Mittwoch, 5. Juni 2019

Tomaten entblättern – so geht das!


Buschtomaten und Balkonkastentomaten/Minisorten
müssen nicht entblättert werden
Von gesunden Tomatenpflanzen und reicher Ernte von leckeren Tomatenfrüchten träumt jeder Gärtner/Balkongärtner, Selbstversorger und Urban Gardener.

Das Entblättern der Tomatenpflanzen ist eine Maßnahme, die – wie auch das Ausgeizen – im Erwerbsgartenbau beim Anbau von hochwachsenden Tomatensorten vorgenommen wird. FreizeitgärtnerInnen mit Kleingewächshaus oder Tomaten an windstillen Standorten sollten die Maßnahme ebenfalls erwägen.

Tomaten entblättern – warum?

Die Tomatenblätter im unteren Bereich von Stabtomaten werden entfernt, um
  • die Durchlüftung des Pflanzenbestandes zu verbessern und so die Pflanzengesundheit zu fördern, denn im feuchten Milieu siedeln sich Pilzkrankheiten leichter an,
  • ein Gleichgewicht zwischen Laub und Früchten zu schaffen, sodass möglichst viele Früchte reifen können, ohne dass Dünger für überflüssige Blätter verschwendet wird.

Tomaten entblättern im Hobbygartenbau

Das Entblättern von Tomaten macht auch im Hobbygartenbau Sinn. Während es bei niedrigen Topftomaten und mittelhohen Buschtomatensorten reicht, kranke oder verfärbte Blätter wegzuzupfen, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten, ist es bei hochwachsenden Stabtomaten (hohe Sorten, die eine Stütze benötigen und beispielsweise an einem Spalier, Schnüren, spiralförmigen oder einfachen Stäben hochgeleitet werden) ratsam, den unteren Bereich nach und nach zu entblättern.

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Tomaten entblättern – so geht das!

Falsch: das Laub einer Tomatenpflanze komplett entfernen
Richtig: kranke und verfärbte sowie überflüssige Tomatenblätter im unteren Bereich entfernen

In der Praxis werden bei hohen Stabtomaten die unteren 30 bis 50 cm des Stängels nach und nach entblättert, manchmal auch mehr, wenn die Pflanzen sehr groß sind - vor allem im Gewächshaus wegen der längeren Kulturzeit.
  • Die Blätter im unteren Bereich werden oft gelb oder gemasert, weil der obere Teil der Pflanze lösliche Nährstoffe „absaugt“, um sie oben für neuen Zuwachs zu nutzen. Manchmal sind aber auch Pilzkrankheiten (Grauschimmel) oder Befall mit Schädlingen (Weiße Fliege, Blattläuse) die Ursache für das Verfärben und Verwelken der Tomatenblätter. So oder so werden diese unteren Blätter bei aller Pflege nicht mehr schön, wenn sie einmal geschädigt sind, und können entfernt werden.

Bei dieser Stabtomate im Kübel werden die gelben Blätter im unteren Bereich entfernt. Nach und nach wird der Tomatenstängel so von unten nach oben, aber nur bis zu einer Höhe von 30 bis 50 cm, entblättert.
Allerdings sollten beim Tomatenpflanzenentblättern keine Blätter oberhalb einer Blüten- bzw. Fruchttraube entfernt werden, denn diese sollen möglichst nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Ausnahme: Wenn die Blätter extrem krank sind, ist der Sonnenbrand das geringere Gesundheitsrisiko.

Die Tomatenpflanzen der Stabtomaten-Sorten werden also nach und nach von unten nach oben bis am Ende zu einer Höhe von 30 bis 50 cm entblättert. Dadurch wird der Pflanzenbestand besser belüftet, Tau, Regen oder Gießwasser können schneller abtrocknen, wodurch sich Pilzkrankheiten nicht so leicht ausbreiten können (Pilzsporen keimen nur bei Feuchtigkeit auf den Blättern).

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