Mein Garten besteht aus einem Staudenbeet auf einem mit Rasen begrünten Tiefgaragendach und einem Topfgarten, der sich über die Terrasse bis hinein in das Staudenbeet erstreckt. Beide liegen vor einer Südwand und haben ab Mitte des Vormittags bis Abends pralle Sonne. Der Standort ist im Hochsommer nicht ganz einfach zu begrünen, ohne dass alles verwelkt, aber mit der richtigen Pflanzenwahl klappt es doch ganz gut.
Topfgarten trifft auf Staudenbeet
Das Staudenbeet habe ich 2012 angelegt. Allzu viel hat sich im Vergleich zu den letzten beiden Vorjahren nicht verändert - einzelne Pflanzen sind mit der Zeit besonders kräftig geworden wie beispielsweise das Chinaschilf und eine der drei Purpursonnenhutpflanzen, andere wie beispielsweise die Duftnessel konnten sich nicht halten, was dieses Mal wahrscheinlich am Frost lag, denn die Schnecken hatte ich mit punktiertem Ferramol-Einsatz (ungiftiges Schneckenkorn) im Frühjahr ausreichend im Griff.
Vom Topfgarten gibt es dagegen einiges zu berichten. Der vorletztes Jahr totgeglaubte Schmetterlingsflieder Buddleja davidii 'Black Knight' hat sich inzwischen völlig erholt (die bereits angeschaffte Ersatzpflanze bekam meine Mutter für ihr Beet. Auch das Lampenputzergras 'Hameln' fühlt sich auch im sechsten Jahr in seinem Kübel noch pudelwohl - Platz für Gastpflanzen lässt es allerdings schon lange nicht mehr.
Anders die Bodendeckerrose im Kübel: Sie hatte letztes Jahr schon einen Eisenmangel, weswegen ich sie besonders verwöhnte. Sie schwächelte trotzdem nach dem Winter, aber den Rest geben ihr derzeit seit dem Frühjahr die Vögel: Nicht nur bei der Rose, sondern auch in fast allen anderen Töpfen scharren sie jeden Tag die Wurzeln frei. Die Rose und die selbst ausgesäten Kräuter nehmen das sehr übel, bei anderen Töpfen und Kübeln konnte ich mit Auflagen auf der Pflanzerde das Schlimmste verhindern.
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Etwas traurig bin ich auch, dass die zwar sehr schöne Prachtscharte Liatris spicata die Oberhand im Kübel gewonnen und den zarteren, weißen Purpursonnenhut 'Baby Swan' im sechsten Jahr verdrängt hat. Im Frühjahr waren noch einzelne Blätter zu sehen gewesen, inzwischen aber hat die Prachtscharte der kleineren Konkurrenz das Wasser und die Nährstoffe abgegraben. Ich hätte sie im vergangenen Herbst umtopfen oder trennen müssen – der Platz im Topf war von Anfang sehr klein gewesen.
Neben den schon erwähnten dauerhaften Kübelgästen habe ich auch dauerhafte Gewürzpflanzen in Töpfen und Kübeln: Schnittlauch, Thymian, Salbei und Rosmarin – die jedes Jahr im Frühjahr sehr schön blühen.
Neue Pflanzen im Topfgarten
Mehr Platz mit einem Topfgartenregal
Wie jedes Jahr teste ich auch 2018 wieder neue Arten und Sorten auf ihre Eignung in Pflanzgefäßen wie Töpfe und Kübel.
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Ganz neu ist mein Feigenbaum. Die Sorte heiße 'Violetta' und ich möchte sie draußen vor dem Fenster überwintern. Angeblich hält sie auch -10 bis -15 Grad Celsius aus und braucht keine weitere Pflanze zur Befruchtung. Sie kam im Frühjahr schon ganz gut, aber marmoriert beblättert und mit einer Feigenfrucht bei mir an, hat aber inzwischen viele neue und schönere Blätter sowie neue Früchte bekommen.
Der Fruchtansatz der 'Violetta' ist eine Freude. Ich bin gespannt, wie sie schmecken werden.
Zum ersten Mal in meinem Topfgarten ist das sehr intensiv duftende Griechische Basilikum. Ich habe es schon als Gewürz unter anderem mit Tomaten und Mozzarella ausprobiert und bin ganz begeistert.
Das Griechisches Basilikum ist schön gewachsen und blüht jetzt weiß.
Apropos duftend: Einer meiner Schwerpunkte dieses Jahr sind Duftpflanzen – dazu gehören drei verschiedene Duftgeranien und eine Duftnessel.
Duftnessel, Duftgeranien, Petunien und mehr
Zur weiteren Verschönerung wählte ich eine Pflanzenkombination "Confetti Garden™ Purple Cleopatra" von Gärtner Pötschke (Geschäft wurde inzwischen aufgegeben) bestehend aus Petunien, Hängepetunien und Verbenen.
Die Tomatensorte, die ich dieses Jahr anbaue, heißt 'Ananastomate'. Diese Fleischtomate ist sehr wüchsig und braucht dementsprechend einen großen Kübel, viele Nährstoffe und Wasser und mehrmals täglich Kontrolle wegen der Vögel, die nach Insekten scharren und die Erde über die ganze Terrasse verstreuen. Am Spalier aufgeleitet habe ich sie dieses Jahr mal mit Einmachgummis. Das klappt bis jetzt recht gut. Ich habe zwar einige Triebe ausgegeizt, die Tomate ansonsten aber nicht streng erzogen, denn sie hat dort, wo sie steht, genug Licht und Wärme.
Die Ananastomate hat in kurzer Zeit mindestens 10 Früchte gebildet
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Dieses Jahr teste ich auch drei neue Chilisorten: 'Bolivian Rainbow', 'Aji Pineapple' und 'Aji Amarillo'.
Die Chilisorte 'Bolivian Rainbow' ist bei mir kleiner als die anderen Sorten, blühte und fruchtete aber als erste.
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Schwebfliegen stechen nicht, sondern viele der bei uns heimischen Arten sind sehr nützlich und das in mehrfacher Hinsicht:
Im Erwachsenenstadium sind sie ein wichtiger Bestäuber - beispielsweise im Erdbeeranbau, aber auch bei vielen anderen Pflanzen, die auf Bestäubung angewiesen sind.
Im Larvenstadium ernähren sich viele Schwebfliegenarten von Blattläusen.
Sie unterstützen also in zweifacher Hinsicht Landwirte, Gärtner und Hobbygärtner. Man kann sich freuen, wenn man diese Tiere im eigenen Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse findet.
Aus Sicht der Vögel sind Schwebfliegen natürlich auch nützlich, denn die jagen sie gerne, um sie zu verspeisen, wenn diese Wanderinsekten über die Mittelgebirge, Alpen und Pyrenäen ziehen. Leider wurde bei Zählungen festgestellt, dass der Bestand an diesen Schwebfliegen stark abnimmt, was vor allem auf Pestizide in der Landwirtschaft zurückgeführt wird.
Keine Angst vor Schwebfliegen - sie stechen nicht, sondern sind wichtige Bestäuber und Blattlausvertilger
Erwachsene Schwebfliegen sehen auf den ersten Blick aus, wie man sich als Nicht-Entomologe junge Wespen vorstellen könnte, weswegen sie bei vielen erst einmal Angst und Ablehnung hervorrufen. Doch das ist unbegründet, denn Schwebfliegen gehören zu der Unterordnung der Fliegen, nicht zu den Wespen, und sind vollkommen harmlos - sie interessieren sich weder für uns Menschen und unser Blut, noch für unsere Marmeladenbrötchen beim Frühstücken auf der Terrasse. Sie ernähren sich von Nektar und Pollen der Wild- und Gartenpflanzen. Sie tarnen sich mit der Farbkombination Gelb und Schwarz als gefährliche Wespen, Hornissen u. Ä., damit sie von ihren Fressfeinden in Ruhe gelassen werden. Die madenartigen, halb durchsichtigen Larven, die man oft in Blattlauskolonien findet, erinnern ein wenig an winzige Nacktschnecken.
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Wie man Wespen und Schwebfliegen unterscheiden kann
Erkennen kann man Schwebfliegen an ihren riesigen Fliegenaugen, der fehlenden "Wespentaille" und daran, dass sie wie ein Hubschrauber auf der Stelle fliegen können. Wenn sie sitzen sind ihre Flügel abgespreizt, während sie sich bei der Wespe nah am Körper befinden.
Kein Jahr gleicht dem anderen und im Freien muss man sich als GärtnerIn nicht nur nach dem Gartenkalender, den örtlichen Klimagegebenheiten, sondern auch nach der tatsächlichen Witterung richten: Mal ist es schon im Februar frühlingshaft warm und sonnig, mal ist es im März noch eisig und verschneit. Je nach Witterung geht die Anbausaison bei den Selbstversorgern etwas früher oder später los. Welche Gemüsearten als erste angebaut werden können.
Radieschen (hier im Topf) gehören zu den ersten Gemüsen, die man aussäen kann, und es dauert nur wenige Wochen bis zur Ernte.
Statt nach Datum zu gärtnern, sollte man besser die Standortgegebenheiten (vergleiche beispielsweise Köln und Rosenheim), auf das aktuelle Wetter vor Ort (manchmal ist es nämlich in Oberbayern wärmer als in NRW) und die Wetterprognose der nächsten Wochen für die Region achten. Sobald der Schnee weg ist und die Wettervorhersage nur noch von leichten Frösten ausgeht, kann in Töpfen, Kübeln, Balkonkästen, Pflanzkisten und anderen Pflanzgefäßen mit dem Gemüse- und Kräuteranbau begonnen werden. Der Vorteil von Pflanzgefäßen: Man kann sie schnell mal ans Haus rutschen oder reinholen. Mit dem Anbau in Gartenbeeten (außerhalb von Gewächshaus oder Frühbeet*) sollte man warten, bis der Boden soweit abgetrocknet ist, dass er bei der Bodenbearbeitung nicht mehr "schmiert".
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Gemüse aussäen
Je nach Region und Wetterverlauf kann man schon im Februar, sonst im März beispielsweise diese Gemüsearten direkt an Ort und Stelle aussäen:
Radieschen,
Spinat,
Erbsen,
Möhren und
Wurzelpetersilie
Ungefähr Anfang April ist dann die Zeit für auch Rettiche gekommen.
Man sollte jeweils Arten und Sorten für das Frühjahr auswählen!
Das ist sehr wichtig, weil Temperatur und Tageslänge der Jahreszeit das Wachstum und das Blühverhalten von Arten und Sorten beeinflussen. Je nach Gemüseart und Sorte kann die zunehmende Tageslänge im Frühjahr beispielsweise das Schossen (Blütenbildung) auslösen, was bei Wurzel- und Blattgemüsen nicht erwünscht ist.
Gemüse-Jungpflanzen auspflanzen
Im März kann man auch vorgezogene Jungpflanzen auspflanzen – entweder selbst vorgezogene oder solche, die man beim Gärtner, auf dem Markt oder im Gartencenter gekauft hat. Zur Pflanzung eignen sich beispielsweise:
Kohlrabi,
Kopfsalat,
Knollenfenchel,
Früher Weißkohl oder Rotkohl (in Bayern wegen der kalkhaltigen Böden Blaukraut genannt)
Wirsing und
Steckzwiebeln
Ab April dürfen dann auch Brokkoli, Blumenkohl und Frühkartoffeln hinaus ins Freie.
Frühkartoffeln vorkeimen und noch früher ernten
Ab Mitte März kann man Frühkartoffeln, die Mitte April gepflanzt werden sollen, im Haus oder im Gewächshaus vorkeimen – die sind dann noch schneller erntebereit. Zum Vortreiben werden die Pflanzkartoffeln nebeneinander in eine flache Schale gelegt und in einen hellen Raum bei knapp 15 °C gestellt. Bonus: Frühe Kartoffeln sind weniger durch die von der Schilf-Glasflügelzikade übertragenen Bakteriosen wie die Bakterielle Kartoffelknollen-Welke gefährdet.
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Kälteschutz für Frühjahrsgemüse
Ein bis zwei Lagen Gartenvlies schützen das junge Gemüse in den ersten Wochen, falls es noch Minusgrade geben sollte. Man kann es über das Beet oder das Hochbeet - auch im Gewächshaus und Frühbeet - legen sowie über Töpfe oder andere Pflanzgefäße. Damit es nicht wegfliegen kann, wird es mit Ankern befestigt, seitlich mit Steinen beschwert oder mit ähnlichen Maßnahmen gesichert.
Sollte die Witterung schon sonnig und warm sein, braucht man das Vlies natürlich (tagsüber) nicht. Und umgekehrt: Wenn es noch einmal einen Kälteeinbruch mit sehr tiefen Minusgraden gibt, kann man (nachts) mehrere Lagen Vlies und/oder zusätzlich Zeitungspapier auflegen.
Buchtipp Flexibel und mobil gärtnern
Blumen, Gemüse & Kräuter, Stauden und Gehölze in Töpfen und anderen Pflanzgefäßen anbauen und so Balkone, Terrassen, Dachterrassen, Eingangsbereiche verschönern und/oder für den Selbstversorgeranbau nutzen. Standortgerecht Gartenträume wahrmachen - vom ansprechenden Eingangsbereich über Duft-, Bienen-, Künstlerbalkon bis zur Wohlfühloase und/oder Selbstversorgerterrasse auf dem Dach.
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Inspirationen für die Gestaltung des eigenen Gartens kann man nie genug bekommen. Die Landschaftsgärtnerin und Autorin Martina Meidinger und die Fotojournalistin Evi Pelzer nehmen uns Leser mit ihrem Buch "Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten" an die Hand und zeigen uns 17 ausgewählte ländliche Gärten unterschiedlicher Gartenstile - von natürlich über romantisch und verspielt bis modern und elegant. Mein Fazit gleich vorab: Ein Buch, von dem man sich immer wieder gerne anregen lässt.
Wie sehen die Gärten anderer zu verschiedenen Jahreszeiten aus? Was ist anderen (Hobby-)Gärtnern und Gartenbesitzern wichtig? Mit welchen Pflanzen, Gestaltungselementen und anderen Mitteln erreichen sie eine bestimmte Wirkung? Warum tun sie die Dinge so, wie sie sie tun? Was funktioniert nachhaltig und was nicht? Diese Fragen stellen sich viele und besuchen Gärten und ihre Besitzer an Tagen der Offenen Gartenpforten oder bei ähnlichen Aktionen.
Das Buch von Martina Meidinger und Evi Pelzer "Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten", erschienen im Callwey Verlag, öffnet für uns 17 Gartenpforten und stellt uns die Gärten vor. Dabei kommen auch deren Besitzer zu Wort - ihre Motive und Vorgehensweisen.
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Der Aufbau des Buches orientiert sich am phänologischen Kalender, der das Jahr in zehn Phasen unterteilt. Jeder dieser Phasen ist beispielhaft ein Gartenporträt gewidmet. Die Bilder verdeutlichen, wie jede Jahreszeit ihren ganz eigenen Zauber haben kann. Und das Schöne: Die Gartenbesuche per Buch kann man jederzeit und so oft, wie man will, wiederholen!
Martina Meidinger ist Autorin und Redakteurin mit über 15 Jahren Erfahrung als selbstständige Gartengestalterin. Sie hält außerdem Vorträge und leitet Seminare rund um Garten und Pflanze.
Evi Pelzer ist freie Fotojournalistin und veröffentlicht Reportagen in renommierten Gartenmagazinen sowie in eigenen Gartenbüchern. Sie wurde mehrfach mit dem deutschen Gartenbuchpreis in der Kategorie Bester Bildband ausgezeichnet.
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Ich habe in den letzten Jahren ein paar Videos über das Gärtnern auf dem Balkon und im Garten, über Pflanzen und Tiere sowie über meine bescheidenen Renovierungserfahrungen erstellt und diese bei YouTube veröffentlicht. Das diente weniger dem Zweck, ein YouTube-Star zu werden, als viel mehr, Erinnerungen und Beobachtungen festzuhalten, Kenntnisse und Erfahrungen in Videoanleitungen zu packen sowie einfach selbst auszuprobieren, wie das Erstellen von Videos aus Einzelbildern und aus Video-Schnipseln funktioniert und wie man seine „Werke“ veröffentlicht. Meine Erfahrungen als kleiner „YouTube Content Creator“.
Meine Gartenvideos in einer Playlist 'Gartentipps von tinto' in meinem YouTube-Kanal
Gartenvideos für verschiedene Zwecke
Gartenvideos kann man anfertigen als
Rückschauen, Erinnerungsvideos:
Dies können Videos aus Einzelbildern oder Video-Sequenzen zur Erinnerung an ein Event (Gartenmesse), eine Gartensaison, an besondere Momente im Garten, auf dem Balkon, an besondere Pflanzen, geliebte oder beobachtete Tiere, Stimmungen etc. sein.
Gartenvlogs:
Gartenvlogs sind Gartentagebücher in Videoform. Sie dokumentieren, was los war, beispielsweise was man Woche für Woche im Garten getan hat, wann die ersten Schneeglöckchen geblüht haben, wie man die Beete genutzt hat, was man ausprobiert und sich dabei gedacht hat etc. - analog zu Gartenblogs, die ursprünglich Gartentagebücher waren, inzwischen geht es beim Blog aber eher um das simple Content Management System – die einfach zu handhabende Erstellung, Strukturierung und Verwaltung der erstellten Inhalte.
Garten-Videoanleitungen: Praktische Anleitungen (How-to) zu Gartenarbeiten, Pflanzenpflege, Tierschutz im Garten und Ähnliches in Videoform, mit denen man seine eigenen Kenntnisse und Erfahrungen möglichst übersichtlich und verständlich wiedergibt, so dass andere das Erprobte sehr einfach nachmachen können.
Informationsvideos Manche Gartenvideos sollen zu bestimmten Sachverhalten, Garten- und Umweltthemen informieren, beispielsweise über Pflanzen, die besonders attraktiv für Bienen, Wildbienen oder andere Nützlinge sind.
Aber natürlich kann jede/jeder Videoschaffende Gartenvideos nach eigenem Geschmack anfertigen. Dank der heutigen (technischen) Möglichkeiten ist jede/jeder sowohl ProduzentIn, DrehbuchautorIn, RegisseurIn, Besetzung, CutterIn als auch VerleiherIn in einer Person. Man kann also auch ganz neue Formate entwickeln. Apropos Drehbuch: Für Videoanleitungen und Informationsvideos ist es unbedingt empfehlenswert, sich zuerst einen Ablauf zu überlegen und diesen in Form eines Drehbuchs oder Skripts niederzuschreiben.
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Videos ohne Videokamera
Am Anfang hatte ich als YouTube Creator nicht mal eine Videokamera, sondern habe aus Fotos meiner uralten, digitalen Spiegelreflexkamera Videos erstellt, später auch aus Fotos von meinem Smartphone (gute Mittelklasse, gab es zu einem sehr guten Preis, die Investition hat sich schon wegen der zwei enthaltenen Kameras und der verfügbaren Bildbearbeitungs-Apps gelohnt).
Kameras/Camcorder
Seit mobile Endgeräte wie das Smartphone standardmäßig mit kleinen, aber recht leistungsfähigen Kameras ausgestattet sind, die oft nicht nur Fotos machen können, sondern mit denen man auch Videosequenzen erstellen kann, kann jeder mit einem Smartphone zum Vlogger oder Videokünstler werden. Wenn mit der Zeit die Ansprüche an die Videoqualität wachsen und man auch herausgefunden hat, was genau die Kamera für den eigenen Zweck gut können soll, kann man sich immer noch um eine entsprechende Videoaufnahme-Ausrüstung kümmern. Zur Auswahl stehen beispielsweise Kameras, die Foto und Video können (beispielsweise digitale, spiegellose Systemkameras (digital single lens mirrorless, DSLM) und digitale Spiegelreflexkameras (digital single lens reflex, DSLR) mit Videoaufnahmefunktion), kleine, kompakte, vollautomatische Kameras fürs Vlogging, Camcorder, wasserdichte Action-Camcorder, Helmkameras, Kameradrohnen, Web-Cams mit Live-Streaming-Funktion und anderes mehr. Je nach Art der geplanten Videos benötigt man eventuell zusätzlich Mikrophone, Zusatzlicht etc. Übrigens geben manche YouTuber in den Informationen zu ihren Videos an, welches Equipment sie benutzen.
Videoproduktion
Zusammensetzen und nach Wunsch schneiden/editieren, mit Ton unterlegen und in unterschiedliche Formate überführen, kann man die Bilder und/oder Videoschnipsel zu einem zusammenhängenden Video
entweder gleich auf dem mobilen Endgerät mittels einer App (ich benutzte beispielsweise Video Memories, um aus Bildern auf meinem Windows Phone Erinnerungsvideos zu erstellen, entsprechende Apps gibt es aber für jedes Smartphone-Betriebsystem)
oder auf einem Rechner, ich nutzte beispielsweise Windows Movie Maker (kostenlos für Windows-Rechner, allerdings kein Microsoft-Support mehr seit 2017, Download bei CHIP u. a.). Viele YouTuber nutzen iMovie (kostenlos, gibt es nur für Geräte mit den Betriebssystemen iOS und macOS). Mit einer Suchmaschine findet man aber unzählige Programme zur Videobearbeitung in allen Preislagen – sie unterscheiden sich darin, was sie alles können und wie viel Einarbeitungszeit man zum Erlernen benötigt.
Was ich bald festgestellt habe, ist, dass die Videobearbeitung sehr leistungsintensiv ist und für schwächere Rechner zur Herausforderung werden kann.
Veröffentlichen
Veröffentlichen kann man seine Videos beispielsweise auf speziellen Videoplattformen wie YouTube, Vimeo und Daily Motion, aber auch bei Facebook, Twitter oder als Instagram-Stories. Auf den Videoplattformen kann man auch Codeschnipsel generieren (über Teilen/Einbetten), die man ganz einfach in den Quelltext eines Blogartikels oder einer anderen Webseite einbauen kann. Rufen SeitenbesucherInnen die Webseite auf, wird an der entsprechenden Stelle das Video eingeblendet. Die BesucherInnen können sich dann aussuchen, ob sie das Video auf Ihrer Webseite abspielen oder auf die Video-Plattform wechseln wollen, um es dort anzuschauen und die dortigen Möglichkeiten (Video-Listen anlegen, Videos bewerten, Kanäle abonnieren etc.) zu nutzen.
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Einige meiner Gartenvideos
Dies sind meine ersten Videos. Sie sind keine Kunstwerke, aber vielleicht inspirieren sie Sie zu eigenen Versuchen. Ich freue mich über Kommentare oder ein Däumchen-hoch bei YouTube. Ich freue mich, wenn Sie meinen YouTube-Kanal abonnieren.
Beispiel für eine Videoanleitung aus Einzelbildern mittels Scratch, einer Kinderprogrammiersoftware, und Camtasia Studio, einer Video-Bearbeitungssoftware.
In diesem Video sieht man die typischen Anfängerfehler, vor allem, dass ich sowohl beim Aufnehmen als auch bei der Videoproduktion nicht auf Hoch-/Querformat geachtet habe, wodurch das Video sehr unharmonisch wirkt.
Bekannt werden mit Videos
Mein YouTube-Kanal ist klein und bescheiden, aber ich habe untersucht, was erfolgreiche YouTuber besser machen als andere. Wer auf der YouTube-Plattform oder über YouTube seinen Bekanntheitsgrad erhöhen, vielleicht eine Fangemeinde für sich, die eigene Marke oder das eigene Unternehmen aufbauen möchte, sollte:
Videos in möglichst guter Qualität erstellen – nicht nur was die Bild- und Tonqualität, sondern auch was den Inhalt, Aufbau, Pointen etc. betrifft,
Themen so wählen und so aufbereiten, dass sie für andere einen Nutzen haben (Vergnügen, Lerneffekt und/oder anderes),
eine eigene persönliche Marke mit eigenem Logo, Motto und individuellem Stil schaffen,
regelmäßig, in kurzen Abständen Videos erstellen und veröffentlichen,
die Video-Zuschauer zur Interaktion motivieren (mündlich und durch Texteinblendungen dazu anregen, Videos mit Däumchen-hoch zu bewerten, zu kommentieren und Wünsche zu äußern sowie den Kanal zu abonnieren),
den eigenen Videokanal und die einzelnen Videos regelmäßig über andere Kommunikationskanäle (Blog, Twitter, Instagram, Facebook etc.) bewerben. Die Community-Pflege muss überall dort passieren, wo die (möglichen) Fans sind, wenn möglich, auch außerhalb des Internets auf Veranstaltungen (Messen), im TV, Radio u. a., siehe auch Was machen erfolgreiche YouTuber besser?
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Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat die Steckrübe zum Gemüse des Jahres 2018 gekürt und will damit die Aufmerksamkeit auf dieses vielseitige Gemüse lenken. Steckrüben waren vor 100 Jahren für viele Menschen die Retter in den Zeiten der Not und Lebensmittelknappheit, gerieten später aber in Vergessenheit. Gerade wird die Steckrübe wiederentdeckt - nicht nur als Bestandteil von Omas Hausmannskost, sondern auch für die Gourmetküche.
Die Steckrübe Brassica napus ssp. rapifera , auch Kohlrübe genannt, hat im nördlichen Europa eine lange Tradition und kann problemlos bei uns regional angebaut werden. 2016 wurde sie in ALPS, dem Magazin für alpine Lebensart, zusammen mit der Krautrübe (Herbstrübe, Brassica rapa ssp. rapa subvar. esculenta), Erdbeerspinat und anderen als "Gemüse für Gourmets" vorgestellt. 2017 hat auch schon der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) auf den Wert der vielseitigen Steckrübe aufmerksam gemacht und sie zum Gemüse des Jahres 2017/2018 erklärt.
Die Steckrübe
Die Steckrübe gehört zur Familie der Kreuzblütler. Sie ist durch die traditionelle Kreuzungszüchtung von Rübsen (Brassica rapa) und Gemüsekohl (Brassica oleracea) entstanden. Andere Namen für die Steckrübe sind Kohlrübe, Oldenburger Ananas, Bodenkohlrabi, Schwedische Rübe und Schmalzrübe.
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Steckrüben-Anbau
Steckrüben kann man entweder ab Mitte Mai vorziehen und später auspflanzen oder ab Anfang Juni direkt ins Beet säen. Die Direktsaat ist gebräuchlicher, doch die Jungpflanzenvorkultur im Gewächshaus, Frühbeet oder auf der Fensterbank und das spätere Auspflanzen ins Freilandbeet sind hilfreich, wenn das vorgesehene Beet noch von der Vorkultur (Frühkartoffeln, Dicke Bohnen oder anderen Gemüsen) besetzt ist.
Steckrüben mögen einen fruchtbaren Boden, der genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe speichern kann, aber gleichzeitig ausreichend wasserdurchlässig, also auch lufthaltig, ist - optimal ist ein humushaltiger Lehmboden. Zur Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge, die über den Boden übertragen werden oder sich dort ausbreiten, sollte man nach Möglichkeit nur alle paar Jahre auf dem gleichen Fleck Kreuzblütler anbauen.
Steckrüben benötigen viel Platz, deshalb bekommen die Reihen im Beet einen Abstand von 50 cm voneinander.
Bei der Direktsaat ins Beet werden die Steckrübensamen im Abstand von 5 bis 8 cm in die Reihen gesät - die Samen sollten dabei maximal mit 1 cm Erde bedeckt werden. Nach dem Auflaufen werden die Pflanzen auf einen Abstand vo 40 cm in der Reihe vereinzelt. Bei der Direktpflanzung wird gleich im Abstand von 40 cm gepflanzt.
Bei den genannten Aussaat- und Pflanzterminen sind die Steckrüben im Oktober erntereif. Die Rüben können eingelagert werden und bleiben bei Temperaturen knapp über 0°C und hoher Luftfeuchte bis April verwertbar.
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Steckrüben-Sorten
Bekannte Sorten für die Küche sind beispielsweise 'Hoffmanns Gelbe', 'Wilhelmsburger', 'Helenor' und 'Magress'.
Steckrüben-Verwendung und -Rezepte
Vor der Verarbeitung werden Steckrüben geschält. Dann kann man sie geraspelt als Rohkostsalat mit Salatsoße oder in Stäbchen geschnitten als Rohkost mit Dip kalt servieren. Steckrüben können auch gedünstet und dann mit anderen Zutaten zur Gemüsebeilage oder Pürree verarbeitet oder mit Fleisch zusammen im Ofen geschmort werden. Geraspelt kann man aus ihnen auch Rübenpuffer braten, gewürfelt Suppen oder Eintöpfe kochen oder man zaubert aus ihnen leckere Aufläufe und Gratins. Oft werden Steckrüben mit Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln und oder Wurst/Fleisch kombiniert. Die Inhaltsstoffe der Steckrübe sollen bei der Verdauung von fettem (Sonntags-)Fleisch helfen.
Aber Steckrüben können nicht nur pikant, sondern auch süß: als Basis von Marmelade und anderen süßen Fruchtaufstrichen.
Steckrüben mögen nicht jedes Klima
Mich haben die Recherchen zum Gemüse des Jahres neugierig auf Steckrüben gemacht. Gerne würde ich den Anbau selbst ausprobieren. Leider herrscht auf meiner Südseitenterrasse auf einem begrünten Tiefgaragendach ein trocken-heißes Klima - für Steckrüben ist das nicht geeignet, sie mögen es lieber kühl und regnerisch. Aber vielleicht haben die BlogleserInnen Lust, den Anbau in einem Garten- oder Hochbeet auszuprobieren und davon zu berichten.
Hat euch/Sie das Thema interessiert? Fehlen euch/Ihnen Informationen zur Steckrübe? Habt ihr/haben Sie eigene Erfahrungen mit Steckrüben? Teilt/Teilen Sie Lob, Kritik und Ergänzungen per Kommentarfunktion! Wer mehr vom Blog lesen möchte, kann die Beiträge per Feed und per E-Mail abonnieren.
Noch zehn Tage bis Weihnachten und ich Glückliche habe mein erstes Weihnachtsgeschenk schon bekommen: "Das große Ulmer Biogarten-Buch" von Brunhilde Bross-Burkhardt, gerade frisch im Ulmer Verlag** erschienen. Schon nach dem ersten Durchblättern kann ich sagen: Das Buch ist ansprechend und hat sowohl frisch gebackenen als auch erfahreneren Biogärtnern jede Menge zu bieten. Ein gelungenes Weihnachtsgeschenk!
Seit meinem Gartenbaustudium Anfang der 1980er Jahre beschäftige ich mich mit dem Thema Biogarten und dem ökologischen Anbau. Ich habe jede Menge eigene Erfahrung - wenn auch in den letzten Jahren vor allem in meinem Topfgarten auf der Terrasse - und natürlich alle wichtigen Bücher zum Thema gelesen.
Natürlich liefert auch dieses Buch das Basiswissen für Einsteiger und Nachschlagemöglichkeiten für Fortgeschrittene. Was mir aber an diesem Biogartenbuch besonders gefallen hat, ist, dass darüber hinaus Aspekte unserer heutigen Zeit angesprochen werden, die nicht nur der Fachjournalistin und Autorin Dr. Bross-Burkhardt, sondern vielen Hobbygärtnern besonders wichtig sind:
Biogärtnern als Lebenshaltung,
um Verbundenheit mit der Natur zu erleben und als
Quelle für Lebensfreude,
Biogärtnern als Beitrag zum Naturschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt,
Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit (Sortenpflege),
Experimentierfreude.
Auch was die Nähe zum naturwissenschaftlich Begründbaren betrifft, fühle ich persönlich mich mit der Autorin ganz auf einer Linie.
Was das Buch sonst noch auszeichnet:
Nicht nur sind die Inhalte interessant, es ist auch schön bebildert, anschaulich illustriert und gut zu lesen.
Es ordnet den heutigen Bioanbau in eine Entwicklung ein und erläutert die Schnittstellen zu Permakultur sowie zu speziellen Bioanbauverfahren wie die der Biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.
Es gibt Beispiele für die Umsetzung in der Praxis - vom Urban Gardening bis zum großen Selbstversorgergarten.
Das Kapitel Biologischer Pflanzenschutz im Biogarten ist natürlich auch da
und so vieles mehr.
Am besten schauen Sie gleich selbst ins Buch - entweder beim Ulmer Verlag**, bei Amazon* oder im Buchgeschäft Ihrer Wahl. Für Online-Gucker: Einfach auf "Blick ins Buch" klicken. Der Ulmer Verlag hat im Vergleich zu Amazon die schönere Buchvorschau - und das sage ich nicht, weil dort auch die meisten meiner eigenen Gartenbücher* erschienen sind, sondern weil es wahr ist!
Das große Ulmer Biogarten-Buch*
Brunhilde Bross-Burkhardt
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2017
288 Seiten, 258 Farbfotos, 62 farbige Zeichnungen
ISBN: 3-8001-0868-2
Mein Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Gartenbuch für Hobbygärtner! Ich freue mich über die Bereicherung meiner Biogarten-Bibliothek.
** Danke an den Ulmer Verlag für das tolle Weihnachtsgeschenk
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Erfahrene HobbygärtnerInnen und Pflanzenfreunde wissen: Wer lange Freude an Stauden und Gehölze haben möchte, kauft Arten und Sorten, deren Ansprüche hinsichtlich Klima, Licht, Boden etc. zum geplanten Standort passen. Ob sich die Pflanzen von Anfang an gut entwickeln, hängt auch davon ab, wann und wo man sie kauft und ob die Pflanzen in einem guten Zustand sind. Hier einige Tipps.
Stauden und Gehölze, die sich am Standort wohl fühlen, werden von Jahr zu Jahr schöner.
Wann kauft man Stauden und Gehölze?
Am besten kauft man Stauden und Gehölze kurz vor dem Auspflanztermin, damit sie nicht lange irgendwo stehen müssen und möglicherweise nicht ordentlich gepflegt werden. Mehr zur richtigen Pflanzzeit, siehe unten bei "Tipps zum Kauf von Stauden und Gehölzen":
Die neuen Stauden, Gehölze oder andere Jungpflanzen sollen kräftig und gesund sein und auch kräftige Wurzeln haben. Beim Transport schützt man sie vor Hitze, Frost, Verletzungen und vor dem Austrocknen.
Tipps zum Kauf von Stauden und Gehölzen
Stauden und Gehölze werden im Herbst oder im Frühjahr gepflanzt, frostempfindliche Arten und Sorten am besten im Frühjahr. So ist gewährleistet, dass sie im Sommer eingewachsen sind, sich entfalten und die Hitze besser vertragen können. Beim Kauf achtet man darauf, dass die oberirdischen Pflanzenteile nicht von Krankheiten oder Schädlingen befallen und die Wurzeln kräftig und gesund sind.
Meiner Erfahrung nach sind Stauden aus Online- oder Katalogbestellungen bei der Lieferung meist wenig attraktiv - sie stammen aus einem Jungplanzenquartier und wurden zurechtgestutzt, damit sie platzsparend verpackt und versendet werden können. Enttäuschend ist das, wenn es sich um Spätblüher handelt und man gehofft hatte, den Garten vor dem Saisonende mit diesen noch etwas aufhübschen zu können. Pflanzen, die schon bei der Pflanzung optisch was hermachen, sind entsprechend im Shop beschrieben oder es wird zusätzlich ein Bild für den Pflanzenzustand bei Lieferung gezeigt.
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Wer im Sommer Stauden oder Gehölze (nach)pflanzen möchte, sollte keine wurzelnackten (Pflanzen ohne Topf und festen Wurzelballen) kaufen, sondern Pflanzen in großen Töpfen mit kräftigen Wurzeln und vielen Feinwurzeln wählen. Bei der Pflanzung löst man den Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf, damit der möglichst nicht zerfällt. Nach dem Pflanzen das Angießen nicht vergessen! Ist der neue Platz wesentlich sonniger und wärmer als das Quartier in der Baumschule oder Staudengärtnerei, dann sollte man eine Beschattung während der heißen Stunden erwägen (Sonnenschirm, Sonnensegel o. Ä.), bis man sicher ist, dass sich die neue Pflanze gut eingewöhnt hat. Mehr zu Stauden. Mehr zu Hecken und begrünte Rankgitter.
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Wo kann man Stauden und Gehölze kaufen (Beispiele)?
Staudengärtnereien sind auf Stauden (Pflanzen, die jedes Jahr wieder austreiben), Baumschulen sind auf Gehölze aller Art spezialisiert. Es gibt sie in fast jeder Region vor Ort, manche bieten die Pflanzen nebenbei auch über einen egenen Online-Shop an. Weitere Bezugsquellen für Stauden und Gehölze sind Tauschbörsen, Pflanzenmärkte, Gartenfachgeschäfte, Gartencenter und Baumärkte - sowohl vor Ort als auch auf Handelsplattformen wie Ebay und Amazon oder über Pflanzenkataloge, die sie verschicken.
Auch Blumenzwiebeln werden kurz vor der Pflanzzeit gekauft: Winterharte Blumenzwiebeln werden im Herbst (die meisten ab September), nicht-winterharte Sommerblüher im Frühjahr und Herbstblüher im Sommer gekauft. Nur zu diesen Zeiten werden sie überhaupt angeboten.
Tipps zum Kauf von Blumenzwiebeln
Zwar gehören Pflanzen aus Blumenzwiebeln oder Knollen botanisch zu den Stauden, aber da sie mehrheitlich in ihrer Ruhephase als Blumenzwiebeln oder Knollen meist ohne jedes Grün verkauft und gepflanzt werden, gibt es einige Besonderheiten:
Winterharte Spätwinter- und Frühjahrsblüher aus Blumenzwiebeln wie Krokusse, Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen, Allium-Arten und viele andere werden im Herbst gesetzt. Man kann diese Blumenzwiebeln ab September im Gartenfachhandel, Gartencenter, Baumarkt etc. vor Ort oder im Internet kaufen. Nicht winterharte Sommerblüher aus Blumenzwiebeln wie Gladiolen, Montbretien, Dahlien etc. werden im Frühjahr für die Frühjahrspflanzung angeboten. Blumenzwiebeln für herbstblühende Pflanzen wie die Herbstzeitlose werden im Sommer gepflanzt. Mehr zu Blumenzwiebeln.
Wo kann man Blumenzwiebeln kaufen (Beispiele)?
Blumenzwiebeln bekommt man in Gartenfachgeschäften, Gartencentern und Baumärkten, eine geringere Auswahl findet man auch im Lebensmitteleinzelhandel zur jeweiligen Saison. Außerdem bieten auch viele Pflanzenkataloghändler und Versandhändler auf Online-Plattformen Blumenzwiebeln an.
Vorgetriebene Blühpflanzen aus Blumenzwiebeln zur Bepflanzung von Schalen, Körben, Blumenampeln und _Blumenspindeln oder anderen Behältern gibt es zur jeweiligen Saison in Gärtnereien mit Blumenverkauf, Gartencentern, Baumschulen etc. Diese sind oft sehr schnell ausverkauft - deshalb frühzeitig bestellen oder im Gartenhandel und in Gärtnereien früh danach fragen und reservieren.
Vorsicht: Vorgetriebene Primeln und andere Pflanzen aus dem Gewächshaus sind nicht abgehärtet und vertragen in der Regel noch keinen Frost (im nächsten Jahr, nach einem Winter im Freien jedoch schon, wenn es sich grundsätzlich um eine frostharte Art handelt).
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Schattenplätze im Garten müssen keine tristen Orte sein, die man am liebsten vor den Augen anderer verbergen möchte. Katrin Lugerbauer zeigt in ihrem neuen Buch Schattenstauden: Die dunkle Seite Ihres Gartens*, das 2017 neu im Ulmer Verlag erschienen ist, wie man Plätze im Halb-, Voll- oder lichten Schatten mit den richtigen Pflanzengemeinschaften dauerhaft, pflegearm und sehr attraktiv bepflanzt.
Ich habe viele Jahre lang Gärtner und Hobbygärtner beraten - im Fachhandel und in der Informationsstelle einer Versuchsanstalt an der FH Weihenstephan (heute Hochschule Weihenstephan Triesdorf) -, daher weiß ich, dass schattige Plätze vielen Menschen mit Garten oder Balkon Probleme bereiten - den einen, weil ihnen kaum Pflanzen einfallen, die man an einem beschatteten Standort mit wenig bis gar keiner Sonne pflanzen kann, den anderen, weil sie bereits Pflanzen alleine nach optischen Gesichtspunkten ausgewählt und gepflanzt haben und nun Hilfe brauchen, weil diese für den Standort ungeeigneten Pflanzen mickern, krank werden oder gleich eingehen. Sowohl Berater, als auch (Hobby-)Garten- und Balkongestalter dürfen sich freuen, denn Katrin Lugerbauer zeigt in ihrem neuen Buch anschaulich und verständlich, wie Schattenplätze schön und nachhaltig mit Stauden (und Gehölzen) gestaltet werden können.
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Über das Buch
Mein Interesse an Schattenstauden: Die dunkle Seite Ihres Gartens* war vom raffinierten Titel und der unkonventionellen Einbandgestaltung geweckt. Als jemand, die Lesen als Gelegenheit nutzt, es sich auf der Couch seitlich liegend gemütlich zu machen, kommt mir das Flexcover entgegen, da die Bücher dadurch etwas leichter sind. Doch letztendlich kommt es bei jedem Buch auf den Inhalt an.
Lugerbauer setzt in Fortführung der standortgerechten Staudenverwendung nach William Robinson und Karl Foerster auf natürlich wirkende Pflanzengemeinschaften, deren Mitglieder miteinander und mit dem jeweiligen Standort gut zurechtkommen, so dass später auch nur wenig Pflegeaufwand anfällt.
Dabei kombiniert sie Blüten- und Blattschmuckpflanzen mit unterschiedlichem Wuchs, Farben und Formen zu einem harmonischen und relativ pflegeleichten Ganzen. Die überwiegend selbst gemachten Fotos ihrer eigenen Schattenbeete im Buch beweisen, wie gut und nachhaltig ihr das gelingt. Man wünscht sich so einen Platz im eigenen Garten, an dem man sich an heißen Sommertagen erfrischen kann.
Lugerbauers Erfolgsgeheimnis ist die genaue Beobachtung des Standorts verbunden mit dem Wissen über möglicherweise geeignete Pflanzen. Sehr einfühlsam geht sie im Buch
sowohl auf die unterschiedlichen Standorte von Halbschatten, lichtem Schatten und Vollschatten ein - die sich nicht nur durch den Faktor Licht voneinander und von sonnigen Standorten unterscheiden können, sondern auch hinsichtlich Boden (natürlicher Mulch durch Blattfall, Humus- und Säuregehalt des Bodens), Kleinklima (Temperatur im Tages- und Jahresverlauf, Luftfeuchtigkeit im Bestand und Ähnliches mehr),
als auch auf die Pflanzen, ihre Heimat und ihre Bedürfnisse - Beispiel: Eine Pflanze, die gewohnt ist, im Gebirge unter Schnee zu überwintern, packt den Kahlfrost, der in der Ebene auf eine Wärmeperiode folgen kann, eher nicht - oder nicht ohne Schutzmaßnahmen des Menschen.
Im Buch gibt es zahlreiche Pflanzenlisten für die verschiedenen Schattensituationen zum Nachschlagen, darüber hinaus Bepflanzungsbeispiele/Pflanzengesellschaften für die verschiedenen Standorte mit mehr oder weniger Schatten sowie Tipps für die Gestaltung und Pflege solcher Beete.
Zum Schluss führt Lugerbauer den Leser durch das Jahr der Schattenpflanzen - von den ersten Frühlingsboten, über die Hauptblütezeit, bis zur Herbstfärbung und den Winter. Und da die Beschäftigung mit Schattenstauden anscheinend zu einer Sammelleidenschaft führen kann, nennt sie in einem kleinen Special am Ende noch ein paar Pflanzenschätze für Sammler.
Mein Fazit: Ein interessantes Lese- und praktisches Nachschlagebuch für jeden, der sich mit Schattenstauden beschäftigen oder mehr oder weniger beschattete Standorte dauerhaft und nachhaltig mit Pflanzen gestalten möchte. Vor allem (zukünftigen) Beratern (beispielsweise in Gartencentern), (angehenden) Gartengestaltern, Gartenarchitekten uned Galabauern, die mit der standortgerechten Staudenverwendung an beschatteten Standorten noch nicht so vertraut sind, möchte ich es ans Herz legen. Sehr empfehlenswert!
Über die Autorin
Katrin Lugerbauer ist Geographie- und Deutschlehrerin, aber Natur und Gärten waren immer ein wichtiger Teil ihres Lebens. Seit Jahren gestaltet und betreut sie Staudenbeete an mehreren Standorten in Österreich, wobei es ihr die Schattenbeete besonders angetan haben. Ihre Freude an der Pflanzenvielfalt und ihre Erfahrungen in der Beetgestaltung teilt sie in Gartenbüchern, Fachmagazinen für Pflanzenliebhaber und in ihrem Blog hardy-geranium.blogspot.de.
Über den Verlag
Der Ulmer Verlag** ist seit 150 Jahren und in 5. Generation ein Fachverlag für Gartenbau und Landwirtschaft. Er ist Arbeitgeber für 150 Menschen, bietet derzeit 1.600 lieferbare Bücher (gedruckt und digital) zu Pflanze und Tier an und bringt 25 verschiedene Monats- und Wochen-Zeitschriften heraus. Unter den Büchern sind auch Schulbücher für Auszubildende und Lehrbücher für Studierende, unter den Fachzeitschriften sowohl solche für die gärtnerische und landwirtschaftliche Berufspraxis, als auch solche für Hobbygärtner und Heimtierhalter - wobei die einen gerne bei den anderen mitlesen und umgekehrt.
Saatgut selbst zu vermehren, macht Spaß, spart Geld und man kann sich damit aktiv daran beteiligen, alte oder regionale Sorten zu erhalten. Das, was man an Geld beim Sameneinkauf spart, kostet allerdings die Zeit, sich ein wenig Wissen anzueignen, sowie etwas Platz und zusätzlichen Aufwand, um das Erlernte umzusetzen. Was das Wissen betrifft, hilft Heidi Lorey mit ihrem Buch Gemüse und Blumen aus eigenem Saatgut: Samen vermehren und erhalten* dem Einsteiger bei seinen ersten Schritten.
Das Buch ist ein Klappenbroschur - d. h. der Umschlag fühlt sich kräftiger und wertiger an, als es bei einem normalen Taschenbuch der Fall ist, und ist vorne und hinten ausklappbar. Die Klappen kann man als Lesezeichen nutzen, sie stimmen mit Bildern auf das Thema ein und enthalten wertvolle Tipps - letzere in diesem Fall zu Verwandtschaftsverhältnissen von Pflanzen, zu Selbstbefruchtern und Fremdbefruchtern, zur Keimfähigkeit von Saatgut und sie enthalten auch einen Arbeitskalender für den samengewinnenden Hobbygärtner.
Das Buch ist reich bebildert und das Layout ist sehr ansprechend - es vermittelt strukturierten Zugang und Freude am Thema.
Inhaltlich gliedert es sich in einen einleitenden Teil, der das nötige Basiswissen vermittelt, einen großen Mittelteil mit Anleitungen und Steckbriefen für viele Gemüse- und Blumenarten von A bis Z sowie einen abschließenden Serviceteil.
Die Autorin Heidi Lorey ist eine Frau vom Fach: Sie ist ausgebildete Zierpflanzengärtnerin, hat einen Abschluss als Gartenbau-Ingenieurin und einen Doktortitel, den sie sich im Bereich Pflanzenzüchtung erarbeitete. Heute ist sie als Gartenjournalistin, Buchautorin und Referentin tätig.
Mein Eindruck
Ich bin ein Fan von Klappenbroschur und auch das Layout ist ganz nach meinem Geschmack. Das Buch ist für Einsteiger verständlich geschrieben und lässt sich gut lesen. Sehr schön finde ich, dass es zu jeder Pflanze neben der Anleitung in Form von Texten und Bildern auch eine Übersichtstafel, den eigentlichen Steckbrief, gibt. Hier findet man die wichtigsten Informationen auf einen Blick, darunter die Zuordnung zu einer Schwierigkeitsstufe. Ich hätte mir im allgemeinen Teil lediglich noch ein paar Informationen über die verschiedenen Bestäuber und ihre Bedeutung (auch Käfer, Ameisen, Schwebfliegen, Tag- und Nachtfalter etc. sind Bestäuber), über die künstliche Bestäubung sowie Tipps zur Isolierung von Pflanzen, um ungewollte Bestäubung zu vermeiden, in der Hobbygärtnerpraxis gewünscht.
Mein Fazit
Ein schönes, ansprechendes Buch, das dem Hobbygärtner den Einstieg in die Saatgutvermehrung leicht macht.
** Ich habe das Buch vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen - nicht, um eine Rezension anzufertigen, sondern als Muster für ein schönes Buchprojekt, das wir vielleicht zusammen anpacken wollen.