Freitag, 31. März 2017

Woran liegt es, wenn Tulpen und andere Blumenzwiebeln von Jahr zu Jahr weniger blühen

Wenn Tulpen und andere Blumenzwiebeln von Jahr zu Jahr weniger werden, dann denken viele, Wühlmäuse hätten zugeschlagen. Häufig sind jedoch andere Ursachen daran schuld. Manchmal auch das Wetter.
Woran liegt es, wenn von Jahr zu Jahr weniger Tulpen blühen?
Die meisten Hobbygärtner haben es bestimmt schon selbst erlebt oder die Klage von anderen gehört: Meine Blumenzwiebeln werden von Jahr zu Jahr weniger.

Oft werden die Wühlmäuse verantwortlich gemacht – aber wenn gar keine Erdaufhäufungen und Gänge festgestellt werden, dann waren die Nager nicht die Übeltäter. Aber was kann sonst die Ursache sein?

Wenn im ersten Frühjahr nach der Pflanzung viele Tulpen oder andere Blumenzwiebeln, die man im Herbst gesetzt hatte, geblüht haben, dann kann man davon ausgehen, dass man bei der Pflanzung alles richtig gemacht hatte. Also lag der Fehler mit großer Wahrscheinlicheit nicht bei der Pflanzung.

Blumenzwiebelpflanzen ziehen sich mehr oder weniger schnell nach der Blüte unter die Erde zurück. Damit sie im nächsten Jahr wieder so kräftig austreiben können, müssen sie auch mindestens wieder so viele Reservestoffe in ihre Zwiebeln einlagern. Deshalb sollte man Folgendes beachten:
  • Die meisten Blumenzwiebeln mögen einen humosen, durchlässigen Boden. Staunässe mögen sie überhaupt nicht – auch nicht im Winter, wenn man sie gar nicht sieht. 
  • Während der Wachstumszeit der Blätter sollten Nährstoffe im Boden sein, die die Pflanzen aufnehmen können. Am besten gibt man alljährlich etwas reifen Kompost oder organischen Dünger auf den Boden im Beet. 
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  • Nach der Blüte wird der Blütenstängel sofort entfernt – so geht keine Energie für die Samenbildung verloren. 
  • Die Blätter lässt man unbedingt stehen, bis sie völlig verwelkt sind - die in der Pflanzenmasse enthaltenen Nährstoffe müssen wieder in die Zwiebeln zurück. 
  • In Jahren mit einem trockenen, warmen Frühjahr haben die Pflanzen kaum Zeit zu wachsen und durch die Fotosynthese Reserven anzulegen. Auch dies kann eine Ursache dafür sein, dass die Pflanzen schwächer werden und dann weniger blühen.

    Bei großer Trockenheit vor und während der Blüte sollte man tatsächlich gelegentlich gießen. Schattieren (Sonnenschirm, Sonnensegel o. ä.) senkt die Temperatur ebenfalls ein wenig und verlängert die Phase der Fotosynthese – aber das Schattieren ist nicht überall möglich oder sinnvoll. 
  • Wer die Blumenzwiebeln aus dem Beet oder dem Blumenkasten nehmen möchte, um sie woanders kühl zu überwintern, der sollte mit dem Ausgraben möglichst warten, bis die Blätter komplett verwelkt sind. 
  • Je anspruchsvoller die Sorte ist, desto mehr wirken sich Nährstoffmangel und andere kleine Probleme aus. Anspruchsvolle Sorten muss man gelegentlich nachpflanzen. 
  • Mir selbst passiert es außerdem gelegentlich, dass ich versehentlich in eine Blumenzwiebel hacke, wenn ich neue Stauden pflanze, Stauden teile und bei anderen Gartenarbeiten. 
In manchen Jahren muss man sich an dem erfreuen, was durchgekommen ist, im Herbst ein paar Zwiebeln nachpflanzen und es im nächsten Jahr besser machen.

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Dienstag, 21. März 2017

Die Osterglocken läuten schon und verbreiten Frühlingslaune

Osterglocken, auch Gelbe Narzissen oder Trompeten-Narzissen genannt, läuten den Frühling ein und sind die typische Osterpflanze. Hier einiges Wissenswerte über Osterglocken und andere Narzissen, wann und wie man sie pflanzt, ein paar Pflegetipps und mehr. 


Osterglocken läuten den Frühling ein.
Osterglocken sind Stauden, genauer: Sie sind Blumenzwiebelpflanzen der Gattung Narzissen Narcissus aus der Familie der Amaryllisgewächse. Ihre botanische Art heißt Narcissus pseudonarcissus.

Osterglocken und andere Narzissen

Osterglocken werden etwa 35 bis 40 cm hoch, ihre Blüten sind gelb mit einer schönen ausgeprägten "Trompete", die die Staubblätter im Inneren umhüllt. Die Osterglocke stammt ursprünglich aus Westeuropa und dem westlichen Mitteleuropa - ist aber als Wildpflanze kaum noch zu finden und steht deshalb unter strengem Artenschutz (bitte niemals wilde Narzissen in der Natur pflücken oder ausgraben - das ist nicht nur aus Sicht des Artenschutzes falsch, es kann auch teuer werden).

Zum Glück gibt es von der Osterglocke inzwischen Kultursorten, die als Schnittblumen oder als Blumenzwiebeln beziehungsweise bereits vorgetrieben in Töpfen zur Verwendung auf dem Balkon, der Terrasse oder für die Pflanzung ins Beet angeboten werden. Neben den Osterglocken gibt es noch viele andere beliebte Narzissenarten.

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An Ostern blühende Narzissen

Die Osterglocke gehört wegen ihrer Blütezeit in der Zeit von März bis Mai (je nach Witterung) traditionell zu Ostern. Sie symbolisiert die Auferstehung, denn wie auch andere frühlingsblühende Blumenzwiebelpflanzen zieht sie sich im Sommer unter die Erde zurück, um dann im nächsten Frühjahr wieder "aufzuerstehen".

Wer Ostern die Osterglocken oder andere Narzissenarten im Garten läuten lassen will, sollte das im Herbst vorbereiten, denn die Spätwinter- und Frühjahrsblüher unter den Blumenzwiebelpflanzen werden bereits im Herbst gesetzt.

Osterglocken mögen einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten. Am liebsten ist ihnen ein lehmiger, nahrhafter Boden, der im Frühjahr nicht zu trocken werden sollte.

Die Zwiebeln werden etwa doppelt so tief, wie die Zwiebel dick ist, gepflanzt. Pflanzt man sie in Gruppen zu mehreren zusammen, erzielen sie mehr Aufmerksamkeit als bei verstreuter Einzelpflanzung. Da die Blüte abhängig von der Witterung früher oder später erscheint und weil Ostern in manchen Jahren spät liegt, wählt man am besten verschiedene Sorten von Narcissus pseudonarcissus und auch von anderen Narzissenarten, wenn man sicher gehen möchte, dass der Garten auch noch zur richtigen Zeit österlich aussieht.

Pflegetipps

Viele Narzissen vermehren sich von selbst und breiten sich auf Wiesen von alleine aus. Gedüngt werden sie während des Austriebs mit ein wenig Gartenkompost.

Nach der Blüte werden die Blütenstiele sofort abgeschnitten, doch die Blätter lässt man in Ruhe welken, damit die darin gespeicherten Nährstoffe in die Zwiebeln zurückgeführt werden. Erst nach der Welke werden die Blätter entfernt.

Blumenzwiebeln in Gefäßen oder an Plätzen, die man im Sommer noch anderweitig nutzen will, kann man nach dem Einziehen der Blätter herausnehmen, abtrocknen lassen und dann kühl und luftig lagern, bis man sie im Herbst wieder einpflanzt.

Werden Narzissen, die dauerhaft im Garten bleiben, mit der Zeit etwas blühfaul, kann man sie (ebenfalls frühestens nach dem Einziehen, sonst im Spätsommer) ausgraben, die fertig ausgebildeten Brutzwiebeln vorsichtig abnehmen und dann wieder auspflanzen. die Erde bereitet man vor dem erneuten Auspflanzen mit ein wenig Gartenkompost vor, nach dem Pflanzen wird angegossen.

Narzissensorten
  • 'February Gold' ist eine niedrige, sehr früh blühende cyclamenblütige, gelbe Narzisse mit Trompete. 
  • 'Arctic Gold' ist eine mittelfrühe Osterglocke, deren Blüte in die Zeit von März bis Mai fällt. 
  • 'Hawera' st eine niedrige, spät blühende, hellgelbe Engelstränen-Narzisse 
  • 'Thalia' ist eine spät blühende, weiße Engelstränen-Narzisse 
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Vorsicht: Osterglocken sind giftig!

Alle Pflanzenteile von Narcissus und besonders die Zwiebeln sind sehr giftig. Schon bei bloßem Kontakt sind Hautreizungen (Narzissendermatitis) möglich.

Osterglocken als Schnittblumen

Mit ihrer Giftigkeit beeinträchtigen Osterglocken und andere Narzissen die Haltbarkeit anderer Schnittblumen: Osterglocken erhalten deshalb eine Vase für sich - zumindest, bis sie den Großteil des Giftes abgegeben haben.

Vergessen, im Herbst zu pflanzen?

Wer im Herbst vergessen hat, Narzissen-Blumenzwiebeln zu pflanzen, der kann sich beim Gärtner, im Gartencenter oder Baumarkt Töpfe mit bereits ausgetriebenen Osterglocken oder anderen Narzissen kaufen und diese vorsichtig im Gartenbeet, Balkonkasten, Kübel oder in der Terrassenspindel auspflanzen.

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Dienstag, 7. März 2017

Was haben Gewürznelken mit Nelken zu tun?

Gewürznelken - geschätzt in Küche und Heilkunde

Viele kennen Gewürznelken (manchmal auch als "Nelkengewürz" bezeichnet) aus der Küche: Man verwendet Gewürznelken als Gewürz für Lebkuchen, beim Einmachen von Obst, für Süßspeisen, Wildgerichte und andere Speisen. Andere kennen die kleinen, braunen Stielchen auch als Omas Tipp gegen Zahnschmerzen. Und viele haben sich schon gefragt, was diese Gewürznelken mit den farbenfrohen Blumen, die wir von Blumensträußen oder aus dem Garten kennen, zu tun haben?

Die kurze Antwort auf die Frage, was Gewürznelken mit Nelken zu tun haben: gar nichts! Die Gewürznelken aus dem Gewürzhandel gehören zu einer anderen Pflanzenfamilie und sogar Ordnung als die Nelken, die wir vom Floristen, aus dem Garten, vom Balkon oder aus der Natur bei uns kennen.

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Gewürznelken sind nämlich die getrockneten, stark duftenden Blütenknospen des immergrünen Gewürznelkenbaumes Syzygium aromaticum (syn. Eugenia caryophyllus), der bis zu 10 m hoch wird. Dieser Baum gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) in der Ordnung der Myrtenartigen und stammt von den Gewürzinseln, einer indonesischen Inselgruppe.

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Aus den Gewürznelken-Knospen wird auch das so genannte Gewürznelkenöl*, auch Nelkenknospenöl genannt, gewonnen, das bei Erkältungskrankheiten, Zahnschmerzen, Verdauungsstörungen und anderem helfen soll. Der Duft der Gewürznelke ist auch eine Komponente vieler Parfums, beispielsweise von Opium von Yves Saint Laurent, Oscar von Oscar de la Renta und Cinnabar von Estēe Lauder. Katzen wiederum mögen den Geruch angeblich nicht - doch die Erfahrungen, mit Gewürznelken Katzen davon abzuhalten, Beete als Katzenklo zu verwenden, sind unterschiedlich - nur wenige stellten einen Erfolg fest.

Garten-Nelken Dianthus gibt es in vielen Sorten und Farben.
Nelken Dianthus dagegen sind eine Pflanzengattung in der Pflanzenfamilie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und gehören zur Ordnung der Nelkenartigen. Nelken sind krautig, manche einjährig oder zweijährig, aber die meisten treiben jedes Jahr wieder aus dem Wurzelstock. Es sind jedenfalls keine Bäume! Nelken der Gattung Dianthus sind überwiegend Pflanzen der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel, vor allem in Eurasien sind sie verbreitet.

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Die Schnittblumenfreunde kennen vor allem die Schnittnelken der Art Dianthus caryophyllus mit ihren großen prächtigen Blüten - derzeit werden sie als eher nostalgisch angesehen. Aber auch das Schleierkraut Gysophila elegans gehört zur Famile der Nelkengewächse.

In Gartenbeete werden gerne Landnelken (ebenfalls Dianthus caryophyllus), Bartnelken Dianthus barbatus oder andere Garten-Nelken Dianthus gesät oder gepflanzt. In Balkonkästen und Blumenampeln setzen niedrigere Sorten oder Hängenelken (Dianthus-Hybriden) fröhliche Akzente.

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Aber auch andere Arten aus der Familie der Nelkengewächse werden in Gärten, Steingärten und Parks geschätzt, beispielsweise die Pechnelken Lychnis, Leimkräuter Silene und Seifenkräuter Saponaria. Naturfreunde kennen natürlich die Kornrade Agrostemma und die Heide-Nelke Dianthus deltoides. Kräutersammler nutzen die Vogelmiere Stellaria media als Heil- und Nahrungspflanze - andere verpönen dieses zarte Nelkengewächs als Unkraut.

Karthäusernelke
Naturheilkundler schätzen die Kartäuser-Nelke Dianthus carthusianorum wegen der nachgesagten Wirkung gegen Muskelschmerzen und Rheuma.














Eine Pflanze, die sich häufig von alleine im Garten ansiedelt und vermehrt, ist die Kronen-Lichtnelke Silene coronaria früher Lychnis coronaria - manche schätzen sie als schöne und preiswerte Gartenpflanze, deren Samen man vom Nachbarn geschenkt bekommt, andere sehen sie als Unkraut, weil sie schwierig zu kontrollieren sind und nach dem Verblühen auch nicht besonders attraktiv aussehen.

Kronen-Lichtnelke
Doch genug von der Vielfalt der Nelkengewächse.

Auch der Duft von Garten-Nelken wird für Parfums genutzt, beispielsweise ist er enthalten in: Vanderbilt von Gloria Vanderbilt, Égoïste Herrenduft von Chanel, Prada von Prada.










Das Fazit zur Ausgangsfrage ist: Gewürznelken und (Garten-)Nelken haben nichts miteinander zu tun. Die Verwirrung um die Nelken stammt vermutlich daher, dass manche Händler die Gewürznelken einfach kurz Nelken nannten.


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Sonntag, 1. Januar 2017

Mit der Kräuterfee durchs Jahr - Buchvorstellung**

Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte können die Ernährung bereichern, zur Gesundheitsvorsorge und Linderung von Krankheitssymptomen beitragen und/oder für die eigene Herstellung von Kosmetik verwendet werden. Elisabeth Maria Mayer gibt in ihrem neuen Buch „Mit der Kräuterfee durchs Jahr“, das dieser Tage im Leopold Stocker Verlag erschienen ist, einen Einblick in ihr persönliches Wildpflanzenjahr.

Mit der Kräuterfee durchs Jahr* vom Stocker Verlag**

Drei Dinge sind mir an dem Buch sofort sehr positiv aufgefallen. Erstens: Das Format ist mit 22 x 22 cm zwar ungewöhnlich, aber wegen des ansprechenden Hardcovereinbands wirkt das Buch hochwertig und gibt auch ein schönes Geschenk ab. Zweitens: Da gibt es gleich zu Anfang im Buch eine Tabelle mit Übersetzungen der typisch österreichischen Ausdrücke wie Palatschinken für Pfannkuchen oder Karfiol für Blumenkohl. Und drittens: Das Buch ist nach Jahreszeiten gegliedert - da weiß man gleich, wonach man zu welcher Jahreszeit Ausschau halten kann, um die interessanten Verarbeitungsideen anzuwenden.

Vom Sammeln der ersten zarten Blättchen im Vorfrühling bis zur Ernte von Früchten im Herbst stellt die Autorin über 100 ihrer liebsten Blüten, Kräuter, Pilze und Wildfrüchte vor. Dabei geht sie weniger auf die Pflanzenbeschreibung ein als auf die mögliche Verwendung der Pflanzen sowie die ihr nachgesagten Wirkungen. Die Autorin verrät ihre besten Rezepte für den kulinarischen Genuss (beispielsweise Suppen, Strudel, Brote, Säfte und Konfitüren; interessant sind auch ihre Meinung und Zubereitungstipps zu Smoothies) sowie für Gesundheit (Salben, Tinkturen und Elixiere) und Kosmetik (Lippen-, Haar und Hautpflege).

Sehr positiv finde ich auch das ausführliche Inhaltsverzeichnis - beim Lesen freut man sich schon auf die Rezepte und sonstigen Informationen im Buch.

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit macht das Schmökern im Buch großen Spaß. Die zahlreichen Anregungen und Zubereitungstipps haben mir gut gefallen und machen Lust auf Ausprobieren.

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Noch praktischer für die Nutzung des Buches im Alltag wäre allerdings, wenn es zu jeder besprochenen Pflanze ein Bild und zusätzlich zu den textlichen Informationen eine Art Mini-Steckbrief gäbe mit Informationen, welcher Pflanzenteil zu welcher Jahreszeit wofür und wann genutzt werden kann - oder alternativ eine Übersichtstabelle für alle Pflanzen am Anfang oder Ende des Buches. Außerdem bin ich ein Freund von Stichwortverzeichnissen - das hat mir ein bisschen gefehlt.

Mein Fazit: ein schönes Buch voller Informationen, Tipps und Rezepten für Wildpflanzenverwender, die die Wildpflanzen allerdings schon ein wenig kennen sollten oder ein gutes Bestimmungsbuch haben.

Die Autorin

Elisabeth Maria Mayer ist Landschaftsökologin und Landschaftsplanerin und betreut den Traumgarten Tannberg in Oberösterreich. In diesem Refugium für Wildpflanzen, Kräuter und Tiere finden Kochworkshops, Gartenführungen und Gartentage statt. Im Leopold Stocker Verlag sind von ihr bereits „Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“, „Noch mehr Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“ und „Die besten Wildfruchtrezepte" erschienen.

Das Buch

Mit der Kräuterfee durchs Jahr*
Wildkräuter, Früchte, Blüten und Pilze für Genuss, Gesundheit und Kosmetik
Elisabeth Maria Mayer
Leopold Stocker Verlag**
191 Seiten, durchgehend farbig bebildert
ISBN 978-3-7020-1610-4



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Paprika & Chili erfolgreich anbauen*
(enthält neben praktischen Anleitungen und Tipps zum Anbau über 35 Porträts von fruchtigen Paprika- bis scharfen Chili-Sorten für Garten und Balkon)
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart 2017
broschiert, 128 Seiten









Gewächshaus und Frühbeet
erfolgreich nutzen für den eigenen Gemüseanbau
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Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart: 1. Auflage (22. Juni 2017)
Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN 3-8001-5667-9
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Dienstag, 20. Dezember 2016

Rückblick auf das Gartenjahr



In einem Jahr wie 2016, mit so vielen verstörenden Ereignissen und Nachrichten, ist man besonders froh über die Seelen heilende Wirkung, die die Gartenarbeit, Pflanzen und Natur haben können (siehe auch Gartentherapie: Gärtnern für die Seele).

In meinem Video Rückblick auf das Gartenjahr folgen Sie mir auf meinem kleinen Bilder-Streifzug durch mein Gartenjahr. Wenn es Sie inspiriert, geben Sie ihm ein Däumchen-hoch und abonnieren Sie meinen Kanal.



Was auf den Bildern im Video zu sehen ist

Pinkfarbene Blüten im Kübel, leicht mit Schnee bedeckt
Dies ist die Wildtulpe Tulipa humilis 'Violaceae Black Base". Sie erschien sehr früh, aber wurde dann noch einmal vom Schnee überrascht.

Purpurfarbene Blütenstauden im Beet
Die Kuhschelle Pulsatilla hat einen trockenen, warmen Standort neben einer sehr wüchsigen Rose. Ihr scheint das zu gefallen - sie wird von Jahr zu Jahr schöner.

Violette Tulpen mit spitzen Blütenblättern im Kübel
Diese lilienblütige Tulpen Tulipa 'Purple Dream' blühten relativ spät, aber ihre Farbe, wenn die Sonne hindurchscheint, entschädigt für das Warten.

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Junge Radieschenpflanzen im Topf
Die Radieschen Rhaphanus sativus 'De Dix-Huit-Jours' habe ich teilweise direkt gesät und teilweise vorgesät und dann vereinzelt. Beide gediehen gleich gut.

Bald erntereife Radieschen im Topf
Die Radieschen Rhaphanus sativus 'De Dix-Huit-Jours' sahen verlockend aus, waren dann aber recht scharf und leicht holzig - was ich auf mein ungleichmäßiges Gießen und einen Kälteeinbruch, der das Wachstum für eine Weile unterbrach, zurückführe.

Große, purpurfarbene Blütenkugeln im Staudenbeet
Der Purpur-Kugellauch Allium aflatunense 'Purple Sensation' wurde 2012 gepflanzt und blüht jedes Jahr im Frühsommer sehr schön.

Kleine, purpurfarbene "Blüteneier" im Staudenbeet
Der kugelköpfiger Lauch Allium sphaerocephalon blüht erst einige Wochen nach seinem großen Bruder (Blütezeit abhängig vom Wetter etwa im Juni).

Rotblättriges Basilikum und Schnittsalat im Topf im Terrassen-/Balkonregal.
Beide habe ich direkt jeweils in Tontöpfe gesät und an beiden hatte ich lange Erntefreude.

Petersilie im Topf
Die habe ich leider beim Gießen und Düngen etwas vernachlässigt, aber sie hat bis zum Herbst durchgehalten.

Rosafarbener Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus', Kugelköpfigem Lauch, verschiedenen Taglilien Hemerocallis und Chinaschilf Miscanthus im Staudenbeet. Die meisten der Pflanzen wurden im Herbst 2012 gepflanzt. Das Beet wird von Jahr zu Jahr schöner.

Purpurfarbene Blütenstände des Schmetterlingsflieder Buddleja davidii 'Black Knight' im Kübel. Auch er wurde 2012 gepflanzt. Damit er nicht zu groß wird, schneide ich ihn jährlich im Herbst stark zurück und reiße die Wurzeln, die aus dem Topf wachsen, ab.

Rosafarbener Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus', Steppenkerze Gaura und Chinaschilf Miscanthus im Staudenbeet. Die drei Purpursonnenhut-Pflanzen der Sorte 'Magnus' unterscheiden sich bei mir stark hinsichtlich Pflanzenhöhe und Blütenblätterlänge.

Weiß blühender Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Baby Swan', weiß blühende Prachtscharte Liatris und orangefarbene Kapuzinerkresse im Kübel, purpurfarbener Blütenstand des Schmetterlingsflieder Buddleja davidii 'Black Knight' (ranken bzw. ragen aus anderem Kübel hinüber). Der weiße Purpursonnenhut und die Prachtscharte haben sich trotz wenigem Platz zusammengerauft. Seit 2012 müssen sie sich den Kübel teilen.

Tomatenfrüchte von Tomate Solanum lycopersicum 'Schwarze Pflaume' im Kübel. Die Ernte war sehr reich und die Pflanze blieb bis zum Herbst gesund - was aber auch mit dem trockenen, sonnigen Platz auf der Terrasse zu tun hat.

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Weiß-lila gestreifte Früchte der Aubergine Solanum melongena 'Angela'. Auf der Terrasse machten die dekorativen Früchte was her - in meinem gekochten Mischgemüse fielen sie dann aber optisch nicht mehr auf, schmeckten aber sehr gut.

Gelbe und grüne Früchte von Chili Capsicum chinense 'Habanero Fatalii' im Kübel
Die Chilifrüchte dieser Sorte entwickeln sich ganz heimlich unter dem Laubdach. Erst wenn man den Topf mit der Chilipflanze auf einen Tisch stellt, sieht man die schönen glänzenden Früchte. Die Sorte reifte erst Ende August und im September.

Flieder mit Herbstfärbung
Das Jahr über wirkt er wie ein ganz normaler Fliederstrauch, doch von denen haben nur wenige Sorten eine schöne Herbstfärbung. Leider sind mir Art- und Sortenname unseres Flieders Syringa nicht bekannt.

Leuchtend rote Herbstfärbung der Dreispitzigen Jungfernrebe Parthenocissus tricuspidata.

Mit Raureif überzogener Fruchtstand von Chinaschilf Miscanthus.

Vielen Dank fürs Vorbeischauen.

Ich wünsche allen eine friedliche, frohe Weihnachtszeit und einen angenehmen Übergang ins Neue Jahr 2017

Ihre/eure Eva Schumann

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Freitag, 16. September 2016

Chili und Paprika - Gemüse des Jahres 2015/2016

Chili, Paprika und ihre Verwandten zeigen im Spätsommer und Herbst ihre schön glänzenden Früchte in leuchtenden Farben. Es gibt sie in vielen Arten und Sorten - von mild und saftig, über würzig pikant bis fruchtig und höllisch scharf.


Chili und Paprika wurden vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) zum "Gemüse des Jahres 2015/2016" in Deutschland ernannt. Damit soll auf die besondere gemeinsame Kulturleistung aufmerksam gemacht werden. Aus den fünf wichtigsten Arten der Gattung Capsicum wurden nämlich Tausende ganz unterschiedliche Sorten entwickelt. Begonnen haben damit schon vor Tausenden von Jahren die Ureinwohner Mittel- und Südamerikas; seit Kolumbus die neue Welt "entdeckt" hat und die scharfen Früchte ihren Weg in fast alle Küchen gefunden haben, wird die Züchtung weltweit fortgesetzt.

Chili & Paprika Buchtipp:

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Verlag Eugen Ulmer**, Stuttgart 2017
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Dienstag, 13. September 2016

Schnexagon - neues, giftfreies Mittel gegen Schnecken


Gefräßige Nacktschnecke an Kohlgewächs
Schnecken gehören zu den wichtigsten Schädlingen im Garten. Sie regelmäßig abzusammeln, macht viel Arbeit. Mit dem neuen Schnexagon-Anstrich kann man Hochbeet- und Topfwände sowie Beetumrandungen zu unüberwindbaren Hindernissen machen.

Wenn am Morgen die gestern gepflanzten Salatpflänzchen verschwunden sind, von den Radieschen nur noch die Stümpfe stehen oder der junge Austrieb von Purpursonnenhut angefressen ist, waren meist Nacktschnecken die Übeltäter. Viele Pflanzenarten stehen auf ihrem Speiseplan: junge und teilweise ältere Gemüsepflanzen, Sonnenblumen und andere einjährige Blumen, Staudenaustrieb und viele andere. Oft fragt man sich, wer so viel in einer Nacht fressen konnte. Schnecken verraten sich meist durch Schleimspuren an den traurigen Pflanzenresten oder auf der Erde in unmittelbarer Nähe. Dreht man ein paar Erdklümpchen, Holzlatten, Steine oder am Boden aufliegende Blätter in der Nähe um, findet man sie dort meist in ihren vor Trockenheit schützenden Verstecken. Die vielen Möglichkeiten, die man zur Bekämpfung von Schnecken im Garten hat, sind  bei Schnecken - was tun (gartenprobleme.de)  genannt.

Schnexagon*: neues Mittel gegen Schnecken
Schnexagon ist ein neuer, ökologischer Antihaft-Schutzanstrich gegen Schnecken, entwickelt von der Firma Solvoluta, einem jungen Start-up-Unternehmen.

Wird Schnexagon auf senkrechte Flächen etwas oberhalb des Bodens etwa 10 cm breit aufgepinselt, wird die Fläche für Schnecken unüberwindbar: Sie rutschen einfach ab. 

Schnexagon eignet sich besonders dafür, Schnecken von den Pflanzen in Hochbeeten oder von Pflanzen in Töpfen und Kübeln fernzuhalten. Aber genauso kann man auch Beete umranden und dann die Umrandung mit einem Schutzanstrich versehen.

Der Anstrich soll mindestens 4 Wochen lang halten. Es wird empfohlen, ihn alle 6 Wochen zu erneuern.

* In Baumärkten wird der giftfreie Schutzanstrich meist unter dem Namen Lugato Schnexagon verkauft - der Inhalt ist meines Wissens der gleiche.

Purpursonnenhut Echinacea purpurea - schöne Gartenstaude für Menschen und Insekten

Der Purpursonnenhut ist eine nordamerikanische Präriepflanze, die bei uns als Gartenpflanze immer beliebter wird, als Heilpflanze wird sie schon lange geschätzt. Man kann den Purpursonnenhut säen oder pflanzen und sich gemeinsam mit Bienen, Hummeln und Schmetterlingen viele Jahre an ihm erfreuen.

Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus'

Purpursonnenhut Echinacea purpurea – kurz vorgestellt

Purpursonnenhut Echinacea purpurea:
Austrieb im Frühjahr
Der Purpursonnenhut* ist eine winterharte Staude - das heißt, im Winter stirbt alles Oberirdische ab und im Frühjahr treibt er aus unterirdischen Speicherorganen wieder aus.

Wie alle Arten der Gattung Echinacea stammt auch der Purpursonnenhut Echinacea purpurea aus Nordamerika, wo er in Prärien und an anderen offenen, eher trockenen Standorten lebt. Dort in seiner Heimat wird er Eastern purple-coneflower und Purple-coneflower genannt.







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Der Purpursonnenhut (bei uns auch als Roter Scheinsonnenhut bekannt) gehört wie Sonnenblume, Ringelblume und Kopfsalat zu der Familie der Korbblütler (Asteraceae oder Compositae), zu erkennen am „Blütenkorb“. Das, was wir als eine Blüte wahrnehmen ist nämlich in Wirklichkeit ein körbchenförmiger Blütenstand aus vielen Blüten – der äußere, beispielsweise rosa bis purpur gefärbte Kranz wird von den Kronblättern sogenannter Zungenblüten gebildet. Innerhalb dieses Kranzes befindet sich der Korbboden mit den braun-orangefarbenen stachelig wirkenden Spreublättern, welche die Einzelblüten (Röhrenblüten) umgeben. Mit zunehmendem Alter einer Blüte wölbt sich der Korbboden zu einem konischen Zapfen - weswegen Sonnenhüte im Englischen Coneflowers heißen beziehungsweise der Purpursonnenhut Purple Coneflower heißt.

Purpursonnenhut Echinacea purpurea – ein Fremder wurde zum Freund

Bei uns ist der Purpursonnenhut ein Neophyt, ein Einwanderer – und zwar ein sehr beliebter. Wir schätzen die Schönheit der inzwischen zahlreichen weißen, purpurnen sowie gelb- und orangefarbenen Sorten in Staudenbepflanzungen in Parks und Gärten sowie in Schnittblumen-Sträußen. Was wenige wissen: Die Blätter des Purpursonnenhuts sind sogar essbar. In der Heilpflanzenkunde wird der Pflanzenpressaft von Echinacea schon lange zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten sowie zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.

Nicht nur die Menschen mögen ihn, sondern er wird auch gerne von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten besucht.

Wer den Purpursonnenhut im eigenen Garten anbaut, freut sich, dass er lange blüht (etwa von Juli bis September) und recht genügsam ist. Bei mir wächst er auf einem Tiefgaragendach vor einer Südwand – wegen der niedrigen Erdauflage und der dadurch fehlenden Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität muss ich ihn im Sommer allerdings schon gelegentlich düngen (kann man beispielsweise mit Kompost oder einem Tomatendünger) und während Hitzeperioden gießen.

Purpursonnenhut kaufen

Manche Sorten gedeihen auch jahrelang im Kübel
auf dem Balkon oder der Terrasse: 'Baby Swan'
Sortenbeispiele für Purpursonnenhut*:

Hohe Sorten
Echinacea purpurea 'Magnus' (purpur, ca. 90 cm)
Echinacea purpurea 'Alba' (purpur, ca. 90 cm)
Echinacea purpurea 'White Swan' (weiß, 80 cm)
Echinacea Hybride 'Fragrant Angel' (weiß, 90 cm)
Echinacea Hybride 'Sunrise' (gelb, 80 cm)
Echinacea Hybride 'Tangerine Dream' (orange, 80 cm)
Echinacea Hybride 'Flame Thrower' (gelb-orange, 90 cm)

Niedrigere Sorten
Echinacea purpurea 'Fatal Attraction' (dunkelpurpur, 60 cm)
Echinacea purpurea 'Purity' (weiß, 50 cm)
Echinacea purpurea 'Baby Swan' (weiß, 40 cm)

Echinacea-Sichtung im Weihenstephaner Staudengarten

Purpursonnenhut pflanzen oder säen

Die obigen und viele andere, sogar gefüllte Purpursonnenhut-Sorten kann man als Stauden in Staudengärtnereien oder über einen Online-Pflanzenversand kaufen.

Neben Echinacea purpurea gibt es auch andere Echinacea-Arten und dazugehörende Sorten, beispielsweise Echinacea pallida (ebenfalls weiß bis purpurn) und Echinacea paradoxa (gelb). Die Hauptpflanzzeiten für Staudenjungpflanzen sind Herbst und Frühjahr, dann werden sie in vielen Sorten angeboten. Sie blühen in der Regel im auf die Pflanzung folgenden Sommer.

Vom Purpursonnenhut Echinacea purpurea kann man aber auch Saatgut kaufen – beispielsweise bei Rühlemann’s, Die Stadtgärtner, Tartuffli oder bei Sortenvielfalt – teilweise sogar in Bioqualität/Demeterqualität. Ausgesät wird im Frühjahr ins Beet oder in Schalen, wobei die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Die ersten Blüten zeigen sich in der Regel erst im Sommer des auf die Aussaat folgenden Jahres. Man braucht also etwas mehr Geduld als bei einer Pflanzung.

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Krankheiten und Schädlinge am Purpursonnenhut

Wenn die frischen Triebe und Blätter angefressen werden, sind meist Schnecken die Übeltäter. Den Beweis liefern Schleimspuren an den Blättern oder in der Nähe auf dem Boden. Ich suche während der Austriebszeit die Beete morgens nach Schnecken ab, aber das alleine reichte nicht immer. Deshalb bin ich dazu übergegangen, während der Austriebszeit um jede Sonnenhutpflanze etwas biologisches Schneckenkorn Ferramol zu streuen.

Wenn an den Blättern Blattflecken auftreten, können diese von einer Pilz- oder Bakterienkrankheit verursacht sein. Befallene Blätter/Triebe sollte man umgehend entfernen.

Vergrünen und ungewöhnliche Verwachsungen an den Blüten können durch Gallmilben oder ein Phytoplasma - ein Organismus ähnlich wie ein Virus - namens Aster yellows ausgelöst werden. Das Phytoplasma wird von Zikaden und anderen saugenden Insekten übertragen. Befallene Pflanzen entfernt man am besten sofort, bevor sich die Krankheit ausbreitet.

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Samstag, 13. August 2016

Frischer Spinat aus dem ungeheiztem Gewächshaus schmeckt in der kältesten Zeit am besten

Kleingewächshausgärtner wissen, dass auch ein unbeheiztes Gewächshaus im Winter nicht leerstehen muss, sondern dass man dort beispielsweise Spinat und Feldsalat über den Winter wachsen lassen und an frostfreien Tagen ernten kann. Amerikanische Wissenschaftler testeten verschiedene Sä-/Pflanz- und die daraus resultierenden Erntetermine und untersuchten die Qualität des Spinats.

Spinat

Forscher an der Universität von New Hampshire (USA) stellten in einer zweijährigen Untersuchung fest, dass der Spinat, der während der kältesten Monate (Dezember, Januar und besonders Februar) aus dem unbeheizten Gewächshaus (Beispiel begehbarer Folientunnel) geerntet wird, einen höheren Zuckergehalt hat und deshalb besser schmeckt als der, der schon im Herbst (Oktober, November) oder erst im Frühjahr (März, April) geerntet wird.

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Im Versuch wurde der Spinat vorkultiviert (bei uns wird er meist direkt gesät). Das Vorkultivieren der Herbst-/Winterkulturen wie Spinat hat den Vorteil, dass die Sommerkulturen wie Tomaten, Gurken und Paprika länger im Gewächshaus bleiben können.

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Gesät wurde der Herbst-/Winter-/Frühjahrsernte-Spinat im Versuch in mehreren Sätzen in Anzuchtschalen, drei Wochen später wurde er dann ins Beet gepflanzt. Während der Zeiten unter dem Gefrierpunkt wurde der Spinat im Gewächshaus zusätzlich mit Vlies abgedeckt (über gespannte Schnüre gelegt, knapp 8 cm oberhalb der Blätter).

Von der Pflanzung bis zur Ernte dauerte es zwischen 19 und 130 Tagen, je nachdem wann gepflanzt wurde und wie kalt es im jeweiligen Monat und Jahr war.

Um im zeitigen und kalten Spätwinter/Frühjahr den besonders leckeren Spinat zu ernten, reicht es, mit der Aussaat bis Ende September (Pflanzung Mitte Oktober) zu beginnen. Allerdings fällt die Ernte bei früheren Aussaat-/Pflanzterminen früher an und höher aus, bei noch späteren Sätzen ist die Erntemenge jedoch viel niedriger.

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Als Fazit daraus kann man mitnehmen, zusätzlich zum Spinatsatz mit der Aussaat Ende Sept/Pflanzung Mitte Okt einen zweiten Satz zwei Wochen früher auszusäen, dann hat man auch um die Weihnachtszeit schon frischen Spinat und insgesamt eine höhere Ernte. Für spätere Frühjahrsernten sät man besser erst im Spätwinter oder zeitigem Frühjahr aus (Vorsicht mit der Sorte, Spinat schosst normalerweise im Langtag, für die Sommerernte braucht man Sommersorten).

Die Ergebnisse  basieren auf den Versuchen von 2 Jahren in New Hampshire (USA), von denen eines einen sehr milden Winter hatte. New Hampshire hat ein feuchtes Kontinentalklima, das starken Schwankungen unterliegt. Die Sommer sind kürzer, die Winter länger und kälter als beispielsweise in München. Je nach Standort, Verlauf des Winters, Einstellung der Lüftungstemperatur und Ähnlichem kann das Ergebnis abweichen.

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