Sonntag, 8. September 2024

Herbstblüher für Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge und viele andere

Die Prachtscharte (Liatris spicata) blüht bis September und wird von Bienen und Hummeln besucht.


Blühende Phacelia macht Bienen und
Hummeln glücklich. Damit ständig Blüten
 vorhanden sind, sät man bis August
etwa alle 2 - 3 Wochen aus. Sie
blüht etwa 5 Wochen später. Die
Gründüngungspflanze ist nicht winterhart.


Von Frühjahr bis Herbst suchen Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten nach Pollen und Nektar. Man hilft den Tieren, indem man im Garten oder auf dem Balkon auch viele einheimische Blühpflanzen, Bienenweidepflanzen und andere bei Insekten beliebte Pflanzen aussät oder anpflanzt. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht nur im Frühjahr blühende Pflanzen im Garten, Kübel oder Balkonkasten hat, sondern auch solche, die im Sommer, Spätsommer und Herbst blühen. (zuletzt bearbeitet am 8.09.2024)

Hier einige Beispiele für Pflanzen, die im Spätsommer und Herbst blühen und mit denen Sie die liebenswerten und nützlichen Gartenbesucher zu sich einladen, damit sie sich vor dem Winter stärken und/oder Vorräte – ja, auch unseren Honig - sammeln können:

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Einjährige Blühpflanzen:
Bis in den Herbst blühen Kapuzinerkresse, Bienenfreund Phacelia, Ringelblume, Steinkraut, Tagetes und Zinnie.

Blühende Heil- und Gewürzpflanzen/Gewürzkräuter:
Sehr lange im Jahr blühen auch Borretsch (aber nur wenige Pflanzen anbauen, da er ein Gift enthält), Strauchbasilikum (nicht winterhart!), Oregano, Pimpernelle, Thymian und Ysop.

Reichlich Blüten hat auch der Strauchbasilikum - ein Bienenmagnet im Sommer und im Herbst. 


 Der Strauchbasilikum hat noch im Oktober viel Besuch.


Herbstblühende Stauden:
Prachtscharte (Liatris spicata), Weiße Fetthenne (Sedum album) und Purpur-Fetthenne (S. telephium), Goldrute, Herbstanemonen, Herbstzeitlose, Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis), Phlox, Prachtkerze (Gaura lindheimeri), Schafgarbe, Stockrose, Herbstaster und Wiesenflockenblume verschönern den Garten bis in den Herbst und Bienen, Hummeln und Schmetterlinge können sich an ihnen laben.




Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis) und
Prachtkerze (
Gaura lindheimeri) sind
winterharte Stauden, die bis in den Herbst blühen,


Astern sind nicht nur leuchtende Blüten, mit denen man Balkon und Garten im Herbst noch einmal aufhübschen kann, wie blühender Efeu gehören sie zu den letzten Bienenfutterpflanzen im Herbst.


Die Bienen freuen sich:
Efeu blüht erst sehr spät im Jahr.
Die Aufnahme wurde Mitte Oktober
gemacht.
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Herbstblühende Gehölze/Kletterpflanzen:
Spät im Gartenjahr blühen auch Efeu und Schneebeere Symphoricarpos (Knallerbsenstrauch).



Saatgutmischungen vom Imkerverein


Manche Imkervereine bieten Hobbygärtnern Bienenweide-Saatgutmischungen für den Garten an. Diese Saatgutmischungen enthalten Samen von Kulturpflanzen und von Wildpflanzen. Durch die Versorgung der Honigbienen (und gleichzeitig teilweise der Wildbienen und anderer Insekten) mit Nektar und Pollen werden die Tiere besser versorgt werden und haben die Chance gesund und kräftig zu bleiben. Das kommt nicht nur dem Imker zugute, der dann ertragreichere, gesunde Bienenvölker hat, sondern leistet auch einen Beitrag zum Artenerhalt und zu unserer Versorgungssicherheit.

Mehr als 80 % der bei uns heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, so auch Obst und Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini etc.

Bestäuben können viele verschiedene Insektenarten. Tatsächlich ist der Anteil der Wildbienen an der Bestäuberarbeit mit über 60 % sehr groß und besonders bei Früh- und Spätblühern wichtig. Einige Wildbienen-Arten fliegen schon bei niedrigen Temperaturen und sind allgemein etwas "wetterfester" als die Honigbienen. Die Honigbienen verlassen erst ab Temperaturen von 10 °C bei schönem Wetter ihren kuscheligen Bienenstock.

Die Honigbienen spielen aber insofern eine sehr wichtige Rolle, dass sie fast 80 % der Pflanzen, die eine Fremdbestäubung benötigen, bestäuben können. Doch gibt es Pflanzen, die auf Spezialisten angewiesen sind: Manchmal kann nur eine einzige Wildbienenart eine bestimmte Wildpflanzenart bestäuben.

Ernähren wir die Bienen, werden auch wir gut ernährt!

Imker sprechen von Tracht, wenn sie über die Pflanzen reden, von denen ihre Honigbienen Nektar oder Pollen sammeln können. Die erste Tracht im Jahr ist die Obstblüte- oder Frühtracht (Apfel-, Birn- und Kirschbäume, Löwenzahn und andere). Sie fällt oft zusammen mit der Rapsblüte. Für die Sommertracht sind Robinie, Himbeere, Heidel- und Preiselbeere sowie andere blühende Pflanzen wichtig. Die Waldtracht ist eine Honigtautracht, d. h., nicht Blüten liefern den Honig, sondern die Bienen sammeln die zuckrigen Ausscheidungen der Blattläuse auf den Waldbäumen.


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Weiterführende Informationen
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Donnerstag, 5. September 2024

Was nach Tomaten anbauen?

Kulturfolge und Fruchtwechsel sind wichtig für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, für das Pflanzenwachstum und die Gesunderhaltung der Pflanzen. Was am besten nach Tomaten angebaut wird. (zuletzt bearbeitet am 4.2.2026)

Tomaten sollten nicht jedes Jahr im gleichen Boden angebaut werden.
Hat man keinen anderen Platz, kann man Tomaten im Kübel mit Pflanzerde anbauen.

Kulturfolge mit Tomaten

Die Kulturfolge ist das Aufeinanderfolgen der Pflanzenarten auf einer Fläche während eines Jahres. Beispielsweise kann man im ungeheizten Kleingewächshaus schon im zeitigen Frühjahr Kohlrabi, Rettich oder Salat pflanzen, die in einem beheizten Gewächshaus vorgezogen wurden - selbst oder von einem Gärtner, bei dem man die Jungpflanzen kauft. Rettich, Kohlrabi oder der Salat sind dann die Frühjahrskultur oder Vorkultur.

Die Vorkultur ist je nach Wetter und Lage nach etwa 8 bis 10 Wochen erntereif. Sobald sie abgeerntet ist, wird der Boden bearbeitet und die (im Anzuchtgewächshaus) vorgezogenen Tomaten gesetzt. Die Tomatenpflanzen bleiben den ganzen Sommer lang stehen, wachsen und gedeihen, ab etwa Juli können die ersten reifen Tomaten geerntet werden. Die Tomaten sind hier die Hauptkultur beziehungsweise die Sommerkultur.

Ab September (je nach Pflanzengesundheit und Wetterlage bzw. Herbstkulturpläne) werden die Tomatenpflanzen abgeräumt, der Boden bearbeitet und die Herbstkultur (Nachkultur) ausgesät oder ausgepflanzt. Die Nachkultur wird im Winter oder im zeitigen Frühjahr des nächsten Jahres erntereif.

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Fruchtfolge mit Tomaten

Im Gegensatz zur Kulturfolge wird als Fruchtfolge das Aufeinanderfolgen der Hauptkultur von Jahr zu Jahr bezeichnet. Zu den Hauptkulturen, die den ganzen Sommer über stehenbleiben, gehören vor allem lange tragende Fruchtgemüse. Neben Tomaten sind das beispielsweise Gurken, Melonen, Stangenbohnen, Auberginen, Paprika und Tomatillo. Nicht alle Gemüsearten lassen sich in dieses Schema pressen. Manche Gemüsearten stehen lange, sind aber keine Fruchtgemüse - beispielsweise die Süßkartoffel, ihre Knollen werden erst ab Oktober geerntet, danach kann man nur noch wenig säen (beispielsweise Dinkel oder Feldsalat als späte Gründüngung im Herbst).

Was ist bei Kulturfolge und Fruchtfolge nach Tomaten zu beachten

Als Kulturnachfolger für Tomaten im gleichen Jahr eignet sich
beispielsweise Spinat
Sowohl bei der Kulturfolge als auch bei der Fruchtfolge wird auf Abwechslung geachtet. Das schont den Boden, denn er wird nicht einseitig "ausgelaugt", und verhindert, dass sich Schaderreger, die sich auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert haben, vermehren und so den Befallsdruck erhöhen können. Außerdem haben die Pflanzen ein unterschiedlich starkes Wurzelwachstum. Die im Boden zurückbleibenden Wurzeln sind auch für die Humusbildung und Bodenfruchtbarkeit wichtig.

Um den Boden zu entlasten und die Fruchtbarkeit zu fördern, kann man auch die Vor-, Haupt- und/oder Nachkultur durch eine Gründüngung ersetzen. Gründüngung sind Pflanzen, die hauptsächlich zur Bodenpflege, nicht zur Ernte angebaut werden. Die Gründüngungspflanzen sind oft Tiefwurzler wie Raps oder Luzerne, sie lockern Verdichtungen, befördern Nährstoffe nach oben und erhöhen den Humusgehalt. Durch diese Prozesse wird auch das Bodenleben gefördert - Gründüngung (statt Brache) kann also auch zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Auch manche Gemüse, beispielsweise Spinat und Feldsalat, eignen sich als Gründüngung (die man auch essen kann).

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Bei der Kulturfolge und der Fruchtfolge der Hauptkulturen wird vor allem nach folgenden Kriterien abgewechselt:
  • Pflanzenfamilienzugehörigkeit
    Nach Tomaten sollten weder im gleichen Jahr noch im nächsten Jahr wieder Nachtschattengewächse angebaut werden. Zu den Nachtschattengewächsen gehören neben Tomaten auch Paprika, Auberginen, Kartoffel und andere mehr. Ein Fruchtwechsel wird angestrebt. Am besten wären sogar zwei bis drei Jahre ohne Nachtschattengewächse auf der gleichen Fläche.

    Früher sagte man, Tomaten könnten immer am gleichen Platz in der gleichen Erde stehen, aber aus Pflanzenschutzsicht ist das falsch, denn Krankheiten wie die Kraut- und Braunfäule überwintern auch in Pflanzenresten im Boden. Weniger Probleme hat man mit dem Anbau im Kübel oder in Erdesäcken, wenn man die Erde nach dem Abräumen nicht wieder für Nachtschattengewächse sondern für andere Pflanzen verwendet, außerdem die Kübel sorgfältig auswäscht und auch die Pflanzenstützen und Werkzeuge gründlich reinigt.
  • Wirkung auf den Boden
    Die Bodenqualität (luft- und wasserhaltende Struktur, Durchwurzelbarkeit, humusbildende Bodenorganismen, Humusgehalt, Nahrstoffspeicherkapazität, sonstige Fruchtbarkeitsaspekte) soll auf Dauer erhalten oder sogar verbessert werden. Ein guter Boden durch gute Bodenpflege ist besser vor Erosion geschützt und spart teure Dünge- und Pflanzenschutzmittel (egal, ob biologisch oder konventionell). Tiefwurzler wie Raps und Hülsenfrüchte (Leguminosen) brechen in der Tiefe verdichtete Böden auf, Hülsenfrüchte wie Wicken, Lupinen, Sojabohnen und andere arbeiten mit natürlichen Bodenbakterien zusammen und sammeln und binden Stickstoff, der auch den nachfolgenden Pflanzen zugute kommt. Gräser, wie auch Mais, können zwar je nach Sorte und Boden auch relativ tief wurzeln, haben aber meist nicht die Kraft Verdichtungen aufzubrechen. Mais ist zudem ein Starkzehrer, denn er bildet sehr viel Masse. Jedes Jahr Mais als Monokultur anzubauen, zehrt den Boden aus.

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Was nach Tomaten angebaut werden kann

Als Hauptfrucht im nächsten Jahr nach den Tomaten
eignen sich beispielsweise Salatgurken.
Um also die Frage zu beantworten, welche Pflanzen nach Tomaten am besten angebaut werden:
  • Im gleichen Jahr als Nachkultur eignen sich beispielsweise Herbst- und Wintergemüsearten wie Spinat, Feldsalat, Radieschen, Pflücksalat, Löffelkraut, Winterportulak, Bremer Scherkohl.
  • Als Hauptkultur im nächsten Jahr sind Gurken, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffeln (gehören zu den Windengewächsen, nicht zu den Nachtschattenpflanzen), Okra, Stangenbohnen, Zuckermais und andere Gemüse, die nicht zur gleichen Pflanzenfamilie wie Tomaten (Nachtschattengewächse) gehören, zu empfehlen.
  • Immer zu empfehlen - als Vor-, Nach- oder Hauptkultur - sind Gründüngungssaaten. Welche man nimmt, ist von der Jahreszeit und der Nachkultur abhängig.
     

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Mittwoch, 6. März 2024

Schöner Garten das ganze Jahr

Seit der Garten zum erweiterten Wohnraum wurde, soll er auch das ganze Jahr schön sein, nicht nur in den Sommermonaten. Aber wie stellt man das an? Hier ein paar Ideen für Garten, Balkon und Terrasse. (aktualisiert 10.06.2023)

Start in den Frühling mit Farbtupfern aus Blumenzwiebeln und Knollen,
die man im Herbst gepflanzt hat.

Leitidee für den Garten

Bei der Gestaltung des Gartens oder eines Gartenbereichs ist es hilfreich, sich an einer Leitidee zu orientieren, die im Idealfall mit dem Haus, seinen Bewohnern und der Umgebung harmoiert und zu der auch die Gartenmöbel und die Gartendeko* passen.

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Von welcher Art Garten fühlt man sich am besten repräsentiert: von einem Naturgarten, einem Garten für heimische Tiere, Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten, um die Artenvielfalt zu fördern, einem Bauerngarten mit einem Gemisch aus Kräutern, Gemüsen und Schnittblumen, einem Selbstversorgergarten mit viel Gemüseanbau, einem Künstlergarten, in dem man sich vor allem kreativ austoben kann, einem verwunschenem Märchengarten? (Natürlich lässt sich das auch kombinieren oder man kann unterschiedliche "Gartenräume" einrichten.)

Ausdauernde Pflanzen (Gehölze, Stauden, Blumenzwiebelpflanzen und Gräser) bringen Freude über Jahre. Man kann sie direkt ins Beet oder wie hier in Kübel pflanzen.
Ein Garten (ebenso wie ein Balkon oder eine Terrasse) ist auch eine Visitenkarte der Besitzer: Will man modern und minimalistisch herüberkommen, mit Farbenpracht und Opulenz beeindrucken, die eigene Gemüse-Autarkie oder die ökologische Verantwortung in den Vordergrund stellen und vor allem ein Refugium für gefährdete heimische Pflanzen und Tiere haben? Was auch immer man persönlich wählt, kombiniert oder in unterschiedlichen Bereichen des Gartens verwirklicht: Ist das auch der Garten, in dem man sich wohlfühlt, entspannen oder feiern möchte?

Flexibel und mobil ist man mit Pflanzen in Töpfen, denn man kann die aktuell schönsten auffällig und die "ruhenden" etwa abseits platzieren. 
Hier ist es eine einjährige Sommerblumenbepflanzung im Kübel, die eine langweilige Terrasse verschönert.
Hingucker und Frühjahrsfutterpflanze für Bienen im Mai: Allium aflatunense 'Purple Sensation' - Purpurviolette Zierlauch-Sensation im Staudenbeet (lässt sich auch gut im Kübel kultivieren)

Bedürfnisse der Pflanzen


Wenn Stauden und Gehölze zu ihrem Standort passen, werden sie von Jahr zu Jahr schöner. Das Motto der Bepflanzung dieses kleinen Beetes (im Bild nur ein Ausschnitt davon) auf einem sonnig-heißen Tiefgaragendach war "Präriestaudenflair". Das Gartenjahr beginnt jährlich mit einigen Krokussen und Tulpen gefolgt von reichlich Allium-Blütenkugeln und geht in diesen Sommerflor über. Von rechts: Prachtkerze Gaura (weiß), Purpur-Sonnenhut Echinacea (pink), Frauenmantel Alchemilla (gelbgrüne Blütenstände) und Chinaschilf Miscanthus. Im Herbst liefern dann blühende Stauden-Herbstastern (violett und pink) und ein paar verirrte Kapuzinerkressen (einjährig, gelb bis tief orange) die letzten Farbakzente.
Egal, welchen Stil man wählt: Wer sich späteren Ärger mit Krankheiten und Schädlingen ersparen will, achtet bei der Pflanzenauswahl darauf, dass die Pflanzen zu den gegebenen Lichtverhältnissen, zum Klima und zum Boden passen. An Schattenplätze sollte man nur Pflanzen setzen, die mit fehlender Sonne zurechtkommen, dagegen benötigen sonnenhungrige Pflanzen einen sonnigen Platz. Dazwischen gibt es viele Pflanzenarten, die mit mehr oder weniger viel Sonne zurechtkommen. 

Ebenso: An zugige Plätze gehören nur solche Pflanzen, die auch an ihrem Naturstandort Wind ausgesetzt sind, das gilt entsprechend auch für den Salzgehalt der Luft - nicht jede Pflanze kommt mit salzhaltigen Meeresbrisen zurecht.

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Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle: Ist er wasserdurchlässig und neigt zu Trockenheit oder ist er sehr feuchtigkeitspeichernd? Ist er sauer, neutral oder basisch? Pflanzen haben Vorlieben, wer sie ignoriert, muss eventuell dafür büßen. Andererseits ist eine Freude des Gärtnerns auch Experimentieren und oft wird man von der Anpassungsfähigkeit mancher Pflanzen überrascht.

Fazit: Pflanzen sind nicht einfach hübsche Dekoration, sondern die Arten haben sich über lange Zeiträume, an bestimmte Standorte angepasst und gedeihen überall dort mit großer Sicherheit, wo es so ähnlich ist.

Doch mit Pflanzen im Kübel lassen sich Bereiche nicht nur saisonal aufhübschen. Auch ausdauernde Stauden sowie Gemüse und Kräuter kann man in Pflanzgefäßen kultivieren. Fast alle Gartenträume lassen sich so auch auf Balkon und Terrassse umsetzen.
Bestäuber wie Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Insekten sorgen nicht nur dafür, dass wir Obst und Fruchtgemüse essen können, sondern auch für die Samenbildung vieler Pflanzenarten und damit für deren Erhalt.

Schöner Garten zu jeder Jahreszeit

Ein Tipp, damit der Garten immer einen guten Eindruck macht: An Highlights für jede Jahreszeit denken!

Zum Spätwinter und Frühjahr gehören Krokusse, Winterlinge, Märzenbecher, Tulpen, Narzissen und andere Frühblüher, die im Herbst davor als Zwiebeln gepflanzt werden. Verstreut gesetzt vermitteln sie ein Bild von bunter Fröhlichkeit. Mehr Eindruck macht geballte Farbkraft (Horste jeweils einer Art/Sorte) an ausgesuchten Plätzen, auf die der Blick gelenkt werden soll.

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Bei den Sommerblühern, die nicht durchgehend den ganzen Sommer blühen, sollte die Blütezeit etwas voneinander versetzt liegen, sodass immer ein Hingucker da ist, der dem Garten Glanz verleiht - und die Bienen freuen sich auch über den beständigen Futternachschub. Einzelne Gehölze, Gräser oder Stauden mit dunklem Laub lassen den Garten lebendiger wirken.

Am nachhaltigsten sind (abgesehen von Gehölzen) Stauden, da sie über Jahre an ihrem Platz bleiben, jährlich wieder aus der Erde brechen und sich mit der Zeit weiterentwickeln. Aber wer an bestimmten Stellen von Jahr zu Jahr abwechseln und trotzdem klotzen möchte, kann auch mit einjährigen Pflanzen was her machen.

Die Spinnenblume ist eine einjährige Pflanze, die von Juni bis zum Frost blüht. Man kann sie mit anderen Sommerblumen und mit Stauden zusammenpflanzen.
Wer viele Schmetterlinge im Garten möchte, sollte nicht nur an die Schmetterlingspflanzen denken, sondern dass deren Jungtiere, die Raupen, ganz andere Vorlieben habe. Mehr dazu bei Wer Schmetterlinge im Garten möchte, muss auch Raupen aushalten.
Herbstblühende Stauden wie Alpenveilchen, Herbstzeitlose, Winterkrokus und Astern, Gehölze mit Fruchtschmuck im Herbst wie Feuerdorn und Zierapfel oder solche mit intensiver Laubfärbung im Herbst wie Ahorn, Eberesche, Felsenbirne, Amberbaum und Birke zaubern eine schöne Herbststimmung. Im Trend liegen auch Lampenputzergräser und Chinaschilf, deren wogende Halme und Blütenstände einem Staudenbeet oder einem Bereich eine besondere Ausstrahlung verleihen.

Die leuchtenden Früchte des Feuerdorns setzen im Herbst schöne Akzente in Rot, Orange oder Gelb und bieten Vögeln reichlich Winterfutter. Seine Dornen schützen Vogelnester vor Hunden, Katzen und Mardern.
Die Jungfernrebe überwuchert und verschönert die graue Mauer das ganze Jahr, aber im Herbst dreht sie richtig auf!

Winterblüher wie Winterschneeball, Seidelbast, Zaubernuss, Winterjasmin, Christrose und Winterheide sowie der Reif an strukturgebenden Gehölzen, Stauden und Gräsern verwandeln den Garten in ein Winterwunderland.

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Zeit im Garten genießen

Gartenarbeit macht glücklich, aber der Garten kann noch mehr zur Erholung beitragen: lauschige Plätze zum Innehalten bieten, ein Ort für das Zusammentreffen der Familie und zum Feiern mit Freunden sein. Gartenmöbel und die Gartendeko* gibt es in unzähligen Stilrichtungen von traditionell über Lounge-Stil bis Vintage ("Retrolook") und "Upgecyceltem" wie selbstgemachte Möbel aus alten Paletten.

Wenn man sich bei der Auswahl der Gartenmöbel, Pflanzgefäße und Gartendeko an seine Leitlinie erinnert, schafft man stimmige, einladende Bereiche zur Erholung und zum Feiern.

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