Ökoclique, dass sich die wissenschaftliche Erkenntnis bald durchsetzen würde, dass unsere Natur deshalb stark ist, weil sie in viele Richtungen vernetzt und nicht eindimensional ist, und dass wir Menschen langfristig erfolgreicher sein werden, wenn wir mit der Natur und nicht gegen sie arbeiten, dass auch wir in Vernetzungen denken müssen. Doch solange die Kosten für Umweltschäden nicht von den Verursachern getragen werden müssen, werden sich die Eindimensionalen und ihre Vorstellungen von der Welt halten können und wir alle müssen dafür bezahlen.).

Jedes Bienchen hat seine Lieblingsblümchen
Ein sehr schönes Buch zum Thema, welche Bienen man mit welchen Pflanzen unterstützen kann, bekam ich heute per Post – eigentlich als eines von zwei Beispielbüchern für ein Buchformat, das eventuell für ein neues, gemeinsames Buchprojekt infrage kommt - aber ich bin vom Format und von beiden Büchern so begeistert, dass ich mich entschlossen habe, sie in meinem Gartenblog kurz vorzustellen, heute das Buch „Mein Bienengarten“.

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Elke Schwarzer, die Autorin von „Mein Bienengarten“, ist Diplom-Biologin und kennt sich mit Pflanzen und Insekten in einem Naturgarten, zu dem sie auch ihren Reihenhausgarten gemacht hat, aus. In ihrem liebevoll ausgestatteten Buch porträtiert sie die nützlichen und schönen Brummer und Summer und ihre Lieblingspflanzen in Wort und Bild. Keine Angst, es geht nicht darum, ein paar Brennnesseln und den Giersch stehen zu lassen und schon sind alle Gartennutzer zufrieden. Die meisten der Hummel- und Bienenweidepflanzen sind ausgesprochen schöne Blühpflanzen für den Garten. Da macht schon das Durchblättern des reich bebilderten Ratgebers Spaß. Meine neidlose Bewunderung für die Autorin wuchs noch einmal, als ich sah, dass sie fast alle der wunderbaren Fotos selbst gemacht hatte.

Fazit: Ein Buch, das Lust auf das Gärtnern mit der Natur macht und viel Wissenswertes zu Hummeln, Honig- und Wildbienen sowie ihren bevorzugten Futterpflanzen in Porträts vermittelt. Mir gefällt nicht nur der Inhalt, sondern auch die Größe und die ganze Aufmachung - und ich liebe die Klappdeckel, die man wie Lesezeichen nutzen kann.

Mein Bienengarten*
Bunte Bienenweiden für Hummeln, Honig- und Wildbienen
Elke Schwarzer
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart 2017
128 Seiten
ISBN-13: 978-3-8001-0870-1

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** Das Buch wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt

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Sonntag, 18. Juni 2017

Topinambur im Kübel

Manchmal wird empfohlen, Topinambur mit Wurzelsperre, beispielsweise in einem Kunststoffkübel, anzubauen, damit er sich nicht über die Wurzeln im ganzen Garten ausbreiten kann. Ich hatte ein paar Jahre lang Topinambur in einem Kübel – dies sind meine Erfahrungen dazu.

Ich hatte mir die Topinamburknollen im Internet bestellt. Die daraus wachsenden Topinamburpflanzen sollten als grüner Sichtschutz dienen, der sich im Sommer mit gelben Blüten schmückt. Im Herbst wollte ich die Knollen ernten.

Der Topinambur im Kübel war zum Sommeranfang immer üppig und schön.
Gepflanzt habe ich die Topinambur-Knollen in einen Terrakottakübel mit normaler Blumenerde. Terrakotta hatte ich gewählt, weil ich mit schwarzen Plastikkübeln wegen des Aufheizens schon schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Der Kübel bekam zusammen mit anderen Kübelpflanzen einen Platz neben der Terrasse vor der Südseitenwand des Hauses.

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Der Topinambur trieb im Frühjahr zunächst sehr schön aus und bot Anfang des Sommers einen schönen, frisch grünen Sichtschutz. Ich goss ihn morgens von Hand mit der Gießkanne und er bekam gelegentlich etwas Flüssigdünger in sein Gießwasser. Wenn dann aber die große Sommerhitze kam, war es schwierig, ihn ausreichend mit Wasser zu versorgen, weil ich in dieser Zeit teilweise 14 Stunden pro Tag außer Haus war. Ab Mitte August bekam er dann den ersten Anflug von Echtem Mehltau und im September bot er nur noch ein Bild des Jammers - er brach unter dem Mehltau förmlich zusammen.

Ab Mitte August wurde der Topinambur im Kübel (links oben im Bild) von Echtem Mehltau befallen.
Dieser Ablauf wiederholte sich jedes Jahr etwa 4 Jahre lang, bis ich von ihm genug hatte.

Geblüht haben meine Topinamburpflanzen nie – ich hatte offensichtlich eine blühfaule Sorte erwischt. Zwar konnte ich im Herbst jeweils einiges an Knollen ernten, doch die waren schmal (vermutlich auch, weil zu eng gepflanzt) und schwierig zu säubern. Daran verlor ich schnell die Lust.

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Mein Fazit:
An meinem heißen Standort ist die Kultur von Topinambur im oberirdisch stehenden Kübel schwierig: Ein schwarzer Plastikkübel wird zu heiß, ein Terrakottatopf trocknet zu schnell aus. Man muss den Kübel mit dem Topinambur entweder eingraben, was bei mir nicht möglich ist, da es sich nur um eine begrünte Dachterrasse mit dünner Erdauflage handelt, oder ihn in die zweite Reihe stellen, damit er vor Sonne und Wind besser geschützt ist. Außerdem braucht man bei der Kultur von Topinambur im oberirdischen Kübel eine automatische Bewässerung oder muss im Sommer manuell mehrmals am Tag gießen können.

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Mittwoch, 14. Juni 2017

Eisenmangel an Rosen - erkennen, verhindern und ausgleichen

Blätter verfärben sich nicht nur im Herbst oder bei Krankheits- und Schädlingsbefall, manchmal sind Ernährungsprobleme die Ursache. Blattaufhellungen an den jüngeren Blättern deuten bei Rosen meist auf Eisenmangel hin. So lässt er sich erkennen, verhindern und ausgleichen.

Eisenmangel an meiner Bodendeckerrose 'Lavender Dream',
die bei mir in einem Kübel wächst: Die jungen Blätter sind sehr hell.
Manche Nährstoffe können in der Pflanze bewegt werden, andere nicht. Erhält eine Pflanze beispielsweise zu wenig Stickstoff, so baut sie Stickstoff in alten Pflanzenteilen ab und transportiert ihn zu den Triebspitzen. Die Folge ist, dass die Blätter oben an den Triebspitzen fast normal aussehen, aber die alten Blätter gelb werden. Stickstoff ist ein beweglicher Nährstoff.

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Anders sieht es bei Eisen aus. Eisen kann in der Pflanze nicht an einer Stelle abgebaut, dann transportiert und woanders genutzt werden. Eisen bleibt da, wo es einmal eingebaut wurde. Fehlt der Pflanze Eisen, dann fehlt es vor allem in den jungen Pflanzenteilen, die jungen Blätter werden hell. Das Symptom wird auch Eisenchlorose genannt.

Eisenmangel bei Rosen verhindern

Nicht immer ist die Ursache für eine Eisenchlorose das tatsächliche Fehlen des Eisens im Boden. Manchmal ist genug Eisen da, aber es ist wegen eines zu hohen pH-Wertes nicht pflanzenverfügbar – das passiert beispielsweise bei zu viel Kalk im Boden - wegen des Ausgangsgesteins, zu hoher Kalkgaben und/oder durch ständige Bewässerung mit kalkhaltigem Wasser (das passiert vor allem in Töpfen und Kübeln, die nur mit kalkhaltigem Leitungswasser gegossen werden).

Will man Eisenmangel verhindern, muss man also dafür sorgen, dass Eisen im Boden ist (das ist normalerweise der Fall) und dass der pH-Wert im richtigen Bereich liegt. Der optimale pH-Wert für Rosen liegt zwischen 5,5 bis 7,0. Bei zu kalkhaltigem Boden oder ständiger Bewässerung mit kalkhaltigem Wasser wird der pH-Wert höher und einige Spurenelemente sind dann nicht mehr aufnehmbar.

Eisenmangelsymptome bei Rosen beseitigen

Wenn man weiß, dass wahrscheinlich der pH-Wert des Bodens/Substrats zu hoch ist (über 7, das kann man mit einem Bodentester* kontrollieren), reicht es oft, für eine Ansäuerung des Bodens zu sorgen. Sobald der pH-Wert sinkt, wird das Eisen für die Pflanzen, in diesem Fall für die Rosen, leichter verfügbar. Wer sich bei der Absäuerung auf die Umstellung von Leitungswasser auf gesammeltes, vergleichsweise saures Regenwasser und die regelmäßige Zugabe von organischen, sauer wirkenden Stoffen (Kompost, Moos etc.) zum Boden/Substrat verlässt, braucht ein wenig Geduld, hat das Problem dann aber mit großer Wahrscheinlichkeit auch dauerhaft los.

Beschleunigen kann man die Absäuerung mit Zugaben von sauer wirkenden Düngern wie Ammonsulfatsalpeter*. Das ist zwar ein mineralischer Stickstoff- und Schwefeldünger (26% N und 13% S), den ich persönlich im Garten normalerweise für überflüssig halte – organische Dünger sind besser, weil gut für das Bodenleben und damit für die Bodenfruchtbarkeit und die Artenvielfalt. Aber wenn man einen überdachten Topfgarten/Balkongarten hat und/oder überwiegend mit hartem Leitungswasser gießen muss, kann die gelegentliche Anwendung des Ammonsulfatsalpeters zur Stickstoffdüngung und zum gleichzeitigem Absäuern bei Eisenchlorosen u. Ä. ausnahmsweise hilfreich sein. Ich würde mit Gaben von 10 bis 25 g des Düngers pro m2 (abhängig von der Größe der Rosensorte) beziehungsweise 5 - 10 g pro Rosenkübel (in Wasser gelöst gießen) anfangen und dies eventuell nach 2 Wochen wiederholen. Ab August sollte man diese und andere Stickstoffdüngung aber einstellen, damit die Rosen bis zum Winter eine gute Winterhärte ausbilden und nicht zum Treiben verleitet werden.

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Liegt der pH-Wert bereits unter 6, kann man davon ausgehen, dass der Eisenmangel in der Rosenpflanze nicht am pH-Wert des Bodens liegt, sondern dass wahrscheinlich tatsächlich zu wenig Eisen im Boden vorhanden ist. In diesem Falle sollte man die Rosen mit einem Eisendünger, beispielsweise Sequestren, Fetrilon oder Ferramin Eisendünger* von Neudorff , düngen (dabei die Dosierungsempfehlungen auf der Verpackung befolgen).

Wofür brauchen Rosen Eisen?

Rosen sind Mittel- bis Starkzehrer, denn sie bauen sich jedes Jahr neu auf. Eisen ist ein Spurenelement, das zur Bildung des Blattgrüns gebraucht wird. Ist nicht genug Eisen im Boden/Substrat oder ist es bei einem hohen pH-Wert festgelegt, kann die Pflanze kein Blattgrün mehr bilden.

Haben Sie weitere Tipps zu Eisenmangel an Rosen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie sie mit uns.

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Mittwoch, 26. April 2017

Exotisches Fruchtgemüse selbst anbauen

Selbstversorger, Urban Gardener und (Hobby)Gärtner experimentieren gerne, deshalb möchte ich drei besondere Fruchtgemüse vorstellen, deren Anbau sich lohnt: die Birnenmelone Pepino, die Horngurke Kiwano und die Grüne Tomate Mexikos Tomatillo. Alle drei sind exotische Früchte, denn sie haben ihre Heimat in wärmeren Gefilden auf fremden Kontinenten und eignen sich für den Anbau im Kleingewächshaus sowie an geschützten, warmen Plätzen im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse.

Ich kenne diese exotischen Fruchtgemüsearten schon aus meiner Zeit in Weihenstephan, wo sie in der Kleingartenanlage und in Gewächshäusern des Instituts für Gemüsebau getestet und für gut befunden wurden: gut geeignet zum Anbauen und gut geeignet für die Küche und den Gaumen.

Birnenmelone, Pepino Solanum muricatum

Diese Pepinos wachsen in den Mund.
(fotografiert in Weihenstephan unter einem Dachvorsprung)
Die Experten erkennen es schon am botanischen Gattungsnamen Solanum: Die Pepino ist ein Nachtschattengewächs (Familie Solanaceae). Die aus Südamerika stammende Pflanze hat schönes dunkelgrünes Laub und auffällige Früchte, die in einer Blumenampel am besten zur Geltung kommen. Doch genauso kann man sie im Gewächshaus ein- bis dreitriebig an Schnüren nach oben leiten.

Die reifen Früchte duften und schmecken ähnlich wie Melonen – man kann sie Salaten, Obstsalaten oder Desserts beigeben oder einfach aus der Schale löffeln.

Von der Birnenmelone kann man Samen oder Jungpflanzen kaufen*.
Mehr zum Anbau der Birnenmelone bei www.gartensaison.de/garten/pepino.htm.

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Horngurke Cucumis metuliferus

Die Horngurke im Kleingewächshaus (fotografiert in Weihenstephan)

Die Horngurke ist ein einjähriges Kürbisgewächs mit dekorativen, "gehörnten“ Früchten, die auch noch vitaminreich sind. Sie sind auch unter der Handelsmarke Kiwano bekannt.

Ab Mitte April beginnt man mit der Pflanzenanzucht aus Samen* an einem geschützten, warmen, hellen Platz – nach den Eisheiligen werden sie in ein Gewächshaus oder an einen warmen, geschützten Platz im Freien gepflanzt.

An der einjährigen Kletterpflanzen gibt es männliche und weibliche Blüten. Sicherheitshalber pflanzt man mehrere Pflanzen zusammen, damit man am Ende genügend befruchtete weibliche Blüten und damit Horngurken-Früchte hat.
Mehr zum Anbau der Horngurke bei http://www.gartensaison.de/garten/neue-pflanzen.htm

Mit diesen exotischen Früchte als Tischdekoration wird jeder gedeckte Tisch zu einem Erlebnis. Sie sind lange haltbar, Geschmacklich liegen sie zwischen Zitrone und Banane und passen in Salate, Obstsalat oder Desserts.

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Tomatillo Physalis ixocarpa 

Die Tomatillo wird auch die Grüne Tomate Mexikos genannt. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen, wie auch Kartoffeln, die Gemüsearten Tomaten, Auberginen und Paprika. Besonders eng ist sie mit der Kapstachelbeere Physalis peruviana und der als Schnittblume beliebte Lampionblume Physalis alkekengi verwandt – wie man sieht gehören sie nicht nur zur gleichen Familie, sondern sogar zur gleichen Gattung (genannt Blasenkirschen, Physalis).

Die Tomatillo-Früchte wachsen in einem kleinen Lampion geschützt heran. 
Wie die Kapstachelbeere und die Lampionblume ist die Tomatillo-Frucht von einer laternenförmigen Hülle umschlossen, die die Pflanze aus dem Blütenkelch bildet. Die Früchte schmecken säuerlich würzig und passen gut in geschmortes Mischgemüse mit Tomaten, Zucchini und Paprika. Sie sind auch Bestandteil verschiedener mexikanischer Soßen (Salsas).

Tomatillopflanzen sind einjährig. Sie werden bis zu 2 m hoch und brauchen wie die Stabtomaten eine Stütze, sonst können sie bei Wind brechen.

Man kann Tomatillos als Samen oder als Jungpflanzen kaufen*. Ausgesät für die eigene Jungpflanzenanzucht werden sie spätestens im April, dazu benötigt man einen hellen, warmen Platz. Man kann sie im Mai nach den Eisheiligen in ein Beet oder auch in einem großen Kübel pflanzen – wichtig ist eine ausreichende Düngung und Bewässerung, sonst wird das Ernteergebnis mager.

Mehr zum Anbau und der Pflege von Tomatillos bei http://www.gartensaison.de/garten/tomatillo.htm.

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Freitag, 7. April 2017

Frühlingserwachen im Garten, auf Balkon und Terrasse



Der Winter war bei uns kurz aber heftig - mit viel Schnee und sehr tiefen Temperaturen.



Auch diesen Winter hat sich eine Wühlmaus im Rasen auf dem Tiefgaragendach verlustiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für sie eine Freude war, so niedrig wie die Erdauflage ist. Inzwischen hat sie sich wieder zurückgezogen - vermutlich in die Streuobstwiese beim Nachbarn.



Die Flechten an den Obstgehölzen haben sich im Winter noch malerischer gefärbt. Zum Glück sind Flechten nicht schädlich.

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Dann begannen die Spätwinterblüher aus Blumenzwiebeln zu blühen: hier ein paar Schneeglöckchen, dort ein paar Krokusse. Die Krokussorte Crocus tommasinianus 'Ruby Giant', die ich im vergangenen Spätherbst in den Rasen gepflanzt hatte, blühte als letzte (im Bild). Gleichzeitig wurden die Gänseblümchen immer mehr und wandelten den Rasen in eine Gänseblümchenwiese.



Die Küchenschelle Pulsatilla, auch Kuhschelle genannt, mag offensichtlich ihren trockenen Platz neben einem kräftigen Rosenstrauch. Dieses Jahr blühte sie üppiger denn je.



Der Schnittlauch begann mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen zu treiben. Der Thymian auch, doch der wurde von mir mit der Schere gestutzt, damit er kompakt bleibt.

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Rosmarin und Salbei hatten wieder ihren geschützten Winterplatz direkt vor einem bodentiefen Fenster und haben den Winter ebenfalls gut überstanden. Normalerweise würde man sie aber wie Kübelpflanzen überwintern, beispielsweise in einem Gewächshaus. Die mehrjährigen Pflanzen in Töpfen und Kübeln musste ich selbst im Winter draußen gelegentlich gießen, richtig durstig wurden sie dann mit der Frühlingssonne.



Auch die Stauden, die im Sommer blühen sollen, sind gut über den Winter gekommen und treiben schon schön aus. Die tiefen Temperaturen im Januar und das trockene Wetter danach haben zwar die Schnecken reduziert, aber bei Duftnessel und Purpursonnenhut (im Bild) habe ich sicherheitshalber etwas umweltverträgliches Schneckenkorn gestreut, damit sie nicht, wie 2014, bei feuchtem Wetter von Schnecken innerhalb einer Nacht niedergemäht werden.



Von den Tulpen blühten als erste die ‚Peer Gynt‘, sie gehört zu den Überraschungseiern, die ich im Herbst 2012 gepflanzt hatte. Von den ursprünglich 20 Stück dieser Romantischen Tulpenmischung ('Peer Gynt' und 'Purple Flag') sind nur noch etwa die Hälfte übrig. Zu den allgemeinen Gründen, warum Blumenzwiebeln weniger werden, kommt bei uns noch die dünne Erdauflage dazu, denn dieses Beet befindet sich auf dem Tiefgaragendach – die Zwiebeln drücken sich oft selbst aus dem Boden und vertrocknen dann oder werden Opfer von tierischen Feinschmeckern.



Die Gelben Narzissen läuteten letzte Woche den Frühling offiziell ein,


gefolgt von den etwas späteren Tulpensorten wie den lilienblütigen 'Purple Dream',




von Traubenhyzinthen Muscari und



und weißen Engelstränen-Narzissen Narcissus 'Thalia'.

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Seit wenigen Tagen blüht auch die Wildkirsche am Grundstücksrand. Sie ist Teil einer wilden Hecke, die mit dem Alter sehr groß geworden ist - zu meiner Freude, weil sie im Sommer für einen grünen Blick und für Privatsphäre sorgt und zur Freude der Vögel, die sich dann über die reifen Früchte hermachen.

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Dienstag, 4. April 2017

Pflanzen für Schattenplätze im Garten und auf dem Balkon

Sonne liebende Pflanzen kümmern im Schatten dahin, Schatten liebende Pflanzen leiden, wenn man sie an einen heißen, sonnigen Standort stellt. Wer Pflanzen aber ihren natürlichen Ansprüchen entsprechend pflanzt, also Sonnenanbeter an sonnige und schattenverträgliche Pflanzen an Plätze im Garten mit wenig oder kaum Sonne, der hat mehr Freude an seinem Garten oder Balkon. Viele Beispiele für schattenverträgliche Beet- und Balkonblumen, Stauden und Gehölze – einschließlich Gräser, Bodendecker, Kletterpflanzen und Kübelpflanzen für fröhlich bunte oder verzaubernde Kombinationen. 


Veilchen blühen im Frühjahr im lichten Schatten noch unbelaubter Gehölze

Alle Pflanzen benötigen Licht, denn sie betreiben Fotosynthese. Doch in der Natur gibt es Standorte mit weniger Licht – beispielsweise im Schatten von Bäumen und Sträuchern oder auf der Nordseite von Bergen – und es gibt Pflanzen, die sich an solche Standorte angepasst haben und sich dort richtig wohlfühlen.

Fotosynthese
Bei der oxygenen Fotosynthese durch Pflanzen verwerten diese mithilfe ihres Blattgrüns (Chlorophyll) die Energie aus dem Sonnenlicht, um Kohlendioxid und Wasser in organische Verbindungen umzuwandeln. Dabei wird Sauerstoff frei. Die Fotosynthese ist der wichtigste Prozess auf der Erde, ohne den es weder Nahrung noch Sauerstoff zum Atmen gäbe.

Blumen für den Halbschatten bis Schatten

 
Eisbegonien, Knollenbegonien und Fleißige Lieschen hellen Schattenplätze auf.


Von den Beet- und Balkonpflanzen, die meist nur für eine Saison gepflanzt werden, kommen diese auch mit weniger Licht zurecht:
  • Fleißige Lieschen Impatiens gibt es in vielen Farben, die man miteinander mischen, mit anderen Schattenblumen oder mit grünen Pflanzen wie Efeu oder Farnen kombinieren kann. 
  • Fuchsien Fuchsia (die Pflanzen können frostfrei überwintert werden)
  • Knollenbegonien (die Knollen können frostfrei überwintert werden) 
  • Eisbegonien
  • Bartnelken (Halbschatten)
Nicht nur für den Garten, auch für die Bepflanzung eines Balkons mit wenig Licht eignen sich neben den obigen typischen Beet- und Balkonpflanzen auch niedrige Stauden wie Vergissmeinnicht und Bergenien, etwas höhere Stauden wie Tränendes Herz (Kübel) sowie niedrige (Efeu) oder höhere Gehölze für den (lichten) Schatten, siehe nächste Gruppen.

Stauden für den Halbschatten bis Schatten (Beispiele)

Diese Stauden – das sind mehrjährige Pflanzen, die den Winter unter der Erde verbringen und im Frühjahr austreiben -, verschönern Schattenplätze:

  • Prachtspieren, Astilben Astilba (Waldpflanzen an feuchten Bachufern) 
  • Bergenien Bergenia cordifolia und Bergenia-Hybriden 
  • Christrosen Helleborus 
  • Elfenblumen Epimedium 
  • Eisenhut Aconitum 
  • Farne der Gattungen Athyrium, Dryopteris, Polypodium, Polystichum und andere 
  • Funkien Hosta 
  • Herzblattschale, Zwillingsblatt Jeffersonia diphylla 
  • Kastanienblättriges Schaublatt Rodgersia aesculifolia 
  • Kaukasus-Vergissmeinnicht Brunnera macrophylla 
  • Lungenkraut Pulmonaria 
  • Taglilien Hemerocallis (lichter Schatten bis Sonne) 
  • Tränendes Herz Dicentra 
  • Veilchen Viola 
  • Wald-Vergissmeinnicht Myosotis sylvatica 
  • Wiesenraute Thalictrum 


Gräser für den lichten Schatten und Gehölzrand (Beispiele) 

Gräser gehören auch zu den Stauden, sind hier der Übersicht wegen aber extra aufgeführt. Gräser verbindet man eher mit sonnigen Flächen, aber die folgenden Gräser können im lichten Schatten von Gehölzen oder am Gehölzrand wachsen:
  • Waldschmiele Deschampsia cespitosa 'Schottland' 
  • Japan-Segge Carex morrowii 'Variegata' 
  • Gelbgrüne Gartensegge Carex hachijoensis 'Evergold' 
  • Riesenwaldschwingel Festuca gigantea 
  • Weißliche Hainsimse Luzula luzuloides 
  • Waldhaarsimse Luzula pilosa 'Igel' 
  • Zwergbambus Pleioblastus pygmaeus var. distichus 
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Bodendecker für den Halbschatten bis Schatten

Bodendecker können niedrige Gehölze, Halbsträucher oder Stauden sein. Bodendecker halten das Unkraut in Schach, verschönern Flächen oder bilden den Rahmen für auffälligere Schönheiten im Garten. Diese eignen sich auch für den (lichten) Schatten:
  • Dickmännchen, Schattengrün, Japanischer Ysander Pachysandra terminalis (immergrüner, bodenbedeckender Halbstrauch) 
  • Immergrün Vinca minor, Vinca major (immergrüne niedrige, bodenbedeckende Halbsträucher) 
  • Jakobsleiter Polemonium (niedrige, bodenbedeckende Staude) 
  • Schaumblüten Tiarella (niedrige bodenbedeckende Staude) 
  • Waldmeister Galium (niedrige, bodenbedeckende Staude) 
  • Golderdbeeren Waldsteinia fragarioides (niedrige, bodenbedeckende Staude) 

Kletterpflanzen für den Halbschatten bis Schatten 

Die Trompetenblume mag einen beschatteten Wurzelbereich.

  • Kletterhortensie Hydrangea petiolaris 
  • Jelängerjelieber Lonicera caprifoliu
  • Trompetenblume Campsis radicans (Wurzelbereich im Schatten) 
  • Waldreben Clematis (möchten einen kühlen Fuß im Schatten, aber zur Sonne klettern).
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Gehölze für den lichten Schatten/Halbschatten bis Schatten

Dieser Flieder Syringa vulgaris 'Andenken an Ludwig Späth'
kommt seit Jahren mit etwas Morgensonne aus. Zu dieser Gruppe im Schatten eines Baumes gehören auch eine Felsenbirne (Amelanchier) sowie ein weißer Flieder.

Viele Rhododendron-Arten/-Sorten
mögen den lichten Schatten.
  • Rhododendron (meistens kalkmeidend) 
  • Samthortensie Hydrangea aspera 
  • Ballhortensie Hydrangea macrophylla 
  • Rispenhortensie Hydrangea paniculata 
  • Zaubernuss Hamamelis 
  • Prachtglocke Enkianthus campanulatus (kalkmeidend) 
  • Flieder Syringa (Morgensonne reicht vielen Flieder-Arten/-Sorten)
  • Fingerstrauch Potentilla fruticosa 'Kobold'

Kübelpflanzen für den (lichten) Schatten 

Kübelpflanzen sind in der Regel nicht winterharte Gehölze aus wärmeren Klimazonen, die im Gewächshaus, Wintergarten o. Ä. überwintert werden). Viele sind zwar Sonnenanbeter, aber einige fühlen sich im Schatten wohler. 
  • Kamelie Camellia japonica 
  • Fuchsien Fuchsia 
  • Hammerstrauch Cestrum 
  • Jasminblütiger Nachtschatten Solanum jasminoides 

Trockener Halb-/Schatten 

Die meisten schattigen Standorte haben einen frischen Boden. Besonders schwierig ist es, lichtarme Standorte mit trockenem Boden zu begrünen. Diese Pflanzen kommen damit am ehesten zurecht.
  • Dickmännchen Japanischer Ysander Pachysandra terminalis (immergrüner, bodenbedeckender Halbstrauch) 
  • Christrosen, Nieswurz Helleborus (Stauden) 
  • Golderdbeere Waldsteinia fragarioides (Staude) 
  • Bergenien Bergenia cordifolia (Stauden) 


Gemüse und Kräuter für den Schatten


Brunnenkresse kann auch in Töpfen kultiviert werden. Sie wird ausgesät oder über Stecklinge vermehrt.
Gemüse und Kräuter für den Schatten werden in einem eigenen Blogartikel →&bnsp; Gemüse und Kräuter für den Schatten (tinto bloggt) mit Beispielen vorgestellt.


Flexibel und mobil gärtnern 
Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen - vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.
Gartenbuch Eva Schumann Werbelink

Gärtnern in Töpfen:*
Balkon und Terrasse mit Pflanzen gestalten*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1. Auflage (2019)
Klappenbroschur, 128 Seiten,
86 Farbfotos, 3 Farbzeichungen, 17 Tabellen
ISBN 3-8186-0635-8



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