Sonntag, 17. September 2023

Blumenzwiebeln pflanzen

Ab September ist Pflanzzeit für viele Blumenzwiebeln und Stauden. Tipps zum Blumenzwiebeln-pflanzen. (zuletzt bearbeitet am 06.9.2025)

Frühlingsboten wie Schneeglöckchen und Krokusse sind die ersten Lichtblicke am Ende des Winters. Sie werden im Herbst gepflanzt. Im September ist die Auswahl an Frühlingsboten und Frühlingsblüher in den Gartenfachgeschäften am größten.
 
Wer sich im Spätwinter und Frühjahr an Krokussen, Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Zierlauch (Allium aflatunense "Purple Sensation") und anderen erfreuen möchte, der muss jetzt fleißig werden - denn von September bis zum späten Herbst ist Blumenzwiebelpflanzzeit für diese Frühlingsboten bzw. Frühlingsblüher.


Die meisten Blumenzwiebeln kann man auch in Kübel pflanzen und so Balkon, Terrasse und den Eingangsbereich im Spätwinter/Frühjahr verschönern.
Blumenzwiebeln pflanzen: Frühblühende Wildtulpen
gedeihen auch im kurzen Rasen
Man teilt die Blumenzwiebeln zwar nach ihrer Blütezeit ein, aber wann sie dann tatsächlich blühen, hängt vom Standort und vom Wetterverlauf im Frühjahr ab. In warmen Jahren vergehen die Blütezeiten der verschiedenen Arten wie im Zeitraffer und die Sorten geben sich die Klinke in die Hand, in anderen Jahren kann man die einzelnen Phasen und Blütezeiten länger genießen.

Meiner Erfahrung nach spielt auch die Pflanzzeit eine Rolle: Wenn man sehr spät pflanzt (Mitte Dezember oder später), blühen viele Blumenzwiebelarten zwar trotzdem noch, aber später - manche allerdings gar nicht.

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Blumenzwiebeln kann man man zwar in Baumärkten und Supermärkten kaufen, doch mehr Auswahl an Arten und Sorten hat man meistens im Gartenfachgeschäft und Gartencenter. Amazon.de* hat ebenfalls ein großes Angebot, da dort auch Dritte (Gärtnereien, Pflanzenhändler und andere) ihr Angebot einstellen.

Blumenzwiebeln, die im Spätwinter (ab Februar) blühen - Frühblüher, Frühlingsboten

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis, Galanthus elwesii)
Schneestolz (Chionodoxa luciliae)
Winterling (Eranthis hyemalis)
Alpenveilchen (Cyclamen ssp.)
frühe Krokusse/Wildkrokusse (Crocus ssp.)
Zwergnarzissen und Narzissen-Wildformen (Narcissus bulbocodium und andere)

Diese Blumenzwiebelpflanzen gedeihen gut in Steingärten, unter laubabwerfenden Bäumen und im kurzen Rasen. Cyclamen mögen lichten Schatten, beispielsweise unter unbelaubten Sträuchern und Bäumen. Wichtig ist allen ein durchlässiger Boden.

Von Narzissen gibt es früh und spät blühende Arten und Sorten.

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Blumenzwiebeln für den Frühling (Blüte ab ca. März)

Blaustern (Scilla bifolia u. a.)
Krokusse - Gartensorten, großblumige Sorten
Narzissen (Narcissus ssp.)
Märzenbecher (Leuconum vernum) 
Traubenhyazinthen (Muscari botryoides) 
Tulpen - Wildtulpen, Zwergtulpen, Kaufmaniana-Hybriden

Die meisten dieser Arten und Sorten pflanzt man in (Stauden-)Beete oder in Kübel mit guter, durchlässiger Garten- oder Blumenerde.

Blumenzwiebeln für den späteren Frühling (ab ca. April, in manchen Jahren schon ab März)

Hyazinthen (Hyacinthus ssp.)
Puschkinia (Puschkinia scilloides und andere)
Kaiserkrone (Fritillaria imperialis)
Frühe Tulpen (Tulipa ssp. und Sorten)

Diese etwas späteren Arten und Sorten gedeihen am besten in (Stauden-)Beeten und in Kübeln. Hohe Sorten kann man bei Bedarf mit Staudenhaltern stützen.

In einem warmen Frühjahr geben sich die mittelfrühen und
die späteren Sorten die Klinke in die Hand.
Blumenzwiebeln, die ab Mai blühen (in sehr warmen Jahren ausnahmsweise bereits ab Ende März/April)

Knotenblume (Leucojum aestivum)
Darwintulpen, lilienblütige Tulpen, Cottagetulpen und andere

Diese späten Arten und Sorten pflanzt man am besten in
(Stauden-)Beete oder in Kübel. Viele von ihnen sind hoch wachsend und legen sich bei Starkregen oder Wind leicht um. Hohe Sorten kann man bei Bedarf mit Staudenhaltern stützen.





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Blumenzwiebeln pflanzen - wie pflanzen und wie tief pflanzen

In kleinen Gruppen gleichartiger Blumenzwiebelarten und -sorten gepflanzt, wirken Blumenzwiebelpflanzen am natürlichsten und kommen am besten zur Geltung.

Blumenzwiebeln werden etwa doppelt so tief gepflanzt, wie sie dick sind. Zum Pflanzen eignen sich ein Pflanzholz, eine Pflanzschaufel oder ein spezieller Blumenzwiebelpflanzer.

Blumenzwiebeln mögen durchlässigen Boden. Bei schwerem, nassen Boden treiben sie oft nicht. Einen schweren Boden kann man durchlässiger machen, indem man Sand und etwas Kompost einarbeitet. Ist ein Boden jedoch ständig zu nass, weil sich in der Tiefe eine stauende Schicht befindet, dann reicht das nicht aus - hier könnte nur eine professionelle Dränage (GaLaBau-Firma) helfen.

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Da Narzissen giftig sind und Blumenzwiebeln chemisch behandelt sein können, arbeitet man beim Blumenzwiebelpflanzen am besten mit Handschuhen und atmet auch den Staub nicht ein. Auch Kinder sollten entsprechend angeleitet werden bzw. hält man kleine Kinder von Blumenzwiebeln und Narzissen fern.

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Donnerstag, 10. August 2023

Mykorrhiza: Mit Bodenlebewesen wachsen Pflanzen besser

Ein Praxisversuch am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTA) mit Gaben von ericoiden Mykorrhiza-Pilzen in Bodenhilfsstoffen zeigt einmal mehr die positive Auswirkung, die Bodenlebewesen auf das Pflanzenwachstum haben können.. Die ersten Erkenntnisse dürften nicht nur Baumschulen, sondern auch andere Gärtnernde interessieren. (zuletzt aktualisiert am 4.11.2025, Werbung wegen Markennennungen: nicht bezahlt, nicht bestellt, keine Geschenke)

Wie Pflanzen wachsen und was wir ernten können, hängt nicht nur von den klimatischen Bedingungen am Standort sowie den Wasser- und Nährstoffgaben ab, sondern auch vom Vorhandensein und von der Arbeit der Bodenorganismen im Rasen, Gartenbeet oder im Pflanzgefäß.

Zum Bodenleben gehören größere Tiere wie Wühlmaus, Regenwurm, Engerling und Milbe genauso wie winzige Bodenorganismen wie Bakterien und Pilze. Tiere und Organismen mit von Menschen direkt erkennbaren positiven Auswirkungen werden auch Bodennützlinge genannt, dazu zählen beispielsweise Regenwürmer, die organische Stoffe umwandeln und den Boden krümelig machen, und Pilzarten, die nicht nur für eine stabile Krümelstruktur sorgen, sondern symbiotisch mit den Pflanzenwurzeln zusammenarbeiten. Allerdings ist dieses Schwarz-Weiß-Denken Nützlinge versus Schädlinge nicht mehr zeitgemäß, denn auch so genannte Schädlinge und Schadorganismen haben eine Funktion im Ökosystem und sei es als Futter für die so genannten Nützlinge.

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Harald Schneller, zuständig für den Biologischen Pflanzenschutz am LTA, und Dr. Mareile Zinker, Referatsleiterin Pflanzenschutz - Ackerbau und Gartenbau, berichten im "Informationssystem für die integrierte Pflanzenproduktion" (ISIP) über ihre Ergebnisse des bis jetzt dreijährigen Praxisversuches zum Einsatz von ericoiden Mykorrhiza-Bodenhilfsstoffen bei Kultur-Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum). Der Versuch ist insgesamt auf sechs Jahre angelegt, doch es gibt bereits vielversprechende Zwischenergebnisse.

Ericoide Mykorrhiza
Mykorrhiza nennt man die Symbiose des Feinwurzelsystems von Pflanzen mit Mykorrhizapilzen. Die Mykorrhizapilze führen der Pflanze Nährstoffe und Wasser zu und sie bekommen im Gegenzug von der Pflanze Stoffe, welche diese mithilfe des Lichts in den grünen Pflanzenteilen (Photosynthese) zusammengebaut hat. Die Symbiose kann auch zu einer Verbesserung der Trockenheitsverträglichkeit, zum Schutz vor bodenbürtigen Krankheiten und sogar vor oberirdischen Schädlingen sowie zu einem besseren Geschmack führen. Letzteres wurde bei Tomaten, die in einem "erdigen" Substrat angebaut wurden und deren Phosphor-Zufuhr knapp gehalten wurde, beobachtet.

Heidekrautgewächse wie Rhododendron, Heidelbeeren, Erika und Calluna haben eine ericoide Mykorrhiza.

Je nach Boden, Klima, Bewuchs und anderen Bedingungen setzt sich das Bodenleben ganz unterschiedlich zusammen. Pflanzen mit ericoider Mykorrhiza leben auf nährstoffarmen, vor allem stickstoffarmen Böden (Heide, Moor, Höhenlagen oberhalb der Baumgrenze und anderes). Es sind Heidekrautgewächse (beispielsweise Rhododendren, Erika, Calluna, Heidelbeeren, Krähenbeeren, Australheide) und andere.

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Heidelbeere (Vaccinium corymbosum)
(Bildquelle: R. A. Nonnenmacher/Wikimedia,
Creative Commons CC BY-SA 4.0)

Ihre Pilzpartner gehören zu den Ständerpilzen (Basidiomycota) wie Serendipita spp. und den Schlauchpilzen (Ascomycota) wie Rhizoscyphus ericae aggr. (Wurzelbecherlinge) sowie Oidiodendron maius, Meliniomyces bicolor und M. variabilis (siehe auch Mykorrhiza - Pilz-Wurzel-Symbiosen).

Schneller und Zunker testeten die Bodenhilfsstoffe INOQ Rhodazo und MycoZoom-Ericoid und verglichen die behandelten Pflanzen mit unbehandelten. Sie beobachteten in ihrem Versuch in den Kulturheidelbeer-Varianten mit Mykorrhiza-Pilzen neben
  • einer besseren Nährstoff- und Wasseraufnahme,
  • einem besseren Wachstum mit mehr Neutrieben,
  • einem stärkeren Wurzelwachstum und
  • weniger Ausfällen
  • auch eine Neutralisierung der vorhandenen Karbonsäure, welche auf Heidegewächse sonst wachstumshemmend wirken kann.


Nach drei Jahren beurteilten Schneller und Zunker ihre Ergebnisse als vielversprechend. Sie sehen das Einsatzgebiet der Bodenhilfsstoffe mit Mykorrhizapilzen vor allem bei Jungpflanzen in der Baumschule.

In den nächsten drei Jahren sollte nicht nur der Versuch mit den Kulturheidelbeeren weitergeführt, sondern auch Versuche mit Mykorrhiza-Hilfsstoffen an Himbeeren und Edelrosen durchgeführt werden.

Mykorrhiza für den Anbau im Garten bzw. Topfgarten

Mykorrhizapilze gibt es zu kaufen - auch für den Hobbygartenbau. So enthalten manche Bewurzelungspulver, Dünger und Wurzel-/Bodenaktivatoren Mykorrhizapilze. Wenn diese Mykorrhizapilze mit den Wurzeln zusammenarbeiten, verbessern sie deren Wasser- und Nähraufnahme und erhöhen damit Wachstum und Ertrag.

Verschiedene Dünger für den Hobbygarten sind mit Mikroorganismen für den Boden angereichert, mit Mykorrhizapilzen beispielsweise der vegane Dünger "Aries" sowie der organische "Azet Gartendünger" von Neudorff. Beide enthalten den Pilz Glomus intraradices (= Rhizophagus irregularis) einen sogenannten Arbuscular Mycorrhizal Fungus (AMF).
Arbuscular Mycorrhizal Fungus (AMF) gehen eine Symbiose mit den Pflanzenwurzeln ein und erweitern über ihre eigene Verzweigung (Hyphennetz) das Wurzelsystem der Pflanzen, wodurch diese ihr Substrat und was darin ist wesentlich effizienter nutzen können sollen. Als "Gegenleistung" erhalten die Mykorrhizapilze einen Teil der Assimilate – das sind die energiereichen Stoffe, die die Pflanzen mithilfe des Sonnenlichts aufbauen.

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Auch der organische Azet RasenDünger von Neudorff enthält Mykorrhiza-Pilze, die sich mit Pflanzenwurzeln verbinden und deren Oberfläche um ein Vielfaches vergrößern sollen, wodurch eine Wasser- und Nährstoffaufnahme aus tieferen Bodenschichten möglich ist - Schutz vor Austrocknung und bessere Ernährung sind das Ziel. Azet RasenDünger gibt es in (Online-)Gartenfachgeschäften, Gartencentern und Baumärkten. Neudorf Azet Rasendünger bei Amazon* Bodenbakterien helfen, die organischen Verbindungen in passende Nährstoffe für den Rasen umzuwandeln. Zudem beleben sie den Boden, vitalisieren den Rasen und helfen, Rasenfilz abzubauen. Starke Rasengräser verdrängen dauerhaft Moos und Unkraut.


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Effektive Mikroorganismen

"Effective Microorganisms" und "EM", auf Deutsch: "Effektive Mikroorganismen", sind registrierte Marken der EM Research Organization, Inc. (EMRO) mit Sitz in Uruma in Okinawa, Japan. Effektive Mikroorganismen (EM) sind Mischungen von Mikroorganismen aus der Lebensmittelindustrie. In der Mischung sind verschiedene Purpurbakterien, Milchsäurebakterien, Strahlenbakterien, Hefepilze und Schimmelpilze enthalten. Eine ertragssteigernde Wirkung wurde meines Wissens in den meisten wissenschaftlichen Studien mit Effektiven Mikroorganismen nicht bestätigt, das bessere Gedeihen der Pflanze mit den getesteten EM-Produkten war überwiegend auf die in ihrem Substrat enthaltenen Nährstoffe und nicht auf die Aktivität der enthaltenen Mikroorganismen zurückzuführen. Die EM-Beimpfung von Komposten fördert aber laut einer Studie die Vermehrungsrate von Erdwürmern. (Quelle: Wikipedia)

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Samstag, 10. Juni 2023

Feige 'Violetta' - einer meiner mehrjährigen Pflanzenlieblinge in meinem Topfgarten auf der Terrasse

Seit dem Frühjahr 2018 teste ich die Feige 'Violetta' ("Bayernfeige") auf meiner Südterrasse. Der Feigenbaum steht in einem Terrakottakübel und gedeiht bisher prächtig. Die alten Früchte am Stamm reiften im bereits im ersten Sommer und jede Menge neue wurden in der Krone gebildet. Ich konnte sie noch im gleichen Jahr ernten. (zuletzt aktualisiert am 29.04.2024)

Feigenbaum im Kübel auf der Terrasse (Bayernfeige 'Violetta').

Meine Terrasse liegt auf einem begrünten Tiefgaragendach vor einer Südwand. Mit anderen Worten: Der Standort ist im Sommer heiß und trocken. Da dort alle wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Auberginen ("Eierpflanzen"), Süßkartoffel und andere aber prächtig gedeihen, auch Rosmarin und Salbei direkt vor dem Fenster ohne Schutz den oberbayerischen Winter überleben, wollte ich gerne eine nicht zu empfindliche und nicht zu ausladende mediterrane Kübelpflanze zu meiner Topfpflanzen-"Garde" hinzufügen und diese ebenfalls draußen vor dem Fenster überwintern.

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Gut geeignet schien mir die Feigensorte 'Violetta' auch Bayernfeige genannt. Sie soll bis -10°C und weniger frosthart sein, je nach Alter und ob mit oder ohne Schutz. Das müsste gerade so reichen. Und sollten kältere Nächte angesagt sein, würde ich Topf und Pflanze mit einem entsprechenden Schutz aus Vlies oder Noppenfolie versehen.

Was bisher geschah:

Als ich den Feigenbaum der Sorte 'Violetta' im Frühjahr bekam, war er schon recht stattlich, hatte eine kleine Krone mit einigen großen Blättern und trug zwei Feigenfrüchte am Stamm. Ich pflanzte die Bayernfeige in den größten Terrakottakübel, den ich hatte, damit sie viel Erde als Wasser- und Nährstoffpuffer sowie als Wurzelschutz im Winter hat. Zudem sind Feigen eigentlich Tiefwurzler und das muss man im Topf vor allem am heißen Standort mit etwas mehr Substratvolumen ausgleichen.

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'Violetta' ist nun schon seit über drei Monaten da. Sie hat sich als sehr hungrig und durstig erwiesen, hat mein Gießen und Düngen aber mit vielen neuen Blättern und mit zahlreichen neu gebildeten Feigenfrüchten belohnt. Sie macht mich Gärtnerin also sehr froh und ich bin gespannt, ob ich die vielen neuen Früchte tatsächlich noch dieses Jahr (Termin laut Sortenbeschreibung ist Oktober-November) ernten kann.

Die vielen Feigenfrüchte wurden seit etwa Mai gebildet. 
Ab September färbten sich die neu gebildeten Früchte langsam rot. Im Oktober konnte ich die ersten ernten.
Geschmacklich fand ich die Früchte der 'Violetta' recht gut, aber nicht herausragend. Ich empfand sie als nicht so aromatisch und intensiv wie die Früchte, die ich beispielsweise als Kind auf den Balearen direkt vom Strauch gegessen habe - die Erinnerung ist allerdings schon sehr alt und hat sich vielleicht im Laufe der Jahre ein bisschen schöngefärbt.

Aufgeschnittene Feigenfrüchte - Sorte 'Violetta'
Feige 'Violetta': Austrieb Anfang April 2019 nach der ersten Überwinterung im Freien auf der Südterrasse

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Nachtrag 2019: 
Der Feigenbaum 'Violetta' hat seinen ersten Winter draußen überstanden. Allerdings war der Winter mild und der Kübel stand direkt am Haus vor einer Südwand, jedoch ganz ohne Kronen- oder Kübel-Winterschutz. Die Feige hat im Winter alle Blätter abgeworfen und die noch unreifen Feigen fielen im Frühjahr ebenfalls ab.

Nach der Überwinterung im Freien entfaltete die Feige 'Violetta' 
im Frühjahr gesunde Blätter und Fruchtansätze.

Im Sommer nach der Überwinterung: Anfang Juni sind die ersten 
Früchte ausgewachsen und beginnen als nächstes mit der Färbung.
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Nachtrag Frühjahr 2020: 
Der Feigenbaum 'Violetta' hat auch den zweiten Winter draußen auf der Terrasse überstanden. Allerdings war auch dieser Winter mild. Die Feige hat im Winter alle Blätter abgeworfen. Die noch unreifen Feigen blieben dieses Mal bis April dran, aber entwickelten sich nicht weiter, so dass ich sie entfernte, da auch schon die neuen Feigen gebildet wurden.

Auch den zweiten Winter draußen hat die Feige 'Violetta' (Bayernfeige) gut überstanden.


Nachtrag Herbst 2020: 
Im Herbst waren wieder viele neue Früchte am Baum, von denen jedoch nur ein kleiner Teil ausreifte. Diese Bilder stammen von Mitte Oktober:

Feigen am Feigenbaum im Kübel im Oktober


Feigen Früchte


Nachtrag Mai 2021: 
Obwohl der Winter 20/21 teilweise ziemlich Biss hatte, sprich: recht kalt war, hat die Feige 'Violetta' ihren dritten Winter auf der Südseiten-Terrasse in Oberbayern draußen im Kübel gut überstanden und treibt jetzt im Mai sehr schön aus.


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Nachtrag 10.06.2023: 
Meine Feige 'Violetta' ("Bayernfeige) musste ich wegen Bauarbeiten zum Überwintern an einen anderen Platz stellen und das tat ihr nicht gut: Die Triebspitzen und alle sichtbaren Knospen waren im Frühjahr erfroren und tot. Ich fürchtete schon das Schlimmste. Es hat lange gedauert, aber dann hat das Feigenbäumchen die Kraft gefunden, neue Knospen zu bilden. Normalerweise hat meine Feige 'Violetta' um diese Zeit auch kleine Früchte, aber im Moment bin ich schon dankbar für (überwiegend) gesunde Blätter.


'Violetta hat sich wieder ganz erholt und der Winter von 2023 auf 2024 war dann auch mild und der neue Austrieb geht bisher ganz normal voran.

Buchtipp zum Gärtnern in Töpfen:
Gestaltungs, Bepflanzungs- und Pflegetipps für Pflanzen in Töpfen, Kübeln und Kisten auf Balkon, Terrasse, im Eingangsbereich und anderswo: Bepflanzungen nach Jahreszeit und/oder Dauerbepflanzungen - dekorative, duftende Pflanzen, Pflanzen für Schmetterlinge, Bienen und Nützlinge und/oder Arten/Sorten für Selbstversorgeranbau in Pflanzgefäßen.

Gärtnern in Töpfen*
(Balkon, Terrasse, Garten gestalten,
Blumen und Gemüse nach Saison oder als Dauerbepflanzung)
Eva Schumann
Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN 3-8186-0635-8
Taschenbuch, 128 Seiten



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